Dienstag, 16. April 2024

FB Logo für GK 1

GALERIA AUTO Renault hat Clio aufgewertet / Benziner, Autogas, Vollhybrid. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Alfa Romeo Giulia und Stelvio auch wieder als Quadrifoglio. Foto: Alfa Romeo
GALERIA AUTO Toyota Prius jetzt formschön und leistungsstärker / Nur Plug-in. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Mitsubishis Kleinwagen Colt ist wieder da. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Mission possible mit Abarths neuem Elektro-500e. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Typ Urlaub

Citroën setzt bei erstem Campervan auf Retro außen und Moderne innen / Basis für ganze Reihe ist Spacetourer

Von Günther Koch/Life-Magazin

Type Holidays (links) und Type H bei der Weltpremiere. Fotos: Koch/Citroën

Düsseldorf – Citroën steigt als eigenständiger Hersteller in den Markt für umgebaute Campervans ein. Als erstes Modell kündigt Deutschland-Sprecher Christopher Rux jetzt bei der Weltpremiere zum Düsseldorfer Caravan-Salon den Type Holidays zugleich als Auftakt einer ganzen „Holidays“-Produktreihe an. Die Preise will Citroën erst zu Beginn 2024 nennen.

Frontpartie des Campervans mit Doppelwinkel-Kühlergrill.

Hommage an Legende

Beim Type Holidays, dem Urlaubstyp, handelt es sich um eine komfortabel ausgestattete Hommage an den legendären, von 1948 bis 1981 gebauten Typ-H-Kleintransporter der Franzosen, an den insbesondere das wellige Retro-Exterieur aus glasfaserverstärktem Kunststoff erinnert. Der Wagen baut sonst auf dem modernen Spacetourer der mittlerweile zum Stellantis-Konzern gehörenden Marke mit dem Doppelwinkel im Emblem auf.

Dieselantriebe sind sehr wahrscheinlich. Blick ins Cockpit.

Umbauer aus Slowenien

Seit jeher stehe Citroën für „Freiheit, individuelle Mobilität und gemeinsames Reisen“, verweist Rux darauf, mit dem auf dem Design des italienischen Karosseriebauers Caselani basierenden Modell die Position als „zweitgrößter Anbieter von Reisemobilen in Europa“ zu festigen. Der langjährige Partner aus Italien habe bereits einige „Neo Retro“-Karosserien für Citroën entworfen, darunter erst kürzlich die für den Berlingo 2CV Fourgonnette. Was die Umbauten selbst betrifft, arbeitet Citroën da mit Bravia Mobil aus Slowenien zusammen.

Die Vordersitze sind drehbar. Platz gibt’s ordentlich.  

Immer mehr steigen um

Der Reisemobilmarkt wächst laut Rux nach wie vor. Die eigene strategische Entscheidung wertet der Sprecher als Antwort auf das „gesellschaftliche Bedürfnis nach Freiheit, Individualität und Nähe zur Natur“. Immer mehr stiegen auf Campervans um, die praktisch überall hinfahren könnten und mit einer Höhe von weniger als zwei Metern auf jeden Parkplatz und in die meisten Garagen passten, „sei es in der Stadt oder am Strand“. Zudem seien sie täglich, sprich das ganz Jahr über, nutzbar. Mittlerweile würden in Europa jährlich rund 90 000 Campervans verkauft, mehr als die Hälfte aller Freizeitfahrzeuge. Das Campervan-Leben sei vor allem bei Jüngeren beliebt, biete uneingeschränkte Reisefreiheit, „aber eben auch“, fügt Rux hinzu, „den nötigen Komfort“.

Blick auf die Küchenzeile. Der Tisch ist klappbar.

Für bis zu vier Personen

Was den Spacetourer auszeichnet, damit kann auch der Type Holidays punkten. Er wirkt insgesamt recht geräumig, bietet zahlreiche Annehmlichkeiten, zu denen etwa die beiden praktischen Schiebetüren an der Seite gehören. Sie erleichtern das Ein- und Aussteigen, sorgen für bessere Belüftung. Das Heckfenster lässt sich separat öffnen. Das Aufstelldach, unter dem zwei Personen schlafen können, ermöglicht außerdem, aufrecht im Wohnraum des Fahrzeugs zu stehen. Die zweireihige Sitzbank ist ebenfalls in ein Zwei-Personen-Bett umfunktionier- oder beispielsweise für mehr Stauraum komplett herausnehmbar. Die beiden Sitze vorn sind zum Wohnbereich des Fahrzeugs hin drehbar. Die Küchenzeile setzt sich aus Kochfeld, Spüle und Kühlschrank zusammen. Der Klapptisch ist dafür da, wenn man beispielsweise essen oder arbeiten will. Gleich mehrere Schränke eignen sich zum Verstauen von Gepäck. Eine Standheizung sorgt für Wärme.

Stauraum ist vorhanden. Schaltzentrale für Klima und Licht.

Vertrieb über Händler

Citroën sieht einen „Vertrieb aus eigener Hand“ vor, also über das Händlernetz der Marke. „Eine Rechnung für den Kunden“, verspricht Rux. Beim Vertrieb in neun Ländern liege der Fokus auf Deutschland. Schließlich soll nach vorläufiger Planung mehr als jedes zweite Citroën-Campingmodell hierhin gehen. Zwei neue Namen, zwei neue Modelle: Neben dem Type Holidays bereiten die Franzosen danach auch noch die Einführung der Variante Holidays ohne das Type im Namen vor. Die Enthüllung ist für Oktober geplant. Schaut man auf das Basismodell, den bis zu 5,30 Meter langen Spacetourer, treiben den ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 145 und einer mit 180 PS an. Die Standardversion ist unter anderem mit Eco-LED-Scheinwerfern, Klimaautomatik, Radio, Zehn-Zoll-Touchscreen, Chiné-Sitzen und 17-Zoll-Stahlfelgen bestückt, die einzige darüber mit Metalliclack, Navigation, Rückfahrkamera und 17-Zoll-Leichtmetallrädern.

Marken-/Modellschriftzug hinten. Seitenansicht.

Der weitere Fahrplan

Nach der Type-Holidays-Weltpremiere in Düsseldorf steht die des Holidays noch im Herbst an. Bestellstart für beide – gerechnet wird mit einem Basispreis von rund 55 000 bis 60 000 Euro für den schwächeren Antrieb mit Basispaket – soll Januar sein, ehe der Marktstart im weiteren Frühjahrsverlauf folgt. Sollten Ihnen übrigens beim genaueren Hinsehen die Kulleraugen-Scheinwerfer des Type Holidays irgendwie bekannt vorkommen: Sie stammen von einer italienischen Schwestermarke aus dem Konzern: „Aus dem Fiat 500“, betont Rux.     

KoCom/Fotos: Koch/Citroën (7)

25. August 2023