Donnerstag, 30. Juni 2022

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Lauf, Jogger, lauf!

Dacia vor Einführung des neuen Crossovers / Fünf- und Siebensitzer / Benziner und Autogas-Varianten

Von Günther Koch/Life-Magazin

Beim Jogger setzt Dacia auf Familie, Freizeit und Beruf. Fotos: Dacia

Nizza – Er sieht aus wie ein SUV, kommt in der Länge eines Mittelklasse-Kombis daher, ist geräumig wie ein Van: Mit dem gerade im südfranzösischen Nizza vorgestellten, ab 13 990 Euro teuren neuen Jogger tritt die auf preiswerte Modelle getrimmte rumänische Renault-Tochtermarke Dacia gegen Konkurrenten wie Citroën Berlingo, Opel Combo, Peugeot Rifter, Renault Kangoo oder VW Caddy an. Marktstart bei uns ist März 2022.  

Mit robusterer Offroad-Optik

Das Auto: Dacia kündigt seinen Jogger als Crossover-Modell für Familie, Freizeit und Beruf. Es gibt ihn als Fünf- oder Siebensitzer, 4,54 Meter lang, 1,78 Meter breit, 1,63 Meter hoch, 2,89 Meter Radstand, Kofferraum je nach Sitzkonfiguration 607/160 bis 1819/1807 Liter. Das neue Modell, das „Mobilitätsansprüche von Kombi- und Van-Fahrern“ erfüllen soll, wirkt für sein Segment solide verarbeitet, mutete in höherer Ausstattung sogar wertiger an. Zum Äußeren gehört eine robustere Offroad-Optik mit kurzen Überhängen, Dachreling, 20 Zentimeter Bodenfreiheit, kraftvoller ausgeprägten Kotflügel, eingezogenen Flanken und angedeutetem Unterfahrschutz vorn und hinten. Ein- und Ausstieg werden bei dieser Art von Crossover stets gelobt. Selbst im Fond ist noch ordentlich Platz vorhanden. Im recht übersichtlichen Cockpit liegen die Anzeigen gut im Blick. Die Rundumsicht geht in Ordnung. Hinzu kommen eine für Dacia recht moderne Komfortausstattung, moderne Elektronikhilfen, Vernetzung und schadstoffärmere Motoren.

Beim typischen Dacia-Gesicht ist es geblieben. Das Markenlogo sitzt vorn im Kühlergrill.

Dreizylinder leisten 101 und 110 PS

Der Antrieb: Zwei Turbobenziner stehen zur Wahl, die beide auch mit Autogas gefahren werden können. Dabei handelt es sich um 1,0-Liter-Dreizylinder mit 101 und 110 PS. Sie stemmen Drehmomente von 160/170 bis 200 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, beschleunigen diese Dacia in 10,5 bis 13,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 172 bis 183 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen in den Frontantrieblern die Kraft auf die Räder. Den Mixverbrauch pro 100 Kilometer gibt Dacia nach WLTP mit 5,6 bis 7,8, den kombinierten Kohlendioxidausstoß pro Kilometer mit 118 bis 138 Gramm an, zumindest im Datenblatt.

Die Lichtsignatur ist ziemlich markant. Blick ins sehr übersichtlich gestaltete Cockpit.

Für Lasten bis 1,2 Tonnen am Haken

Das Fahren: Dacias sind keine Sänften, aber auch vom Fahrwerk her ehrliche, wenn auch eben robustere Autos. Für Technik-Interessierte: Die Achse vorn ist kombiniert mit unteren Querlenkern und Querstabilisator, die mit dem Namen Koppellenker hinten mit Schraubenfedern. Bei der Lenkung handelt es sich um eine servounterstützte elektrische. Was die Bremsen betrifft, sind vorn innenbelüftete Scheiben und hinten Trommeln verbaut. Der Jogger bringt leer 1251 bis 1327 Kilo auf die Waage, kann Lasten bis 1,2 Tonnen ziehen. Ab Werk sind serienmäßig 16-Zoll-Stahl-, in den beiden höchsten Ausstattungen 16-Zoll-Leichtmetallräder mit 205er-Reifen aufgezogen.

Die Autogas-Anzeige weist auf die Reichweite hin. Heck-/Seitenansicht des Fünftürers.

Von Essentiel bis Extreme+

Die Ausstattung: Die vier Lines heißen Essentiel, Comfort, Extreme und Extreme+. Schon im Basismodell sind etwa modulare Dachreling, Front-/Heckschürze im SUV-Look, Multimedia und Geschwindigkeitsbegrenzer Standard. Ab den Stufen darüber gehören unter anderem Klimaanlage, 8-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Einbindung, Tempopilot, Einparkhilfe hinten, Lenkrad in Lederoptik, Regensensor und Outdoor-Designtouch, dann Klimaautomatik, Rückfahrkamera, schlüsselloses Zugangs-/Startsystem und ausziehbare Klapptische hinten sowie schließlich Navigation, Einparkhilfe vorn, Totwinkelwarner, elektrische Parkbremse und Sitzheizung zum Grundumfang.

Der Modellschriftzug darf nicht fehlen. Und so sieht der Crossover von der Seite aus.     

2023 dann erster Hybrid

Alles in allem: Der Preis ist – wie immer bei Dacia – ein Wort. Bei Autos dieser Marke weiß man, was man hat oder auch nicht. Schon das Einstiegsmodell lässt sich mit Autogas fahren. Der reine Benziner steht ab 14 490 Euro in der Liste. Der Siebensitzer, dessen Sitze in Reihe drei umklapp- und ausbaubar sind, ist ab 14 790 Euro zu haben. 2023 soll der erste Hybrid bei Dacia aus 1,6-Liter-Benziner, zwei Elektromotoren und bis zu 40 Prozent geringerem Spriterbrauch die Motorenpalette des Joggers abrunden, der auf einer modularen Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz aufbaut.   

Datenblatt

Motor: Zwei Dreizylinder-Turbobenziner, jeweils auch mit Autogas fahrbar. Hubraum: 1,0 Liter. Leistung: 74/101, 81/110 kW/PS. Maximales Drehmoment: 170/2000-3500 (160/2000-3750), 200/2900-3500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,5 bis 13,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 172 bis 183 Stundenkilometer. Umwelt: Kombinierter Verbrauch nach WLTP 5,6 bis 7,8 Liter pro 100 Kilometer, 118 bis 138 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 13 990 bis 17 990 Euro (Fünfsitzer), 14 790 bis 18 790 Euro (Siebensitzer).

KoCom/Fotos: Dacia

27. Januar 2022