Donnerstag, 30. Juni 2022

FB Logo für GK 1

GALERIA REISE Fluss, Felsen, Wein: Eine Einführung in die so Nahe-liegende Nahe-Region. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Der Harz war früher Bergbau-, ist heute Tourismusregion. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Über Kuren, Klettern, Kupfer und Karat an der Nahe. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Backstein-Hanse, Seebad-Flair und Reetdach-Fachwerk in Ostholstein. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Das Weingespräch: Nahe-Kellermeister mit erstem Ausblick auf Jahrgang 2021. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Das Kulinarikgespräch: Nahe-Chefkoch über die Küche der Region. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE In Bad Sobernheim treffen Heilkunde, Weinkultur und Hunsrück-Charme aufeinander. Foto: Koch
GALERIA REISE In Bad Driburg - der gräfliche Quell, der Park, das Glas und Bilster Berg. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Am Point Alpha in der Rhön: Eine deutsch-deutsche Geschichte. Foto: Günther Koch
GALERIA REISE Biegung für Biegung: Deutschland ist schön - an der Mosel entlang. Foto: Günther Koch

Gute Reise!

"Eine Dame lebt in Venedig, / die ist mit achtzig noch ledig. / Sie beklagt sich nicht, / sie lächelt und spricht: / „Vielleicht war das Schicksal mir gnädig.“

Die Limericks, die Sie an dieser Stelle immer lesen, stammen alle von Ole Haldrup. Sein „Buch der Limericks“ (2003), dazu „Lirum, Larum, Limerick“ (2004) und „Das Geheimnis der fünften Zeile" (2007) sind zu beziehen über: Nereus-Verlag, Susanne Happle, Johann-von-Werth-Straße 6, 79100 Freiburg, Telefon 0761-403802, nereus-verlag @gmx.de. (gk)

Wilde Romantik

An der Nahe (II) / Kuren, Klettern, Kupfer und Karat / Einst sogar Grenzgebiet zum Königreich Bayern

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die offenbar herrschaftliche Verbindung zum Wein geht auch aus diesem Wappen in Herrstein hervor. Fotos: Koch

Niederhausen – Ein altes Grenzschild inmitten von Weinbergen, auf dem „Königreich Bayern“ steht. In Rheinland-Pfalz! Bei Niederhausen hoch über der mittleren Nahe! Achim Kirchner, der auf Gut Hermannsberg die Geschäfte führt, klärt auf, dass die Grenze damals tatsächlich hier in der Nähe zwischen Preußen und Bayern verlaufen sei. Wer von der Terrasse des Guts ins Tal schaut, kann am Flussübergang unten mit der alten Brücke bei Oberhausen noch einen weiteren Beleg dafür sehen: „Erbaut unter der Regentschaft Seiner Königlichen Hoheit Prinz Luitpold von Bayern – Anno Domini 1889“.

Gut Hermannsberg liegt hoch über der Nahe. Das Grenzschild ist noch vom Königreich Bayern.

Ruhe vor dem Sturm

Die vorletzte Woche im September. „Wir stellen ein“, ist in Kreide auf einer schwarzen Schiefertafel an der Einfahrt von Gut Hermannsberg zu lesen, das „Aushilfen für Service & Küche“ sucht. „Gerne bei unseren Mitarbeitern melden!“ Die Idylle könnte trügen, denn es scheint – Stichwort bevorstehende Lese – schon so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm zu herrschen. Der kleine Gabelstapler samt den Plastikkisten für die Trauben steht bereit. Die Sortiermaschine ist gewartet. Erst sind die Reben zur Sekt-Kelterung dran, danach mit etwas zeitlichem Abstand die für den Wein. Achim Kirchner führt durch den Teil des Guts, in dem die Trauben verarbeitet werden. Wir gehen im tiefen, kühlen Keller an silberglänzenden Tanks und Holzfässern vorbei bis zur vergitterten Schatzkammer, deren gereifte Raritäten laut Gutsleiter bei Versteigerungen „durchaus schon fünfstellige Euro-Beträge“ erzielen können.

Buchdokument aus den Anfängen. Gutsgäste (von rechts) Bernhard Vogel, Helmut Kohl, François Mitterand.

Wie Eiffelturm oder Golden Gate

Bereits das Gut, wo das geschriebene Wort Riesling offenbar jedes Mal sogar mit Ausrufezeichen versehen ist, erzählt Geschichte an der Nahe: Schon seit spätrömischer Zeit gibt es demnach Weinberge an diesem Fluss. Trotzdem entsteht das Weingut selbst erst 1902 eben als königlich-preußische Domäne mit einem Adler, der noch heute die Etiketten ziert. Auftrag damals ist, „Weißweine von Weltrang zu erzeugen, um als Vorbild für die ganze Region zu dienen“. Die Weinberge gibt es „nicht wie einen Satz antiker Möbel“ als Erbe. Zwei Drittel der Fläche werden Felsen, Gestrüpp und einer verlassenen Kupfermine buchstäblich abgerungen. Aus Sicht des Guts ein „Wunder der Ingenieurskunst auf einer Ebene mit Eifelturm oder Golden Gate Bridge“. Die erste Lese findet 1907 statt, aber erst die edelsüßen Gewächse des Jahrhundertjahrgangs 1921 verhelfen zum Durchbruch. Das Gut erlangt Weltruhm. Rheinland-Pfalz privatisiert es nach bewegter Geschichte. Familie Reidel übernimmt. Die ehemalige Staatsdomäne heißt fortan Gut Hermannsberg. Gebäude und Keller werden renoviert, Philosophie und Qualitätskonzept auf eine Kirchner zufolge „Neuinterpretation der großen Tradition des Guts“ ausgerichtet, statt auf „süße Meisterwerke der Vergangenheit“ nun aber auf trockene Weißweine.

1959er-Riesling zur Hochzeit: Prinz Charles und Lady Diana in der Kutsche. Handschriftlicher Bruce-Willis-Dank.

Eine „delicious bottle of Riesling”

Wir schauen uns in einem Historienraum mit gläsernen Vitrinenschränken und Schaukästen um, die wichtige Dokumente unterschiedlichster Art aus früheren Tagen enthalten, von alten Büchern mit Zahlen aus den 1900er-Anfangsjahren der Domäne bis hin etwa zum Gästebucheintrag 1984 reichen, der an die Übergabe einer Schatzkammer-Kostbarkeit, einer 1916er-Schloßböckelheimer-Kupfergrube-Riesling-Auslese, an François Mitterand erinnert; außer Frankreichs Staatspräsident wirken auf dem beigefügten Foto auch noch Bundeskanzler Helmut Kohl und Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, ziemlich gut gelaunt. Gleich daneben eine Aufnahme aus dem Jahr 1981, die mit Erläuterung den britischen Thronfolger Prinz Charles und Lady Diana nach kirchlicher Trauung zeigt: „Bei der Hochzeitsfeier wird eine 1959er-Kupfergrube-Riesling-Trockenbeeren-Auslese gereicht.“ Unterhalb davon bedankt sich Bruce Willis schließlich handschriftlich für eine „delicious bottle of Riesling“ („köstliche Flasche Riesling“). Der US-Schauspieler, der ein 2013er-Bastei-G(roßes)G(ewächs) vom Gut Hermannsberg genossen hat, ist 1955 nicht weit von Niederhausen als Sohn eines amerikanischen Soldaten und einer Deutschen geboren. In Idar-Oberstein.               

Das schmucke Kurhaus-Parkhotel in Bad Kreuznach. Das Freiluftinhalatorium steht im Salinental.

Erst in die Kreis- und Kurstadt Bad Kreuznach

Wir sind in der Region unterwegs, fangen, wie Laura Heine, zuständig auf Gut Hermannsberg für Gästehaus, Events und Tagungen, es vorgeschlagen hat, mit Bad Kreuznach an. Kreis- und Kurstadt. Über 50 000 Einwohner. Versorgungs- und Gewerbezentrum für eine Gegend, in der laut Verwaltung 230 000 Menschen leben. Bis Bingen sind es Luftlinie etwa 15, bis in die Landeshauptstadt Mainz etwa 30 Kilometer. Erst haben die Kelten hier gesiedelt, dann die Römer. Die erste urkundliche Erwähnung findet 819 als Cruciniacum statt. Im Laufe der Geschichte ist die Stadt, die sich selbst mit Brückenfunktion zwischen Pfalz, Hunsrück, Rheinhessen und Rheinland sieht, sogar Teil von Frankreich und von Preußen gewesen. Die Altstadt ist malerisch. Es gibt die Burgruine Kauzenburg. Da sind Brückenhäuser, Crucenia-Therme, Kur-, Bäderhaus, Salinental, Römerhalle, Museum für Puppentheaterkultur, das alte Gerberviertel „Klein Venedig“ und Volkssternwarte. Von verschiedenen Klöstern wird berichtet, davon, dass man seit 1730 aus dem Wasser der Heilquellen Salz gewinnt, die Stadt als ältestes Radon-Sole-Bad der Welt und Rheumazentrum gilt, Kurbetrieb und Wellness eine wichtige Rolle spielen. Die Uferbereiche der Nahe und gleich zwei Kurparks – auch Bad Münster am Stein-Ebernburg gehört zu Bad Kreuzbach – gehen in eine reizvolle Naturlandschaft über, wild und romantisch.

Bad Kreuznacher Brückenhaus über der Nahe. Bastei heißt der Rotenfels-Aussichtspunkt, ...

Danach noch das Bergmassiv des Rotenfels hinauf

Auf dem Rückweg wandern wir über den auf dem Gebiet von Traisen liegenden, von der Nahe geschaffenen Rotenfels, dessen 202 Meter hohe und 1200 Meter lange Fels- als „größte Steilwand zwischen Alpen und Skandinavien“ gelten soll und auch erfahrenen Kletterern ein anspruchsvolles Revier bietet. Die auffallend rötliche Südwestwand hat übrigens dem insgesamt fast 330 Meter hoch aufragenden Berg ihren Namen gegeben. Zu dessen Füßen, wo Landesstraße und Bahn nahezu parallel durchs Tal der Nahe verlaufen, erstrecken sich die Weinlagen Traiser Bastei und Traiser Rotenfels. Das Bergmassiv ist zugleich Naturschutzgebiet, unter anderem wegen der Greifvögel dort.

... von dem aus viele Wanderwege abzweigen. Blick vom Rotenfels ins Tal der Nahe hinunter.

Tags darauf zunächst Halt in Kirn zu Füßen der Kyrburg

Am nächsten Tag. Diesmal die andere Richtung. Erst nach in Kirn. Mehr als 8000 Einwohner. Kleinstadt und Marktort mit der oberhalb gelegenen Kyrburg als Wahrzeichen. Fachwerkhäuser. Fürstliche Kellerei. Bismarcksäule. Burgruine Kallenfels. Schloss Amalienlust. Schloss Wartenstein. Dazu Ausgangspunkt für Hunsrück-, Schiefer-, Burgenstraße, Soonwaldsteig, Keltenweg Nahe-Mosel, Lützelsoon-Radweg sowie Nahe-Hunsrück-Mosel-Radetappe. Räuberhauptmann Schinderhannes alias Johannes Bückler soll sich oft in Kirn und Umgebung aufgehalten, 1796 samt Komplizen mehrfach Hammel gestohlen und an eine Kirner Metzgerei verkauft haben. Für andere Delikte habe man ihn mit 25 Stockhieben bestraft. Später nochmal gefasst und im Verlies des Kirner Rathauses eingesperrt, sei er in derselben Nacht übers Dach entkommen, habe sich auf dem Kirner Christkindsmarkt vergnügt und bald darauf in Hundheim seinen ersten Mord begangen.

Die Felsenkirche über Idar-Oberstein. Das Deutsche Mineralienmuseum befindet sich im Zentrum.  

Und dann mitten ins Edelsteinland nach Idar-Oberstein

Weiter nach Idar-Oberstein. Aus den Orten Idar und Oberstein entstanden. Über 28 000 Einwohner. Am südlichen Hunsrück-Rand gelegen. Franzosen-, Preußen-, Oldenburg-Herrschaft. Garnisons- und, seit dem Aufstieg Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten deutschen Schmuckzentrum neben Pforzheim, Hanau und Schwäbisch Gmünd, Edelsteinstadt. 35 Kilometer bis Kaiserslautern, 50 bis Trier. Natürliche Edelsteinvorkommen in der Region. Achat. Jaspis. Bergkristall. Viele Karat. Mittelalterliche Bebauung. Felsenkirche. Deutsches Edelsteinmuseum. Deutsches Mineralienmuseum. Edelsteinmine Steinkaulenberg. Historische Weiherschleife. „Traumschleifen“-Wanderweg. Und eben Bruce Willis! Seit 2007 Sonderbotschafter der Stadt, dem bei der Deutschland-Premiere seines Films „Stirb langsam 4.0“ eine 25 Kilo schwere sogenannte Amethystdruse überreicht worden ist, die sein neues Amt symbolisieren soll. Ein Amethyst, so erklärt es das Lexikon, gehört als „violette Varietät des Minerals Quartz“ zu den Edelsteinen; als Druse wird ein „unvollständig mit Kristallansammlungen verschiedener Art gefüllter ehemaliger Hohlraum im Gestein“ bezeichnet.

Funkelnde Souvenirs in der Fußgängerzone. Die Region ist auch vom Bergbau geprägt.

Am Kupferbergwerk Fischbach vorbei weiter nach Herrstein

Wir haben noch etwas Zeit. Ein Abstecher führt uns die Deutsche Edelsteinstraße entlang und am Kupferbergwerk Fischbach vorbei ins mittelalterliche Herrstein. Rund 800 Einwohner. Wohl im 11. Jahrhundert gegründet. 1279 erstmals als Sitz des Ritters Ruither von Heresteyn urkundlich erwähnt. Später an die zwischen Nahe und Mosel mächtigen Grafen von Sponheim übergegangen. Stadtrechte 1428. Die Franzosen schleifen Stadtmauer und Wehrtürme. Herrstein wird Kanton und Teil der französischen Republik. Befreiungskriege. Wiener Kongress. 1817 zusammen mit dem Fürstentum Birkenfeld Eingliederung ins Großherzogtum Oldenburg. Herrstein wird preußisch. Die Fachwerkhäuser im Ortskern sind, so geht es aus einer Informationstafel an einer der mächtigen Mauern hervor, wohl zwischen 1600 und 1800 errichtet worden.

Alte Lore vor dem Kupferbergwerk Fischbach. Fachwerkhäuser und Wehrturm in Herrstein.

Zum Schluss das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim

Schade! Wir schaffen zeitlich leider nur noch das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim. Wo zu sehen ist, wie die Menschen hier in den vergangenen fünf Jahrhunderten gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Um das anschaulich zu machen, werden seit Mitte der 1970er-Jahre historische Häuser vor Ort ab- und im malerischen Sobernheimer Nachtigallental originalgetreu wieder aufgebaut. Holz für Holz, Stein für Stein. 40 Gebäude in vier Baugruppen mit dörflichem Charakter weisen auf einem zwei Kilometer langen Rundweg mit Beschilderung auf die Hauslandschaften Nahe-Hunsrück, Mosel-Eifel, Rheinhessen und Mittelrhein-Westerwald hin. Dazwischen Hausgärten, Äcker, Wiesen und Weiden. Schafe, die blöken, Ziegen, die meckern. Hühner, die gackern. Gänse, die schnattern. Es ist spät geworden. Zu spät. Am nächsten Vormittag oben auf dem Gut noch ein Gespräch mit Chefkoch Florian Müller über die Küche der Region und unten ein Foto von der Brücke, auf der namentlich Luitpold, der königliche Bayer, grüßen lässt. Bloß die nach dem Schinderhannes benannte Höhle im Soonwald muss diesmal noch warten. Dann eben nächstes Mal. Kleiner Trost: Die Nahe soll doch schließlich sooo nahe sein ... Im früheren preußisch-bayerischen Grenzgebiet. Heute Rheinland-Pfalz.

Herrstein ist ein beschaulicher Ort, zu dem im Mittelalter aber auch der Pranger gehört hat.  

Info Nahe I

Der linke Nebenfluss des Rheins, lateinisch Nava, ursprünglich keltisch für „Wilder Fluss“, hat seine Quelle bei Selbach im Saarland, mündet nach 125 Kilometern bei Bingen in den Rhein, trennt die Mittelgebirge Nordpfälzer Bergland und Hunsrück sowie die Naturräume Saar-Nahe und Hunsrück. Am Lauf der Nahe liegen Ort wie Hoppstädten-Weiersbach, Idar-Oberstein, Kirn, Monzingen, Bad Sobernheim, Niederhausen, Bad Münster am Stein, Bad Kreuznach und Gensingen. Das gesamte Einzugsgebiet, das grob von der Rheinhessischen Schweiz über Donnersberg-Massiv, Nordpfälzer Bergland und Hunsrück bis zum Binger Wald reicht, umfasst 4065 Quadratkilometer. Typisch für die Region ist der häufige Wechsel zwischen engen Tälern mit schroffen Felshängen und weiträumig sanft geformten. Milde Temperaturen, wenig Niederschlag und viel Sonne begünstigen den Weinanbau. Die große Bodenvielfalt verdankt das Tal seiner bewegten, von Vulkanausbrüchen, monsunartigen Regenfällen oder auch trockenem Wüstenklima geprägten Erdgeschichte.  

Das Freilichtmuseum im malerischen Nachtigallental von Bad Sobernheim lohnt einen Besuch.

Info Nahe II

Das Weinanbaugebiet Nahe ist mit rund 4200 Hektar eines der kleinsten und doch vielfältigsten in Deutschland, vereint auf relativ kleiner Fläche die unterschiedlichsten topografischen und geologischen Charakteristika. Mit 8000 Litern pro Hektar steht die Qualität der Weine vor der Quantität. Mehr als 100 Schilder weisen auf 130 Kilometern den Weg zu Winzern in 35 Weinbaugemeinden. Zur Einquartierung empfehlen können wir in Niederhausen das Weingut Hermannsberg (ehemalige Weinbaudomäne, Gästehaus mit elf Doppelzimmern/Appartements/Suiten, stilvoll eingerichtet, inmitten von Weinbergen, www.gut-hermannsberg.de). Die bodenständige, eher herzhaft-deftige Küche der Region ist geprägt vom Einfluss aus Pfalz und Hunsrück. Kulinarische Spezialitäten reichen etwa vom süßen Latwersch-Brotaufstrich als Mus aus Pflaumen oder Zwetschgen mit verschiedenen Gewürzen über gefüllte Klöße und Wildgerichte bis zum Idar-Obersteiner Spießbraten. Getrunken wird neben Bier aus dem regionalen Brauhaus natürlich – Wein. Die Nahe ist für ihre Rieslinge bekannt. Information: Naheland-Touristik, Bahnhofstraße 37, 55606 Kirn, Telefon 06752-137610, www.naheland.net.

Wieder zurück in Niederhausen, wo die Luitpold-Brücke direkt nach Oberhausen hinein führt.

Service Anreise  

An die Nahe reist man zu deren mittleren Teil mit dem Auto am besten über die Autobahnen A60 aus Richtung Mainz oder die A61 aus Richtung Koblenz oder Richtung Mannheim/Ludwigshafen bis zur Abfahrt Bad Kreuznach und dann weiter über die B41 und die Landestraße 236 an. Die Bahn führt von Bad Kreuznach direkt an Niederhausen vorbei. Nächstgrößerer Flughafen ist zuletzt der 60 Kilometer entfernte in Hahn im Hunsrück gewesen. Bis zu dem in Frankfurt/Main sind es 85.

Lesen Sie auch

Im Rahmen unserer "Deutschland ist schön"-Serie über die Nahe sind nunmehr erschienen: Gut Hermannsberg Mehr Fluss, Felsen, Wein: Für Entdecker, Individualisten und Genießer Mehr "Ganz oben“: Der Weinbau in der Region Mehr Trotzdem filigran: Die Küche in der Region Mehr Mineralisch spannend: Ein erster Ausblick auf den neuen Weinjahrgang 2021 Mehr

KoCom/Fotos: Günther Koch

26. Oktober 2021