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Jaguar bietet bei XE und XF neue Allradversionen mit Diesel an / Beide Male mit 180-PS-Diesel kombiniert

Von Günther Koch/Life-Magazin

Jaguar erweitert bei der Sportlimousine XE das Modellprogramm. Foto: Koch 

Innsbruck/Kitzbühel – Auch Jaguar sieht diesen Trend: „Die Nachfrage nach Allradfahrzeugen steigt weltweit“, stellen die Briten jetzt aus Anlass der Fahrvorstellung der neuen XE- und XF-Allradvarianten von Innsbruck nach Kitzbühel in Österreich fest. Damit erweitert Jaguar zum Modelljahr 2017 das Programm seiner zwei im Umfeld etwa von Audi A4, BMW 3er oder Mercedes-C-Klasse positionierten Sport- und Businesslimousinen.

In Kombination mit 180-PS-Turbodiesel

Erstmals ist der traktionsfördernde Antrieb in beiden Fahrzeugen nun mit dem 180 PS starken Turbodiesel zu haben. Im XE, wo die Preise für den im Mai in den Handel kommenden 20d AWD bei 41 900 Euro starten, fungiert er als exklusive Allradoption, im XF, wo der ab Juni vorgesehene 20d AWD ab 47 660 Euro erhältlich ist, ergänzt er die bisher schon angebotenen Allradversionen mit Sechszylinder-Benziner.

Nur dann, wenn es die Verhältnisse erfordern

Torque on Demand nennen die Briten ihr System, das über die serienmäßige Achtstufen-Automatik bedarfsgerecht Drehmoment „nur dann in Richtung Vorderachse verteilt, wenn es“, so Allradspezialistin Emma Penney, „die Verhältnisse erfordern“. Mit Hilfe der Regelstrategie, bei Jaguar Intelligent Driveline Dynamics genannt, bewahrten die XE- und XF-Allradler so den „typischen Heckantriebscharakter“ eines Jaguar, womit unterm Strich eine sportlichere Fahrweise gemeint ist.

Jaguar erweitert beim XE das Modellprogramm. Fotos: Koch
Jaguar erweitert beim XE das Modellprogramm. Fotos: Koch
Jaguar XE: Blick unter die Haube auf den 180-PS-Turboselbstzünder.
Jaguar XE: Blick unter die Haube auf den 180-PS-Turboselbstzünder.
Jaguar XE: Blick ins Cockpit.
Jaguar XE: Blick ins Cockpit.
Jaguar XE: Die Sportlimousine gibt es jetzt auch als Diesel mit Allrad.
Jaguar XE: Die Sportlimousine gibt es jetzt auch als Diesel mit Allrad.

Dynamik des Heckantriebs bleibt erhalten

Jaguar-Frau Penney erklärt die in nur 165 Millisekunden auf Allrad umschaltende Elektronik so: Unter normalen Fahrbedingungen sind 100 Prozent des Drehmoments auf der Hinterachse. Die Dynamik eines Heckantrieblers einschließlich des direkten Lenkgefühls bleibt erhalten. Die bei Fahrzeugen mit Permanentallrad sonst unvermeidlichen Reibungsverluste im Antriebsstrang entfallen laut der Expertin.

Mit der aus dem F-Type bekannten Regelstrategie

Wie viel Drehmoment tatsächlich nach vorn gelangt, entscheidet die aus dem F-Type bekannte Regelstrategie, die zusammen mit anderen Assistenzsystemen vernetzt ist. „Meldet sie, dass zum Beispiel die Hinterreifen an ihre Traktionsgrenze kommen, wird nahtlos Drehmoment an die Vorderräder geleitet“, betont Penney: „Umgekehrt ist sie in der Lage, über eine geänderte Kraftverteilung und die daraus folgende ‚Gierdämpfung’ ein Übersteuern in schnellen Kurven zu unterbinden.“

Jaguar ergänzt zum Modelljahr 2017 auch beim XF das Portfolio.
Jaguar ergänzt zum Modelljahr 2017 auch beim XF das Portfolio.
Jaguar XF: Blick unter die Haube auf den 180-PS-Turboselbstzünder.
Jaguar XF: Blick unter die Haube auf den 180-PS-Turboselbstzünder.
Jaguar XF: Blick ins Cockpit, hier bei einem Rechtslenker.
Jaguar XF: Blick ins Cockpit, hier bei einem Rechtslenker.
Jaguar XF: Die Businesslimousine gibt es jetzt auch als Diesel mit Allrad.
Jaguar XF: Die Businesslimousine gibt es jetzt auch als Diesel mit Allrad.

Aufbauend auf Land Rovers Terrain-Response-System

Die Intelligenz dieses Systems mache ferner aus, dass es die Fahrbahn „regelrecht lesen“ könne. Es löse damit das vorher anwählbare „Winter“-Fahrprogramm ab. Aufbauend auf der Terrain-Response-Elektronik der Geländewagen-Schwestermarke Land Rover würden Kennfelder und Programme von Drosselklappe, Automatikbox und Stabilitätskontrolle der jeweiligen Situation entsprechend angepasst, was es erlaube, den Wagen über den gesamten Geschwindigkeitsbereich hinweg auch unter schwierigeren Bedingungen weitgehend sicher zu manövrieren.

Nunmehr fünf statt vorher nur vier Ausstattungsstufen

Der nur 2,0 Liter große Vierzylinder-Turbo stemmt durchzugsstärkere 430 Newtonmeter schon früh ab deutlich unter 2000 Touren auf die Kurbelwelle, macht den betreffenden XE in der Spitze 225, den XF 222 Stundenkilometer schnell. Was den Verbrauch betrifft, finden sich für die leer 1615 und 1700 Kilo schweren Limousinen im Mix günstigstenfalls 4,7 und 4,9 Liter Diesel so zumindest im Datenblatt. Fünf statt vier Ausstattungsstufen stehen zur Wahl. Neu ist die hochwertiger bestückte British Design Edition auf R-Sport-Basis zusätzlich etwa mit Metalliclack, dazu zehnfach elektrisch verstellbaren Sportsitzen in perforiertem Leder, Infotainmentsystem und 19/20-Zoll-Leichtmetallrädern.

Datenblatt

(XE 20d AWD/XF 20d AWD) Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 132/180 kW/PS. Maximales Drehmoment: 430/1750-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,9/8,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 225/222 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Jaguar Mixverbrauch 4,7/4,9 Liter pro 100 Kilometer, 123/129 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer. Preis: 41 900 bis 45 800 Euro (XE 20d AWD), 47 660 bis 52 710 Euro (XF 20d AWD).

KoCom/Fotos: Günther Koch

9. Mai 2016

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