Montag, 6. Februar 2023

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Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Generation fünf

Fiat-Doblò-Neuauflage wieder als Personenwagen und als Transporter / Erstmals auch Vollstromer

Von Günther Koch/Life-Magazin

Egal ob Personenwagen oder Transporter: Der Doblò kommt kompakt, geräumig und funktionell daher. Fotos: Koch

Frankfurt/Main – Die Konkurrenz ist nicht gerade klein, reicht etwa von Konzernkonkurrenten wie Citroën Berlingo, Opel Combo und Peugeot Partner sowie vergleichbaren Ford Tourneo/Transit, Mercedes-Benz Citan und Renault Kangoo bis hin zum Caddy von VW: Mit dem neuen, gerade in Frankfurt/Main vorgestellten Doblò hat Fiat samt Professional-Nutzfahrzeugsparte die fünfte Generation des Modells am Start. Es gibt ihn als Kombi, als Kastenwagen und als Multicab. Die Transporter fangen preislich ohne Mehrwertsteuer bei 21 100 Euro an. Der Kombi ist ab 24 050 Euro zu haben. Die beiden bei 31 550 und 41 490 Euro beginnenden Elektro-Doblò sind erstmals im Programm.      

Elektrifizierung geht weiter

Mit Einführung der Vollelektro-Variante – es handelt sich dabei um das jeweils dritte rein batterieelektrische Fahrzeug der beiden Stellantis-Konzernmarken Fiat und Fiat Professional nach dem Elektro-500 und dem Elektro-Ulysse beziehungsweise nach dem Elektro-Ducato und dem Elektro-Scudo – setzen die Italiener die Elektrifizierung ihrer Baureihen fort, sehen bis 2024 alle neuen Modelle in Europa mit vollelektrischem Antrieb vor, planen, ab 2027 eine vollelektrische Modellpalette anzubieten. Der Doblò als Personenwagen und als Transporter soll sowohl den Ansprüchen von Familien wie auch der gewerblichen Nutzer gerecht werden.

Der Doblò als Elektro-Kastenwagen. Blick ins recht übersichtliche Cockpit.

Kastenwagen auch noch als Verbrenner

Komfort ist demnach eines der Entwicklungsziele gewesen, „um die Bedürfnisse von all jenen zu berücksichtigen, die ihr Fahrzeug acht oder mehr Stunden am Tag nutzen“, hebt die Deutschland-Organisation von Fiat und Fiat Professional mittlerweile mit Sitz am Stellantis-Deutschland-Konzernstandort Rüsselsheim hervor. Ziel sei, mit Schalldämmung und einer Federung, die Stöße und Vibrationen reduziere, ein stressfreies Arbeitserlebnis zu ermöglichen. Den Elektro-Doblò als Fahrzeug besonders für die Stadt hätten die Entwickler auf Leistung, Funktionalität, Nutzlast und Vielseitigkeit getrimmt. Als Kastenwagen ist der Doblò auch mit Verbrenner lieferbar.

Modellschriftzug hinten. Hinter den Doppeltüren öffnet sich ein großer Laderaum.   

Ladevolumen größer und mehr Ladelänge

Das Ladevolumen der Transporter ist um 0,5 Kubikmeter, die Ladelänge auf bis zu drei Meter für Gegenstände wie Rohre oder Leitern gewachsen. Um noch mehr Platz zu schaffen, kann der Sitz auf der Beifahrerseite hochgeklappt, das darunter liegende Fach für Kisten oder zerbrechliche Gegenstände genutzt werden. Außerdem gibt es einen drehbaren Ablagetisch, der die Kabine bei Bedarf in ein mobiles Büro verwandelt. Darüber hinaus soll der digitale Innenrückspiegel mit 12,7 Zentimetern Display-Diagonale Sicht und Sicherheit mit gleich drei verschiedenen Darstellungen verbessern.

Der Doblò als Elektro-Personenwagen. Die Cockpits sind weitgehend identisch.

Multicab variabler durch verschiebbare Trennwand

Auch in der vollelektrischen Version bietet der Cargo-Doblò bis zu 800 Kilo Nutzlast, kann zwei Europaletten laden; in der Version mit Verbrenner sind bis zu 1000 Kilo Nutzlast möglich. Der Kastenwagen mit langem Radstand erreicht maximal 4,4 Kubikmeter Ladevolumen. Die Multicab-Karosserie mit langem Radstand ermöglicht mehr Variabilität zwischen Sitz- und Laderaum dank einer verschiebbaren Trennwand, die es erlaubt, den Laderaum oder die Fahrgastsitze je nach Bedarf anzupassen. Neben der Elektroversion sind auch zwei Vierzylinder-Turbodiesel erhältlich mit 1,5 Litern Hubraum und wahlweise 74/100 kW/PS und Schaltgetriebe oder mit 96/130 kW/PS und Schaltgetriebe oder Achtgang-Automatik. Der 1,2-Liter-Benziner leistet 81/110 kW/PS.

Große Ladeklappe, großes Gepäckabteil. Seitlich ist je eine Schiebetür eingebaut.

Mit separat zu öffnendem Fenster am Heck

Als nur 4,4 Meter langer und dadurch wendigerer Pkw kann der Elektro-Doblò immerhin noch Lasten bis 750 Kilo ziehen. Praktisch sind die drei umklappbaren Einzelsitze in Reihe zwei mit serienmäßiger Befestigung für Kindersitze auf allen drei Plätzen hinten. Das separat zu öffnende Fenster in der Heckklappe erleichtert das Laden in engen Parklücken. Beim Elektro-Doblò sind Mode3-Ladekabel und Elf-Kilowatt-Ladeanschluss Standard. Der aus dem Konzern bekannte Elektromotor ist 100/136 kW/PS, im Drehmoment maximal 260 Newtonmeter stark. Die mit bis zu 100 Kilowatt Gleichstrom in 30 Minuten zu 80 Prozent aufladbare Batterie verfügt über 50 Kilowattstunden Kapazität, womit im kombinierten Zyklus Reichweiten bis zu 280 Kilometer möglich sein sollen. In der Spitze ist der vollelektrische Dobló bis Tempo 130 schnell. Drei Fahrmodi – Normal (für den Alltagsverkehr), Eco (für geringeren Energieverbrauch), Power (für mehr Spitzenleistung) – stehen zur Wahl.

Eine ganze Reihe elektronischer Hilfen

17 Sicherheits- und Fahrassistenzen zählen die Italiener für den in Spanien gebauten Doblò auf. Sie reichen beim Kombi serienmäßig etwa von der Verkehrszeichenerkennung über aktive Sicherheitsbremse und Spurhaltehilfe mit Lenkeingriff bis zum Früh-, Müdigkeits- und Frontalaufprallwarner.

KoCom/Fotos: Günther Koch

25. Oktober 2022