Montag, 6. Februar 2023

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Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Gereifter Charakter

BMW bietet neuen X1 gleich in neun verschiedenen Motorisierungen an / Erstmals auch als Vollstromer

Von Günther Koch/Life-Magazin

BMW X1, hier als Allrad-Elektrovariante iX1 xDrive30. Fotos: Koch

Regensburg – Mit dem X1 steigen die, die sich für dieses kompakte SUV entscheiden, in die Welt der X-Modelle von BMW ein. Die Münchner haben gerade in Regensburg, wo der X1 vom Band läuft, nicht nur dessen dritte Generation seit 2009 vorgestellt, sondern im Rahmen einer geführten ersten Prototypen-Ausfahrt auch den elektrischen iX1. Der im Premiumbereich der unteren Mittelklasse im Umfeld etwa von Audi Q3, Jaguar E-Pace, Mercedes GLA und Volvo XC40 unterwegs befindliche X1 fängt preislich künftig bei höheren 41 400 Euro an. Der Vollstromer ist ab 55 000 Euro zu haben.

Mit moderner Displaykombination

Das Auto: Der markanter und geräumiger vorfahrende X1, 4,50 Meter lang, 1,84 Meter breit, 1,64 Meter hoch, Radstand 2,69 Meter, Kofferraum je nach Motorisierung 490 bis 1495, 500 bis 1545 oder 540 bis 1600 Liter, macht schon optisch viel mehr her, ist in allen äußeren Abmessungen gewachsen, unterstreicht den robusten Charakter mit iX- und X3-Anleihen wie schärfer modellierten Flächen, Kanten, betonten Radhäusern und auffälligem Chrom noch stärker. Die Aerodynamik ist, gut nicht zuletzt für den Vollstromer, noch besser geworden. Innen gibt’s mehr Platz. Man sitzt bequem, genießt ordentliche Rundumsicht. Praktisch, dass die Rückbank bei den Verbrennern verschiebbar ist. Im Digitalcockpit mit nur noch wenigen Reglern und Knöpfen dominiert das Curved Display aus 10,25-Zoll-Informations- und 10,70-Zoll-Kontrollbildschirm mit rahmenlos gebogener Glasoberfläche auf. Auch wenn der Fokus längst auf Touch- und Sprachbedienung liegt, gestaltet sich die Bedienung doch ziemlich intuitiv, ist überraschend schnell im Griff.

Der X1 ist aktuell die dritte Generation. Drei- und Vierzylinder stehen zur Wahl.

Benziner, Diesel, Mildhybrid, Plug-in und Elektro

Der Antrieb: Ist alles verfügbar, stehen drei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner, die zwei stärken als Mildhybrid mit 48-Volt-Technologie, integriertem Startergenerator und 14/19 kW/PS zusätzlicher elektrischer Leistung, zur Wahl, dazu drei Vierzylinder-Turbodiesel, die beiden stärkeren wiederum als Mildhybrid, zwei Dreizylinder-Plug-in-Hybrid aus Verbrennungs- und Elektromotor sowie schließlich die Elektroversion. Abgasnorm ist die Euro-6d. Die Aggregate sind 1,5 und 2,0 Liter groß. Sie leisten 100/136 bis 240/326 kW/PS, stellen maximal 230 bis 494 Newtonmeter Drehmoment bereit, beschleunigen die leer 1575 bis 2085 Kilo schweren X1, die Lasten von 1,5 bis 2,0 Tonnen ziehen können, in 5,6 bis 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schaffen 180 bis 233, rein elektrisch bei den Plug-in 140 Stundenkilometer Spitze. Front- oder Allradantrieb ist möglich. Im Elektro-iX1, dessen Reichweite die Münchner nach WLTP mit Blick auf die 64,7-Kilowattstunden-Batterie bei einem Stromverbrauch im Schnitt von 16,8 bis 18,1 Kilowattstunden mit 417 bis 440 Kilometern angeben, überträgt eine Ein-Gang-Automatik die Kraft auf die Räder, sonst tut dies ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Laut BMW reicht der kombinierte Spritkonsum bei den Versionen mit Verbrennern von 0,7 bis 7,2 Liter pro 100 Kilometer, was umgerechnet 15 bis 163 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer entsprechen würde.

Blick ins sportliche Cockpit. Der Basisdiesel-Kofferraum fasst 540 bis 1600 Liter.

Neben der Basis- noch Effizienz- und Sporteinstellung

Das Fahren: Wir sind im Basisdiesel auf Tour gegangen. Schon mit ihm ist man trotz vergleichsweise mageren 110/150 kW/PS, aber dank recht starkem Drehmoment doch druckvoll unterwegs, insbesondere dann, wenn der Sportmodus eingestellt ist. Neben der Basis- gibt es auch noch die Effizienz-Einstellung. Die zwar straffe, aber dennoch ausgewogene Abstimmung des Fahrwerks ist erneut gelungen, denn es federt bei aller flotteren Ausrichtung immer noch ausreichend komfortabel. Leichtbauweise, höhere Steifigkeit, verlängerter Radstand und breitere Spur wirken sich positiv auf das Handling aus. Für Technik-Interessierte: Eine spezielle Begrenzung des Radschlupfs sorgt mit schnelleren und exakteren Regeleingriffen für noch bessere Traktion und Stabilität beim Fahren. Die Lenkung gibt direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen packen standfest zu. Das optionale M-Adaptivfahrwerk ist mit elektronischer Dämpferregelung, Tieferlegung und Sportlenkung kombiniert. Und was den Vollstromer betrifft, der vorn und hinten jeweils über eine Elektromaschine verfügt, kann der in der Tat auf Anhieb mit Power und Performance punkten.

Der iX1 fährt vollelektrisch vor. Ein Elektromotor sitzt vorn, der andere hinten.

Der Serienumfang ist erweitert worden

Die Ausstattung: Über dem Basismodell gibt es nunmehr nur noch zwei weitere mit Namen X-Line und M-Sport. Hinzu kommen individuell zusammengestellte Ausstattungspakete. Zu ausgewählten Serienausstattungen gehören etwa schon LED-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten, Dachreling, Stoßfänger-Verkleidung vorn/hinten, Sportlederlenkrad, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, automatische Heckklappen-Betätigung, Digitalcockpit, gebogene Displaykombination mit 10,25-Zoll-Kombiinstrument und 10,70-Zoll-Zentraldisplay, Navigation, Vernetzung, Smartphone-Einbindung, Digitalradio, Aufmerksamkeitsassistenz, Spurverlassens-, Frontkollisionswarner mit Bremseingriff, Ausweich-, Parkhilfe, Rückfahrkamera, Performance-Kontrolle sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 205er-Reifen. Die motorisierungsabhängige Ausstattung beim Elektro-iX1 und den hybridisierten Modellen reicht etwa vom Ladekabel für öffentliches Laden über den flexiblen Schnelllader bis hin zum akustischen Fußgängerschutz.

Das Cockpit ist weitgehend identisch. Das Gepäckabteil hier fasst 490 bis 1495 Liter.

Ausstrahlung bleibt robust

Alles in allem: Die Einstiegspreise haben sich aufgrund des erweiterten Serienumfangs erhöht. Die Ausstrahlung bleibt robust. X1 und iX1 verfügen über vielseitige Funktionalität. Insgesamt wirkt der Premiumcharakter gereift. Kein Wunder, dass der X1 zuletzt teilweise sogar noch vor dem bisherigen Volumenmodell, dem 3er, schon zum Bestseller avanciert ist.

Datenblatt

Motor: Drei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner, drei Vierzylinder-Turbodiesel, zwei Dreizylinder-Plug-in-Hybrid, eine Elektrovariante. Hubraum: 1,5, 2,0 Liter. Leistung: 100/136 bis 240/326 kW/PS. Maximales Drehmoment: 230 bis 494 Newtonmeter. Beschleunigung: 5,6 bis 9,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 190 bis 233 Stundenkilometer. Antrieb: Front-, Allradantrieb. Getriebe: Ein-Gang-, Sieben-Gang-Doppelkupplungs-Automatik. Umwelt: Laut BMW kombinierter Verbrauch pro 100 Kilometer nach WLTP 0,7 bis 7,2 Liter, 15 bis 163 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer, Stromverbrauch beim iX1 16,8 bis 18,1 Kilowattstunden, Reichweite 417 bis 440 Kilometer. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 41 400 bis 49 450 Euro (Benziner), 43 950 bis 50 150 Euro (Diesel), 47 550/49 950 Euro (Plug-in-Hybrid), 55 000 Euro (Elektrovariante).    

KoCom/Fotos: Günther Koch

26. September 2022 (zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2022)