Freitag, 20. Mai 2022

FB Logo für GK 1

GALERIA AUTO Suzuki erweitert Vitara-Palette mit 115-PS-Vollhybrid-Doppelherzkraft. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Citroën stellt Elektroautos vor und macht auf Kindersitz-Sicherheit aufmerksam. Foto: Günther Koch
GALERIA NUTZFAHRZEUGE Fiat setzt Zeichen mit Ulysse-, Scudo- und Ducato-Vollstromer. Foto: Rainer Waldinger
GALERIA AUTO Honda-Hybrid-Tage / Beispiel Jazz und HR-V / Auch Mond lockt die Japaner. Foto: Thorsten Weigel
GALERIA AUTO Cupra, die sportliche Seat-Tochter, kündigt nächste Modelle für 2024/2025 an. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO VW lässt neuen T-Roc weiter den Revoluzzer im Segtment spielen. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Toyota RAV4

Diesmal im Test als 222-PS-Hybrid Style Selection

Von Günther Koch/Life-Magazin

Den RAV4 mit neuem Hybridantriebsstrang hat Toyota 2020 vorgestellt. Fotos: Koch

Seit Marktstart 1994 hat Toyota den RAV4 weltweit über zehn Millionen Mal verkauft. Mit ihrem Mittelklasse-SUV, das wir jetzt als allradangetriebenen Hybrid in Style-Selection-Ausführung gefahren haben, sind die Japaner im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Ford Kuga, Opel Crossland und VW Tiguan unterwegs. Die jüngste ist die 2019 überarbeitete fünfte RAV4-Generation, auf deren Plattform nun auch der neue Suzuki Across entsteht.

Außen & Innen

Fünftüriger Fünfsitzer. Kantigeres Design. Sauber verarbeitet. Als Style Selection wertiger anmutend. Gegenüber Vorgänger leicht gewachsene Außenmaße. Kürzere Überhänge. 4,60 Meter lang, 1,85 Meter breit, 1,68 Meter hoch. 2,69 Meter Radstand. Bequemer Ein-/Ausstieg. Erhöhte Sitzposition. Ganz gute Rundumsicht. Ordentlich Platz selbst im Fond. Kofferraum 580 bis 1690 Liter. Cockpit mittlerweile übersichtlicher, Infotainment- und Navigationsbedienung aber nach wie vor teilweise umständlich. Geländetauglich mit Blick auch auf Unterbodenschutz, Böschungs-, Rampenwinkel, 19 Zentimeter Bodenfreiheit und Trailmodus. Leer bis zu 1825 Kilo schwer. Anhängelasten bis 1650 Kilo erlaubt.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn oberhalb des Kühlergrills.

Motor & Umwelt

Der 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 178 PS arbeitet mit 120/54-PS-Elektromotoren vorn/hinten zusammen, die zugleich für den Allradantrieb sorgen. Abgasnorm ist Euro 6d. Der Verbrenner verfügt über 221 Newtonmeter Drehmoment, bei den Elektromotoren sind es 202/121. In 8,1 Sekunden erreicht dieser Toyota mit 222 PS Systemleistung aus dem Stand Tempo 100, bei 180 die höchste Geschwindigkeit. In Verbindung mit der Stufenlosautomatik, die in diesem Fall die Kraft auf die Räder bringt, geben die Japaner zumindest im Datenblatt den Verbrauch im Mix mit maximal 4,5 Litern an. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende des zweiwöchigen Tests mit normalen Orts-, Landstraßen- und flotteren Autobahnfahrprofilen bei wechselnden Fahrprogrammen 6,4 Liter angezeigt.

Als Verbrenner arbeitet ein 2,5-Liter-Benziner unter der Haube. Blick ins Cockpit.

Fahren & Sicherheit

Fahrwerksmäßig ziemlich harmonischer, zugleich recht agiler Gesamteindruck. Die Lenkung könnte direkter sein. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, verzögern standfest. Niedriger Schwerpunkt durch Batterie im Fahrzeugboden. Mehr Stabilität und Komfort so beim Fahren. Verschiedene Fahrprogramme bis hin zu Eco. Elektromodus bis Tempo 135 ist Grundmodus. Automatischer Wechsel in Hybrid-/Powermodus, wenn mehr Leistung abgerufen wird. Sobald möglich, kehrt das System wieder in den Elektromodus zurück. Im Lademodus lädt sich der Akku während der Fahrt selbst wieder auf, etwa um später noch genug Strom fürs Unterwegssein in der Stadt zu haben. Stärkere Rückgewinnung von Energie ist einstellbar. Unter anderem Spurhalteassistenz mit aktiver Lenkunterstützung, Spurverfolgungsassistenz, Rückfahrassistenz mit Bremsunterstützung, Totwinkelwarner, Fahrradfahrer-, Fußgänger- und Verkehrszeichenerkennung tragen im Hybrid-RAV4 Style Selection bereits zum Standard-Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

LED-Scheinwerfer, schwarze Kontrastlackierung für Stoßfänger, Dach, Spiegel, Radhausabdeckungen und Seitenschweller, Zweizonen-Klimaautomatik, Multimedia, Achtzoll-Touchscreen, Digitalradio, Onlineservices, Smartphone-Einbindung, Adaptivtempomat, 360-Grad-Kamera-, Premium-Sound-, Smart-Key-System, beheizbares Lenkrad, digitaler Innenspiegel, elektrische Heckklappe, 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen. Sonderausstattungen wie Metallicfarbe, Stoffpolster-, /Ledernachbildung und Navigation haben den Grundpreis des Testwagens um 1067 auf 48 237 Euro erhöht.

Das Gepäckabteil fasst 580 bis 1690 Liter. Und so sieht der RAV4-Hybrid von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffungskosten, hier ab 46 390 Euro, sind nicht gerade wenig. Die Baureihe selbst fängt bei 29 990 Euro an, geht hoch bis 46 900 Euro. Der sonst einzig noch verfügbare Benziner hat 175 PS. Vorteil des erst 2020 vorgestellten Hybrid mit dem neuen Plug-in-Antriebsstrang: Das Leistungsvermögen ist hoch. Die Batterie hat mehr Kapazität. Die verbesserte Effizienz kann sich sehen lassen. Bei ihren Hybriden merkt man den Japanern die langjährige Hybriderfahrung an.

Datenblatt

Vierzylinder-Benziner plus zwei Elektromotoren. Hubraum 2,5 Liter. Leistung Benziner 131/178, Elektromotor vorn 88/120, hinten 40/54 kW/PS. Systemleistung 163/222 kW/PS. Maximales Drehmoment Benziner 221, Elektromotor vorn 202, hinten 121 Newtonmeter. Beschleunigung 8,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit 180 Stundenkilometer. Testverbrauch 6,4 Liter pro 100 Kilometer. Kombinierter Kohlendioxidausstoß 100-102 Gramm pro Kilometer bei angegebenen 4,4-4,5 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm Euro 6d. Grundpreis: 46 390 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

4. Januar 2021