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by admin

Hyundai setzt mit sportlicheren N-Lines auf weitere Emotionalisierung der Marke

Von Günther Koch/Life-Magazin

Schon als N-Line, bald auch als echter N? Hyundai-Kompakt-SUV Tucson. Fotos: Koch/Hyundai

Taufkirchen – In der Hyundai-Markenarchitektur spielt der Buchstabe N unter dem Stichwort Performance spätestens seit 2017, als das Kompaktklassen-Powerpaket i30N mit bis zu 275 PS auf den Markt gekommen ist, eine wichtige Rolle. N für den koreanischen Entwicklungsstandort Namyang, N für die Erprobungsstrecke, die Nordschleife des Nürburgrings. Inzwischen rollt auch der Fastback genannte i30N mit Fließheck als Hochleistungsserienmodell auf unseren Straßen. Und die Koreaner legen nach, haben in Taufkirchen bei München gerade ihre neuen N-Line-Ausstattungen vorgestellt.

Hyundai i30N als kompaktes 2,0-Liter-Turbobenziner-Powerpaket mit 275 PS.

Eigenes Label

Dabei geht es laut Marketing-Chef Till Wartenberg um die weitere Emotionalisierung der Marke, deren N-Label Basismodell, N-Line, N-Modelle, Sondermodelle und Motorsport umfasst. Hyundai-Deutschland-Produktmanagement-Leiter Oliver Gutt verweist auf schon mehr als 10 000 i30N-Bestellungen seit Markteinführung, was immerhin einem Anteil von 25 Prozent am i30-Fünftürer bei uns entspricht, nennt die i30N „Game Changer“, die die Karten im Segment neu mischen, und geht beim i30-Modellmix für 2019 hierzulande von zusammen nicht unerheblichen 24 Prozent für i30N und i30 Fastback N aus.

Blick unter die Haube auf den aufgeladenen Vierzylinder im Fließheck-i30 Fastback N.

Fünf Fahrprofile

Die können dank speziellem Kurvendifferenzial, verstärkter Vorderradaufhängung, Direktlenkung, Sportsitzen, Performance-Reifen und Möglichkeit der Abschaltung des elektronischen Schleuderschutzes in der Tat als Kurvenräuber punkten. Machen mit Launch Control, Overboost-Funktion zur kurzzeitigen Erhöhung des Drehmoments, Querverstrebung, Hochleistungsbremsen und stattlichen Rundenzeiten auf Rennstrecken eine gute Figur. Erlauben, die schon äußerlich schnittigeren, zudem modern vernetzten N-Hyundai mit adaptivem Sportfahrwerk, Zwischengasfunktion, Soundmanagement und verschiedener Fahrassistenzen als Sportwagen im Alltag zu bewegen, wobei von Normal über Eco Sport und N bis Custom (für Individual) fünf Fahrprofile zur Verfügung stehen.

So sieht der normale Fünftürer in der i30-Baureihe in N-Line-Ausführung aus.

Auch für Tucson

Sind die N-Modelle klar Richtung Performance positioniert, sollen die für die normalen i30, i30 Fastback und seit April auch für den Kompakt-SUV Tucson lieferbaren N-Lines designmäßig sportliche Akzente setzen. Beim Exterieur gehören N-Line-Kühlergrill, N-Line-Front- und Heckschürze, LED-Rückleuchten, dunkel getönte Scheiben hinten und Leichtmetallräder mit Sportbereifung zum Grundumfang. Beim Interieur reicht es von den Sportsitzen vorn über N-Line-Sportlenkrad, N-Line-Lederschaltknauf, Sportpedale in Aluminiumoptik und Ziernähte in Kontrastfarbe bis zum schwarzen Dachhimmel. Standards in technischer Hinsicht sind laut Gutt das verbesserte Ansprechverhalten des Motors, der nachgeschärfte Klang der Abgasanlage und das optimierte Fahrwerk.

Auch Hyundais Kompakt-SUV Tucson tritt mit N-Line schon äußerlich deutlich sportlicher auf.

Wer es ambitionierter mag

Die N-Line-Aufpreise reichen beim normalen i30, der bei 17 460 Euro beginnt, von 1900 bis 3500 Euro; als N-Line ist er ab 23 600 Euro zu haben. Der i30 Fastback startet bei 22 450 Euro, der mit N-Line bei 25 250 Euro. Der Tucson findet sich ab 22 970 Euro in der Liste, als N-Line ab 34 550 Euro. Fürs größere Budget derjenigen, die doch ambitionierter unterwegs sein wollen: Der i30N kostet ab 33 100, der i30N Fastback ab 33 700 Euro. Zum Vergleich: Einen Golf GTI Performance mit 245 PS lässt sich VW mit 34 895 Euro bezahlen. Sind i30N und i30N Fastback anfangs übrigens auch noch als 250-PS-Varianten des 2,0-Liter-Turbobenziners angeboten worden, tauchen sie mittlerweile in der betreffenden Übersicht nicht mehr auf, wohl wegen zu geringerer Nachfrage.

„N-Story geht weiter“

Im Januar 2019 hat der i30 Fastback N für dieses Jahr den Anfang der Produktneuheiten der Marke in Deutschland gemacht. Es schlossen sich im Februar das Kona-Sondermodell Iron Man, im April der 1,6-Liter-Turbodiesel-Tucson mit 48-Volt-Bordnetz und eben N-Line an. Für Juli ist das Facelift des Ioniq Hybrid und Plug-in-Hybrid vorgesehen, im September das für den Elektro-Ioniq. Im November kommt der 1,6-Liter-i30-Turbodiesel ebenfalls mit 48-Volt-Bordnetz in den Handel. Zwei neue Hyundai hat Produktmann Gutt allerdings auf seinem entsprechenden Chart bei der Präsentation in Taufkirchen noch verhüllt gelassen, den einen im September, den anderen im Dezember. Ob sich darunter schon der nächste Hyundai N-Thusiast mit mehr AdreNalin verbirgt, der Tucson N? „Die N-Story“, sagt jedenfalls Marketingmann Wartenberg, „geht weiter.“

KoCom/Fotos: Günther Koch/Hyundai

11. Mai 2019

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