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Auto im Alltag

Fiat 600

by admin

Diesmal im Test als 1,2-Liter-Dreizylinder-Mildhybrid

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der aktuelle Fiat 600 ist bei uns seit 2023 am Start. Foto: Koch

Er ist auch für Einsatzzwecke, bei denen ein vollelektrischer Antrieb „noch nicht praktikabel“ ist“: Wir haben den Fiat 600 der italienischen Stellantis-Konzernmarke jetzt als Hybrid zur Probe gefahren. Auto: Fünftüriger Fünfsitzer. Oberhalb des kleineren Fiat 500 positioniert. Nachfolger vom Fiat 500X. Segment: Klein-SUV. Produktion: Polen. Eingeführt: 1955 (bis 1969) als normales Verbrennermodell. 1998 (bis 2009) unter dem Namen Seicento (italienisch für 600) als Kleinstwagen. Ab 2023 dann in der größeren Version wieder als 600er. Konkurrenten: Auf Konzernebene die technisch eng verwandten Jeep Avenger, Opel Corsa und Peugeot 2008. Länge: 4,17 Meter. Breite: 1,77/1,98 Meter. Höhe: 1,52 Meter. Radstand: 2,55 Meter. Leergewicht: 1280 Kilo. Design: Abgerundet. Gefällig. Mit markantem Kühlergrill und Beplankungen über den Radhäusern und seitlichen Schwellern. Verarbeitung: Für die Klasse standesgemäß. Anmutung: In der La-Prima-Variante wertiger. Innenraum: Wie beim Vollstromer: Man sitzt ziemlich bequem. Die Rundumsicht geht in Ordnung. Instrumentierung und Anzeigen liegen ganz gut im Blick. Vorn ist einigermaßen Platz vorhanden, hinten dürften zu dritt lediglich größer Gewachsene etwas Probleme mit der Knie-, Ellbogen- und Kopffreiheit haben. Gepäckabteil: Immerhin noch 385 bis 1256 Liter. Cockpit: Klare Linien. Schnörkellos. Deshalb auch übersichtlich. Bedienung: Rasch im Griff. Antrieb*: Dreizylinder-Benziner mit 110 oder 145 PS. Kombiniert mit komfortablem Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Fahren: Recht flott. Elektromotor hilft Verbrenner beim Anfahren mit zusätzlicher Leistung und sofort zur Verfügung stehendem Drehmoment. Erlaubt bei geringen Geschwindigkeiten vollelektrisches Fahren. Das Laden erfolgt während der Fahrt. Gibt Boost-Effekt beim Beschleunigen. Entschleunigen trägt zur Energie-Rückgewinnung bei. Fahrwerk: Unterm Strich recht ausgewogen. Lenkung: Wirkt etwas künstlich. Könnte direktere Rückmeldung geben. Bremsen: Verzögen standfest. Ausstattung: Nur zwei Lines. Basis und La Prima. Für die Klein-SUV-Klasse ordentliches Serien-, Sicherheits- und Komfortpaket mit wichtigsten elektronischen Assistenzen. Räder 16/17/18-Zoll-Leichtmetall mit 215er-Reifen. Details unter www.fiat.de. Baureihe: Startet preislich bei knapp 25 500 Euro. La Prima ist ab fast 27 500 Euro zu haben. Der 156-PS-Vollstromer mit bis zu 409, innerorts bis zu 604 Kilometern Reichweite findet sich ab 36 490 Euro in der Liste. Fazit: Wie der Fiat 600 Elektro soll auch der ebenfalls nicht gerade preisgünstige Fiat 600 Hybrid mit italienischem Stil, coolen Ausstattungsdetails und innovativen Technologien punkten, Stil, Nachhaltigkeit und so etwas wie die jugendliche Seele der Marke verkörpern. Eines kann er jedenfalls schon für sich verbuchen, nämlich selbst in Sachen Familie ein durchaus familienfreundliches Fahrzeug zu sein. Wie schon der Vorgänger aus den 1950er-Jahren. Schließlich ist auch Fiat Italien.

Technische Daten

Motor: Dreizylinder-Benziner plus Elektromotor für Mildhybridauslegung mit 48-Volt-Technologie. Hubraum: 1,2 Liter. Leistung: (Verbrenner) 74/100, 100/136, (Elektromotor) 21/29, (System) 81/110, 107/145 kW/PS. Maximales Drehmoment: (Verbrenner) 205, 230, (Elektromotor) 55 Newtonmeter. Beschleunigung: 10,5/8,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 184/200 Stundenkilometer. Antrieb: Front. Getriebe: Sechs-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Umwelt: Laut Fiat Mixverbrauch jeweils 4,8-4,9 Liter pro 100 Kilometer, 109 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm: Euro-6C-D. Grundpreis: 25 490 Euro (Basis), 27 490 Euro (La Prima).

*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert auf normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)

KoCom/Fotos: Günther Koch

28. April 2025

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