Diesmal im Test als 65-PS-Mildhybrid Torino
Von Günther Koch

Der Hybrid-Fiat 500 steht seit 2025 bei uns am Start. Foto: Günther Koch
Es gibt ihn, auch wenn er so klein ist, gleich in drei Karosserievarianten als Limousine, als Cabrio und als praktischere 3+1-Version mit zweiter Tür auf der Beifahrerseite: Wir haben den Fiat 500, italienisch Cinquecento, jetzt als Hybrid in Torino-Sondermodell-Ausführung zur Probe gefahren, benannt nach Turin und dem Turiner Stadtteil Mirafiori mit dem historischen Fiat-Werk dort. Auto: Dreitüriger Viersitzer. Konzipiert für Stadtverkehr und Kurzstrecke. Segment: A-Segment-Kleinstwagen. Oberhalb vom aktuellen Einstiegs-Fiat Topolino platziert. Produktion: Italien. Eingeführt: 1957 bis zur Produktionseinstellung 1975. 2007 Neuauflage. 2020 Elektroversion. 2025 Hybrid. Konkurrenten: Im Premiumbereich Mini-Dreitürer, im Volumenbereich Hyundai i10, Kia Picanto, Suzuki Swift. Länge: 3,63 Meter. Breite: 1,68/1,87 Meter. Höhe: 1,53 Meter. Radstand: 2,32 Meter. Leergewicht: 1066 Kilo. Design: Aufgefrischt. Knuffig. Kultig. Pfiffig. Ikonisch. Verarbeitung: Recht solide. Anmutung: Wertiger als zuvor. Innenraum: Platzmäßig vorn noch ganz gut. Hinten insbesondere für größer Gewachsene deutlich beengter. Ein-/Ausstieg im Fond beschwerlich. Verbesserte Materialqualität. Gepäckabteil: 185 bis 550 Liter. Cockpit: Sicht nach hinten eingeschränkt. Kleiner Monitor. Schaltstock griffgünstig platziert. Bedienung: Eigentlich rasch im Griff. Antrieb*: 48-Volt-Mildhybrid mit 65 PS samt Riemen-Starter-Generator, der wie ein Elektromotor fungiert. Kombiniert mit teils hakeliger Sechsgang-Handschaltung. Fahren: Für vibrationsfreiere Laufkultur fehlt der vierte Zylinder. Brummiger Benziner, aber relativ sparsam. Elektrischer Boost unterstützt Anfahren/Beschleunigen. Energierückgewinnung. Batterie lädt während des Fahrens ganz ohne Stecker selbst auf. Fahrwerk: Genauso sicheres wie vergleichsweise wendig-agil-flinkes Fahrverhalten. Servolenkung: Elektrisch. Könnte noch direkter sein. Bremsen: Vorn Scheiben. Hinten Trommeln. Verzögern ordentlich. Räder: 16-Zoll-Leichtmetall mit 195er-Reifen. Ausstattung: Pop, Icon, La Prima plus zum Marktstart Torino-Einführungsauflage. Überschaubares Serien-, Sicherheits- und Komfortpaket mit wichtigsten elektronischen Assistenzen (www.fiat.de). Baureihe: Fängt preislich bei 19 990 Euro an, geht hoch bis 24 990. Getestetes Torino-Sondermodell ab 21 990 Euro. Elektroversion je nach Akku mit 190/320 Kilometern Reichweite ab 25 990, Performance-Modell Abarth ab 35 990 Euro. Fazit: Klein, aber fein. Die Knutschkugel ist geblieben. Die Glubschaugen sind es Gott sei Dank auch.
Technische Daten
Motor: Dreizylinder-Benziner plus Riemen-Starter-Generator als Mildhybrid ausgelegt. Hubraum: 1,0 Liter. Leistung: 48/65 kW/PS. Maximales Drehmoment: 92 Newtonmeter. Beschleunigung: 16,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 155 Stundenkilometer. Antrieb: Front. Getriebe: Sechsgang-Handschaltung. Umwelt: Testverbrauch laut Bordcomputer 5,8 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP kombiniert 119 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,3 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro 6d. Grundpreis: 21 990 Euro
*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert auf normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)
KoCom/Fotos: Günther Koch
3. August 2026

