Donnerstag, 30. Juni 2022

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Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Audi S4

Diesmal im Test als 341-PS-Quattro-Diesellimousine

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der S4 von Audi ist zuletzt 2019 überarbeitet worden. Fotos: Koch

Den S4 hat Audi seit 1990 im Programm. Die sechste Generation steht seit 2016 am Start, ist zuletzt 2019 überarbeitet worden. Der S4 ist neben dem RS4 aktuell die zweite A4-Sportversion der Volkswagen-Premiumtochtermarke. Mit ihm sind die Ingolstädter im Umfeld vergleichbar sportlicher BMW-3er-M- und Mercedes-C-Klasse-AMG-Kompaktmodelle unterwegs. Wir haben den S4 jetzt als Quattro-Diesellimousine gefahren. 

Außen & Innen

Viertüriger Fünfsitzer. Modernes Design. Schon äußerlich sportlicher Gesamteindruck. Großer Wabenkühlergrill. Seitliche Lufteinlässe. Sauber verarbeitet. Wertig anmutend. 4,77 Meter lang, 1,84/2,02 Meter breit, 1,40 Meter hoch, Radstand 2,82 Meter, Kofferraum 420 Liter. Selbst im Fond noch recht geräumig. Sportsitze mit ordentlich Seitenhalt. Gute Übersicht. Im Testwagen optionales virtuelles Cockpit mit größerem Zentraldisplay und Smartphone-Interface verbaut, um Smartphone mit dem Auto zu verbinden und so auf Inhalte wie Navigation, Telefon, Musik und ausgewählte Apps zurückgreifen zu können.

Der große Wabenkühlergrill mit dem vier Markenringen dominiert die Frontpartie.

Motor & Umwelt

Sechszylinder-Hybrid-Turbodiesel mit elektrisch angetriebenem Verdichter und Mildhybrid-Technologie, beide Systeme eingebettet in serienmäßiges 48-Volt-Hauptbordnetz und mit Energierückgewinnung kombiniert. 3,0 Liter Hubraum. 251/341 kW/PS. Maximal 700 Newtonmeter Drehmoment bei 1750-3250 Umdrehungen pro Minute. In 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 250 Stundenkilometer Spitze. Acht-Stufen-Automatik. Quattro-Permanentallradantrieb. Mildhybridsystem mit 48-Volt-Technik verfügt über Management zur Energierückgewinnung. Kombinierter Verbrauch laut Datenblatt nach WLTP 6,3 Liter pro 100 Kilometer, was umgerechnet 167 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer entsprechen würde. Testverbrauch laut Bordcomputer 7,5 Liter.*

Blick auf die Modellkennung schon vorn und ins moderne Digitalcockpit der Marke.

Fahren & Sicherheit

Fahrwerksmäßig setzen die Ingolstädter auf Fünflenker-Achsen vorn und hinten. Das aufpreispflichtige S-Sportfahrwerk der leer 1795 Kilo schweren Sportlimousine mit elektronischer Dämpferregelung ist natürlich straffer abgestimmt, ohne es in der ausgewogeneren Grundauslegung mit der Härte zu übertreiben. Fahrdynamiksystem erlaubt, unterschiedliche Fahrmodi einzustellen. Die einzelnen Gänge des Getriebes sind sportlich-kürzer übersetzt. Bei der Art des Mittendifferenzials handelt es sich um ein selbstsperrendes. Das Differenzial hinten ist Standard. Der Quattro-Allradantrieb eben mit Sportdifferenzial erfolgt permanent, erhöht mit der Traktion zugleich die Stabilität beim Fahren. Die optionale Dynamiklenkung gibt direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen packen standfest zu. Unter anderem ein Assistenzpaket Stadt und ein Assistenzpaket Tour, ausgestattet jeweils mit einer ganzen Reihe moderner elektronischer  Hilfen, tragen im getesteten S4 bereits zum Standard-Insassenschutz teil.

Heck-/Seitenansicht des viertürigen Fünfsitzers und diesmal die Modellkennung hinten.

Serie & Extras

Die Ausstattung der S-Modelle ist generell etwas umfangreicher als die der normalen Serienbrüder, aber in der Regel auch teurer. So reicht die Liste der Sonderwünsche neben Dynamiklenkung (1000 Euro), S-Sportfahrwerk mit Dämpferreglung (1030 Euro), Ausstattungspaket Stadt (1120 Euro), Ausstattungspaket Tour (1300 Euro) und Quattro mit Sportdifferenzial (1350 Euro) in diesem Fall etwa noch vom Soundsystem (320 Euro) über Matrix-LED-Scheinwerfer (600 Euro), Virtual Cockpit (600 Euro), Drei-Zonen-Klimaautomatik (695 Euro), Leder (900 Euro) und Sportsitze vorn (925 Euro) und weiteren bis hin zu den 19-Zoll-Leichtmetallrädern mit 255er-Reifen (1200 Euro), was den Endpreis des Testwagens zum Schluss um rund 14 250 auf 81 055 Euro erhöht hat.

Das Gepäckabteil fast 420 Liter. Und so sieht die Sportlimousine von der Seite aus.

Preis & Leistung

Klar, auch die Anschaffungskosten, Grundpreis hier ab 66 750 Euro, sind Premium. Dafür gibt’s eine sehr sportlich ausgerichtete Stufenhecklimousine als Gegenwert, wobei die zweite Karosserievariante, der nutzwertigere S4 Avant, im Kombiland Deutschland wohl stärker nachgefragte sein dürfte. Das S4-Kombi-Pendant ist jedenfalls ab 68 400 Euro zu haben. Das Spitzenmodell der Baureihe, der RS4 Avant, beginnt bei 86 000 Euro. Die normale A4-Limousine fängt bei 36 350 Euro an, der normale Avant bei 38 060 Euro. Die Erdgasvariante findet sich ab 46 100 Euro in der Liste, der robustere Allroad Quattro ab 52 000 Euro. Insgesamt stehen in der Baureihe samt S und RS fünf Turbobenziner mit 150 bis 450 PS sowie vier weitere Turbodiesel mit 136 bis 286 PS zur Wahl.

Datenblatt

Motor: Sechszylinder-Mildhybrid-Turbodiesel. Hubraum: 3,0 Liter. Leistung: 251/341 kW/PS. Maximales Drehmoment: 700/1750-3250 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 250 Stundenkilometer. Getriebe: Acht-Stufen-Automatik. Antrieb: Permanentallrad. Umwelt: Testverbrauch 7,5 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP 167 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,3 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 66 750, mit Sonderausstattungen 81 055 Euro.

*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert mit normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)

KoCom/Fotos: Günther Koch

28. Februar 2022