DS setzt neue Namennomenklatur konsequent fort / Die Antriebe der Franzosen sind entweder teil- oder vollelektrifiziert

Auch der No7 ist ein eher avantgardistisches Modell der französischen Stellantis-Marke DS. Foto: Dino Eisele
Von Günther Koch
Flörsheim/Wicker – Das kann der DS7 für sich verbuchen: Er ist 2018 das erste eigenständig entwickelte Modell der 2014 gegründeten, eher avantgardistischen Pariser Premium- und Stellantis-Konzernmarke DS Automobiles gewesen. Aktuell steht der gerade statisch im Flörsheimer Stadtteil Wicker vorgestellte neue DS No7 am Start, Einstiegspreis ab 47 700 bis 78 450 Euro.
Vorher mit Crossback-Zusatz
Rückblick. Die Franzosen haben dem kompakten C-Segment-SUV damals noch den Zusatz Crossback im Namen gegeben Der DS7 hat sich gut verkauft, in seinem letzten vollen Verkaufsjahr 2025 allein rund 70 Prozent der DS-Verkäufe bei uns ausgemacht, rechnet die DS-Deutschland-Organisation vor.
DS No4, DS No8 schon im Programm
2026 dann erneuert der Hersteller erstmals in seiner in der Tat noch jungen Markengeschichte ein Modell vollständig – bis hin zur Tatsache, dass in der neuen Nomenklatur aus dem DS7 der DS No7 wird, gesprochen DS Nummer Sieben. DS No4 und DS No8 finden sich bereits im Programm. Schwestermodelle auf Konzernebene sind etwa Jeep Compass, Opel Grandland oder Peugeot 3008.
Als Hybrid oder mit vollelektrischem Antrieb
Wie der DS No8 baut auch der in Italien vom Band laufende DS No7 – 4,66 Meter lang, 1,90 Meter breit, 1,63 Meter hoch, Radstand 2,79 Meter, Kofferraum 515/560 bis 1525/1570 Liter – auf einer Stellantis-Medium-Plattform auf. Er bietet vorerst einen Hybrid- und drei vollelektrische E-Tense-Antriebe von 107/145 über 169/230 und 180/245 bis 257/350 kW/PS an, dazu Akkus mit 73,7 und 97,2 Kilowattstunden und Reichweiten laut DS bis 740 Kilometern, auf der Autobahn bis 480. Zudem hat DS schon einen noch stärkeren Hybrid angekündigt.
Mit Handwerkskunst als Markenzeichen
Das Design des DS No7 wirkt insgesamt harmonisch. Die Linienführung sorgt für mehr Aerodynamik. Was äußerlich sonst noch auffällt, ist die markante Lichtsignatur. Wie bei den übrigen Modellen weisen die Franzosen darüber hinaus immer wieder vor allem auf ihre Handwerkskunst als Markenzeichen, auf das Uhrenarmband-Design der Sitze, Perlenstiche, Holzdekor und, insbesondere natürlich in Deutschland, auf „Leder von bayerischen Bio-Kühen“ hin. Die fünf anfänglichen Ausstattungsniveaus heißen Palace, Étoile und La Première für die Erstauflage. Außerdem gibt es fünf verschiedene Interieurs, optionale Bi-Ton-Lackierung etwa mit schwarzem Dach sowie 18 bis 21 Zoll große Felgen.
Auf Komfort ausgelegt, ruhige Atmosphäre
Auch wenn die dynamische Fahrpräsentation noch aussteht: Der NS No7 ist komplett auf Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk ist kamerabasiert entsprechend mit optionaler Federung abgestimmt. Guter Akustik- und Wärmekomfort deutet sich an. Wer will, kann sich sogar über einen Nackenwärmer in den Vordersitzen freuen. Wichtige Elektronikhilfen sind an Bord. In Sachen Multimedia werten etwa 16-Zoll-Touchscreen, Sprachsteuerung und kabellose Smartphone-Einbindung die Ausstattung auf. Der fünftürige Fünfsitzer strahlt innen eine insgesamt ruhige Atmosphäre aus.
Technische Daten
Motor: Ein Dreizylinder-Hybrid, drei Elektroversionen. Hubraum: 1,2 Liter (Hybrid). Leistung: Hybrid im System 107/145 plus elektromäßig 21/28 kW/PS, Verbrenner 100/136 kW/PS, Elektroversionen 169/230, 180/245, 257/350 kW/PS. Maximales Drehmoment: 51, 343 343, 509 Newtonmeter. Beschleunigung: 5,4 bis 10,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 190 bis 201 Stundenkilometer. Antrieb: Front, Allrad. Getriebe: Elektrische Sechsgang-Doppelkupplungsautomatik, Elektroautomatik mit fester Übersetzung. Batterie (für Elektroversionen): 73,7, 97,2 Kilowattstunden. Elektrische Reichweite: Laut DS kombiniert 504 bis 734, in der Stadt 629 bis 910 Kilometer. Ladezeiten: Schnellladen von 20 auf 80 Prozent in 27 bis 31 Minuten, sonst komplett 2,35 bis 15,05 Stunden. Umwelt: Laut DS kombiniert 120 bis 122 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,3 bis 5,4 Liter Mixverbrauch pro 100 Kilometer. Stromverbrauch 16,1 bis 18,2 Kilowattstunden. Abgasnorm: Euro 6e. Grundpreis: Hybrid ab 47 700, Elektroversionen ab 56 300 bis 78 450 Euro.
KoCom/Fotos: Dino Eisele
5. Mai 2026


