Montag, 22. Juli 2024

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GALERIA REISE Auf Teneriffa. Foto: Michael-Müller-Verlag
GALERIA REISE Auf Madeira. Foto: Michael-Müller-Verlag
GALERIA REISE In Siena, Stadt der Contraden. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE In Florenz, Stadt der Kunst. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE (Fast) alles Chianti in der Toskana. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Im Agriturismo Poggio alle Lame. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Alte Zeiten im Hessenpark. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Bei den Ostfriesen in Greetsiel. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Boots-Idylle Im Oste-Land. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Am Golf von Neapel. Foto: Michael-Müller-Verlag
GALERIA REISE In Astrid Lindgrens Südschweden. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Die pfälzische Weinstraße entlang. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE In der Bretagne. Foto: Michael-Müller-Verlag
GALERIA REISE Im Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE In den schottischen Highlands. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Auf der istrischen Halbinsel. Foto: Rainer Waldinger
GALERIA REISE Vom Comer See in die deutsche Provinz. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Wetter zwischen Burgwald und Wollenberg. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Heimat Hunsrück. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Frauen in Marburgs Stadtgeschichte. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Am Point Alpha in der Rhön. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE An der Mosel entlang. Foto: Günther Koch

Gute Reise!

"Eine Dame lebt in Venedig, / die ist mit achtzig noch ledig. / Sie beklagt sich nicht, / sie lächelt und spricht: / „Vielleicht war das Schicksal mir gnädig.“

Die Limericks, die Sie an dieser Stelle immer lesen, stammen alle von Ole Haldrup. Sein „Buch der Limericks“ (2003), dazu „Lirum, Larum, Limerick“ (2004) und „Das Geheimnis der fünften Zeile" (2007) sind zu beziehen über: Nereus-Verlag, Susanne Happle, Johann-von-Werth-Straße 6, 79100 Freiburg, Telefon 0761-403802, nereus-verlag @gmx.de. (gk)

"Verteilung gleichmäßiger"

Am Wilden Kaiser (II): Der Tourismus / Kaiserlodge-Chefin Barbara Winkler im TravelLifeDrive-Gespräch

Von Günther Koch/Life-Magazin

Geballte Frauen- und PS-Power: Barbara Winkler (Zweite von links) mit Mitarbeiterinnen während einer internationalen Veranstaltung 2018, bei der VW den neuen Touareg vorgestellt hat und die Kaiserlodge das Eventhotel war. Foto: Koch

Scheffau – Wenn sie sich erinnert an die Region am Wilden Kaiser in Tirol, wie sie sie von früher kennt und mit heute vergleicht, dann stellt Barbara Winkler, Chefin der Kaiserlodge in Scheffau, neben Söll, Ellmau und Going das dritte der insgesamt vier Kaiserdörfer, fest: „Geblieben sind die wunderbare Landschaft, die offenen Menschen und im Großen und Ganzen auch die bäuerliche Kultur und Architektur.“ Deutlich verbessert habe sich dagegen die touristische Infrastruktur. Und: „Zugenommen hat der Verkehr!“

Am Ortseingang von Scheffau, einem der vier Kaiserdörfer am Wilden Kaiser. In der Nähe der Rehbachklamm.

Der Wilde Kaiser ist eine touristisch stark vermarktete Region. Wie weit kann/darf diese Entwicklung gehen? Wann kehrt sie sich vielleicht sogar ins Negative um? Was ist wichtig?

Barbara Winkler: Dass der Tourismus mehr Positives als Negatives zur Lebensqualität in der Region beiträgt. Aktuell ist das auch klar der Fall, wir sind uns jedoch bewusst, dass wir jetzt die Weichen stellen müssen, dass es auch so bleibt.

Mit welchen Pfunden kann die Region wuchern? Wo besteht noch Nachholbedarf?

Barbara Winkler: Noch ist es uns nicht gelungen, den Gästen den Reiz des Frühlings und des Herbstes ausreichend näher zu bringen, jene Jahreszeiten also, in denen die Erholung und nicht das Unterhaltungsprogramm im Vordergrund stehen. Und was die Pfunde betrifft, mit denen unsere Region wuchern kann, dazu gehört natürlich vor allem, dass wir auf einem begnadeten Fleckchen Erde leben. Zum einen haben wir die verschiedenen Erlebnisberge und gleich gegenüber unser Naturschutzgebiet Wilder Kaiser.

Altes Mühlrad an der Loferer Straße. Das Pferd rechts ist künstlich, Hütte, Berge und Natur sind aber echt.

Und was den Verkehr auf der Loferer Straße betrifft, der Fluch und Segen zugleich ist?

Barbara Winkler: Der ist größtenteils Durchgangsverkehr. Daher ist der aktuelle Ansatz, den Verkehr durch kreuzungsfreie Ortsumfahrungen flüssig zu halten, der richtige. Nach Söll und Ellmau kommt nun auch die Umfahrung in Scheffau. Als Region versuchen wir, die – gefühlten und tatsächlichen – innerörtlichen Verkehre zu reduzieren.

Wie?

Barbara Winkler: Durch umfangreiche Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr, durch Bewusstseinsbildung für Einheimische und, etwa was Gäste aus Deutschland angeht, durch Vertriebskooperationen mit der Deutschen Bahn.

Kirche in Ellmau. Als Souvenir und alpenländische Kopfbedeckung sind Hüte wie diese bei Touristen durchaus beliebt.

Wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten: Wir würden Sie den Tourismus in der Region weiterentwickeln?

Barbara Winkler: Die Ressourcen Grund und Boden sowie Personal und Wohnraum sind bei uns leider begrenzt. Mehr Qualität, höhere Wertschöpfung und gleichmäßigere Verteilung des Tourismus übers Jahre, das wäre für mich die Entwicklungsrichtung.

Eine Vision: Wie sieht der Tourismus am Wilden Kaiser in 2030 aus?

Barbara Winkler: Die Landschaft und die Menschen sind geblieben, wie sie heute sind. Sie geben der Region auch 2030 noch ihren Charakter. Komplett anders wird dagegen der Verkehr organisiert sein, was nicht nur die Mobilität an sich betrifft, sondern auch die Ortszentren mit dann noch attraktiverer Aufenthaltsqualität. Es wird möglicherweise zudem weniger, dafür aber kleinere und emotionalere Veranstaltungen geben.

Die Äpfel sind reif in der Region am Wilden Kaiser. Wenn die Blasmusik spielt, dann kommen auch die Gäste gern.

Ein neuer Werbesolgan für die Region: Wie könnte der aus Ihrer Sicht lauten?

Barbara Winkler: Der Wilde Kaiser – der attraktivste Lebens- und Erholungsraum der Alpen.

In dem Ihre Kaiserlodge aktuell zumindest mit einem besonderen Konzept Akzente setzt. Worin wollen Sie sich eigentlich von den Konzepten anderen Häusern unterscheiden?

Barbara Winkler: Durch die Verbindung aus traditioneller Bauweise und internationalem Touch sowie durch Freiheiten wie in einem persönlichen Ferienhaus, die in der Lodge auf den exklusiven Service eines Luxushotels treffen.

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KoCom/Fotos: Günther Koch

5. Oktober 2018