Diesmal im Test als GT Exclusive Plug-in
Von Günther Koch
Der 408 von Peugeot ist 2026 überarbeitet worden. Fotos: Günther Koch
Markenintern hat er sich zwischen 3008 und 5008 einsortiert: Wir haben das von der Anordnung der vorderen Lichtsignatur her zuletzt als Säbelzahn-Tiger der Branche bekannt gewordene kompakte Fließheckmodell 408 der französischen Peugeot-Tochtermarke des Stellantis-Konzerns gerade als Plug-in-Hybrid in GT-Exclusive-Ausführung zur Probe gefahren. Auto: Fünftüriger Fünfsitzer. Segment: Zwischen Kompakt- und Mittelklasse. Produktion: Frankreich. Eingeführt: 2010 erste Generation als klassische Stufenhecklimousine. 2014 zweite Generation primär für China. 2023 dritte Generation als Fastback-Crossover-SUV. 2026 Überarbeitung. Konkurrenten: Aus deutscher Sicht Mercedes-Benz CLA Shooting Brake. Sonst Alfa Romeo Junior, Citroen C4X/C5X, Cupra Formentor, Renault Arkana/Rafale. Länge: 4,68 Meter. Breite: 2,06 Meter. Höhe: 1,48 Meter. Radstand: 2,78 Meter. Leergewicht: 1781/1869 Kilo. Design: Futuristischer. Sportlicher. Eleganter. Fließheck fällt coupéhaft immer stärker nach hinten hin ab. Verarbeitung: Solide. Anmutung: Als G(ran)T(urismo) wertiger. Innenraum: Ordentlich Platz. Selbst im Fond. Üppigere Beinfreiheit. Sicht nach hinten etwas eingeschränkt. Mitteltunnel höher und breiter. In Teilen Hartplastik-Materialien. Gepäckabteil: Beim Plug-in nur 415 bis 1483, bei der Elektroversion 468 bis 1542, beim Hybrid 536 bis 1611 Liter. Cockpit: Modernes i-Cockpit. Digitales gemischt mit Analogem. Relativ kleiner Zehn-Zoll-Monitor für Infotainment und Navigation. Schmales Display. Griffiges kleineres Sportlenkrad mit Abflachungen oben und unten. Bedienung: Anfangs ruhig etwas mehr Zeit dafür nehmen, um später alles sinnvoll nutzen zu können. Antrieb*: Im System 177-PS-Plug-in-Hybrid aus Verbrenner und Elektro. Kombiniert mit elektrifizierter Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Fahren: Druckvoller dank Doppelherzkraft. Lasten nur bis 1290 Kilo. Fahrwerk: Eher komfortabel. Ohne das Sportliche aus den Augen zu verlieren. Lenkung: Wirkt etwas künstlich. Könnte direktere Rückmeldung von der Straße geben. Bremsen: Sorgen für standfeste Verzögerung. Räder: 20-Zoll-Leichtmetall mit 245er-Reifen. Ausstattungen: Vier. Allure Plus. Allure Business. GT Plus. GT Exclusive. Bemerkenswertes Serien-, Sicherheits- und Komfortpaket mit wichtigen elektronischen Assistenzen (www.peugeot.de). Baureihe: Fängt preislich bei 42 420 Euro an, geht hoch bis 56 470. Drei Motorisierungsvarianten. Hybrid, Plug-in, Elektro. 107/145, 177/241, 157/213 kW/PS. Fazit: À la française. Moderner Plug-in. Zwar ungewöhnliche Form. Dennoch vorzeigbarer Familienwagen. Gute Mischung aus Eleganz, Geräumigkeit, Sportlichkeit und Komfort.
Technische Daten
Motor: Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: (Verbrenner) 132/180, (Elektromotor) 92/125, (System) 177/241 kW/PS. Maximales Drehmoment: (Verbrenner) 250, (Elektromotor) 118 Newtonmeter. Beschleunigung: 7,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 233, rein elektrisch 135 Stundenkilometer. Antrieb: Vorderrad. Getriebe: Elektrifizierte Sieben-Gang-Automatik mit Doppelkupplung. Umwelt: Testverbrauch laut Bordcomputer 6,9 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP kombiniert 56-60 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,0-6.2 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6e. Grundpreis: 56 470 Euro.
*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert auf normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)
KoCom/Fotos: Günther Koch
26. Oktober 2026

