Montag, 22. Juli 2024

FB Logo für GK 1

GALERIA AUTO Audis neues E-Auto-Laden in Metropolregionen. Foto: Audi
GALERIA AUTO Toyotas neuer Yaris Cross. Foto: Toyota
GALERIA AUTO Fiats neuer Elektro-600. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Die Honda-SUV im Dreier-Pack. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Mitsubishis Kleinwagen Colt ist wieder da. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Mission possible mit Abarths neuem Elektro-500e. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Der Kleine im Keller

Subaru-Jubiläum 70 Jahre / Mehr als nur Allrad, Gelände, Wald, Wiese / Impreza, Crosstrek für 2024 geplant

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der 360 ist der erste in Massenfertigung gefertigte Subaru gewesen. Fotos: Koch

Friedberg – Im Verwaltungsgebäude von Subaru Deutschland. Ein schnuckeliges, kleines Auto. Orange Farbe. 2,99 Meter lang, 1,30 Meter breit, 1,38 Meter hoch. 385 Kilo. Luftgekühlter Zweizylinder. Zwei-Takt-Reihenmotor. 365 Kubikzentimeter Hubraum. 16 PS bei 4500, 29 Newtonmeter bei 3000 Umdrehungen pro Minute. „Wir nennen es unsere Knutschkugel“, sagt Subaru-Deutschland-Chef Volker Dannath jetzt am Subaru-Tag in der Zentrale der Marke im hessischen Friedberg.

Blick zurück bis 1953

Anlass dafür, dass Dannath zurück in die Geschichte schaut und dabei auch auf das erste in Massenproduktion von 1958 bis 1970 gefertigte Modell der Japaner verweist, den kleinen 360er im Kellergeschoss, ist das Jubiläum, dass es die Marke mittlerweile schon seit 70 Jahren gibt. 1953 hatten sich fünf Unternehmen im damals neuen Fuji-Heavy-Industries-Konzern zusammengeschlossen, darunter mit Subaru eben auch eine Automobilsparte, bei der man heute immerhin nichts Geringeres für sich in Anspruch nimmt als der „größte Hersteller von Allrad-Pkw weltweit“ zu sein.

Der BRZ ist das aktuelle Sportcoupé. Die anderen Modelle sind schon etwas älter, ….

Verlässlich und bodenständig

Und doch: „Subaru ist eben nicht nur Allrad und Gelände, nicht nur Wald und Wiese, Jäger und Förster“, zählt der Deutschland-Chef genauso „Sportlichkeit und Boxermotor, Rallyesport und 24-Stunden-Rennen, Emotion, Sicherheit und Qualität, Verlässlichkeit und Bodenständigkeit“ auf. Genau auf diese Vielfalt soll die im Außenbereich draußen präsentierte historische Modellwelt aufmerksam machen. Die Marke steht für clevere Kleinwagen wie den 360. Sie hat den Allrad, der bei fast allen Subaru Standard ist, „aus dem rustikalen Geländewagen-Segment in die normalen Pkw-Klassen geholt“. Es fallen einzelne Modellnamen wie Leone, Station Wagon, Super Station Turbo, Justy, Forester, Outback, Impreza, WRX STi.

… während dieses Trio weiter aktiv bleibt, zu dem ebenfalls inzwischen der neue Solterra gestoßen ist.

Solterra ist erster Vollstromer

Aktuell sind die Japaner bei ihrem ersten vollelektrischen Modell, dem Crossover-SUV Solterra, und beim neuen Sportcoupé BRZ angelangt, beide aus der Zusammenarbeit mit Toyota entstanden. Dannath sieht sie „nicht nur als Impulsgeber auf dem Markt, sondern auch und gerade als Imageträger“. Vom BRZ habe der Hersteller Subaru in Deutschland für das laufende Jahr bereits komplett verkaufte 300 Einheiten zur Verfügung gestellt. Erwartet werde jedoch, noch ein weiteres Kontingent zu erhalten. Beim Solterra ist 2024 die Einführung des dreiphasigen Ladens für kürzere Ladezeiten vorgesehen. Ein Stylingpaket wertet die Baureihe auf. Spezielle Services sollen dazu beitragen, etwa die Innovationsprämien-Beantragung, das Installieren von Ladelösungen für zu Hause oder den alltäglichen Umgang mit dem Fahrzeug vor allem mit Blick auf das Nachladen zu erleichtern. Auf das Auto gibt es acht Jahre Voll-, auf die Batterie europaweite Mobilitätsgarantie und Servicepauschale.

Der Super Station Wagon als Blickfang. Schnittmodel der bewährten Globalplattform.

„Bester Kleinimporteur 2023“

Und was die Partner betrifft: Beim von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen/Geislingen durchgeführten Markenmonitor, der die Zufriedenheit der Händler mit dem Hersteller misst, sei man mit einer Gesamtnote von 2,34 zuletzt nicht nur bester kleiner Importeur 2023 geworden, sondern auch im Gesamtranking aller Marken auf einem „starken zweiten Platz gelandet – vor allen Volumen- und fast allen Premiumherstellern“, betont Dannath. Und das, obwohl sich die Zufriedenheit der Händler in der Branche insgesamt gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, die Zufriedenheit der Subaru-Händler sich hingegen sogar noch verbessert habe.

Ausblick bis 2028

Als Modellneuheit für 2024 kündigt der Deutschland-Chef die sechste Generation der kompakten Allrad-Schräghecklimousine Impreza mit weiteren Verbesserungen bei Karosseriesteifigkeit, Lenkung, Fahrdynamik, Sicherheit, Komfort, Infotainment und Vernetzung an. Schon Ende Januar steht zudem in der XV-Nachfolge der Start des kompakten Crossover-Allrad-SUV Crosstrek als E-Boxer-Mildhybrid bevor. Bis Ende 2026 sollen insgesamt vier neue SUV-Modelle auf den Markt kommen. Bis 2028 sind gleich acht neue Vollstromer geplant. Wie in den 1950er-Jahren alles angefangen hat, das lässt sich in Ansätzen in Friedberg nachvollziehen. Im Kellergeschoss der Subaru-Deutschland-Verwaltung. Am kleinen 360. Der übrigens am Ende sogar als „Pionier des Volksautos in Japan“ in die Automobilgeschichte eingegangen ist.

KoCom/Fotos: Günther Koch

12. Oktober 2023