Diesmal im Test als 110-PS-Mildhybrid Max
Von Günther Koch

Es hat ihn schon einmal deutlich kleiner gegeben, so langsam scheint er jedoch erwachsen zu werden: Wir haben den C3 der französischen Stellantis-Konzernmarke Citroën jetzt als (Mild-)Hybrid mit Automatik in Max-Ausführung zur Probe gefahren. Auto: Fünftüriger Fünfsitzer. Segment: Kleinwagen. Produktion: Slowakei, Serbien. Eingeführt: 2002 erste Generation als (Saxo-Nachfolger). 2009 zweite Generation. 2017 dritte Generation. 2024 vierte Generation. Konkurrenten: Aus deutscher Sicht Opel Corsa, VW Polo. Schwestermodell auf Konzernebene Fiat Grande Panda. Sonst Dacia Sandero, Honda Jazz, Peugeot 208, Renault Clio, Toyota Yaris. Länge:4,01 Meter. Breite: 1,75/1,83 Meter. Höhe: 1,56/1,57 Meter. Radstand: 2,54 Meter. Leergewicht: 1200/1226 Kilo. Design: Futuristisch. Ähnelt kleinem SUV. Verarbeitung: Solide. Anmutung: In höherer Max-Ausstattung wertiger. Innenraum: Ordentlich Platz vorn und hinten. Noch ganz gute Rundumsicht. Gepäckabteil: 300/310 bis 1200 Liter. Cockpit: Modern. Weitgehend digital. Übersichtlich. Besonderheit Headup-Display in schmaler Informationsleiste knapp unterhalb der Windschutzscheibe integriert. Lenkrad sportlich abgeflacht. Bedienung: Ruhig etwas mehr Zeit dafür nehmen, um später alles sinnvoll nutzen zu können. Antrieb*: Dreizylinder-Mildhybrid-Benziner mit im System 110 PS. Kombiniert mit Sechs-Stufen-Doppelkupplungsautomatik. Fahren: Wie beim ebenfalls gerade getesteten Stellantis-Peugeot 408 profitiert der Hybrid-Citroën von der Doppelherzkraft, kann zwar zügiger, aber durchaus auch spritsparender zu Werke gehen. Fahrwerk: Tendenz Richtung Komfort. Aber auch Sportlichkeit bleibt auf dem Radar. Lenkung: Wirkt etwas künstlich. Könnte direktere Rückmeldung von der Straße geben. Bremsen: Verzögern standfest. Räder: 17-Zoll-Leichtmetall. Ausstattungen: You, Plus, Max. Zwei Sondermodelle. Collection, Outdoor. Ordentliches Serien-, Sicherheits- und Komfortpaket mit wichtigsten elektronischen Assistenzen (www.citroen.de). Baureihe: Fängt preislich bei 16 290 Euro für den You an, beim Plus kommen 3410, beim Max 2000 Euro hinzu. Neben dem Hybrid stehen noch Dreizylinder-Turbobenziner mit 101 sowie die ab 20 140 Euro teure ë-C3-Elektrovariante mit 113 PS zur Wahl. Fazit: Vergleichsweise günstiger Kleinwagen. Ziemlich geräumig. Gute Fahrleistungen. Eher niedriger Verbrauch. Und der Aircross-C3 im Abenteuer-Look ist samt Vollstromer ab 19 190/26 640 Euro auch noch da.
Technische Daten
Motor: Dreizylinder-Benziner plus 48-Volt-Elektromotor. Hubraum: 1,2 Liter. Leistung: (Verbrenner) 74/101, (Elektromotor) 15,6/21, (System) 81/110 kW/PS. Maximales Drehmoment: 205/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 160 Stundenkilometer. Antrieb: Vorderrad. Getriebe: Sechs-Stufen-Doppelkupplungsautomatik. Umwelt: Testverbrauch laut Bordcomputer 5,6 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP kombiniert 114 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,0 Liter Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6e. Grundpreis: 21 000 Euro.
*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert auf normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)
KoCom/Fotos: Günther Koch
26. Oktober 2026

