Mittwoch, 2. Dezember 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Fürs Abenteuer

Toyota stellt digital neuen Yaris Cross vor / Hybridantrieb mit 116 PS / Einführung aber erst 2021

Von Günther Koch/Life-Magazin    

Der sportlich-markante Cross ist Toyotas dritte Yaris-Variante. Fotos: Toyota

Köln – Wer den Yaris von Toyota einordnen will, findet ihn markenintern zwischen dem Einstiegsmodell Aygo und dem kompakten Corolla. Mit dem Kleinwagen sind die Japaner künftig neben der Normalversion und der sportlicheren GR-Variante im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Ford Fiesta, Opel Corsa oder VW Polo noch mit einem weiteren Derivat unterwegs, dem jetzt digital im Rahmen der Weltpremiere vorgestellten Yaris Cross.

Front-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Markenlogo vorn über dem Kühlergrill.

Mehr Bodenfreiheit

Das kleine SUV-Modell, rautenförmige Karosserieform, ausgestellte Kotflügel, mehr Bodenfreiheit, 4,18 Meter lang, Radstand 2,56 Meter, Kofferraum erweiterbare 390 Liter, übersichtlich-modernes Cockpit, baut auf der ebenfalls gerade in Neuauflage befindlichen vierten Generation des minimal kürzer gewordenen Fünftürers auf, dessen Vorgänger noch mit 16 190 Euro in der Liste steht. Es soll insbesondere in Sachen Steifigkeit und Fahrdynamik von den Vorzügen der neuen Plattform profitieren, ist laut Toyota für Europa entwickelt worden, läuft in Frankreich vom Band. Als Cross fährt der Yaris länger, breiter und mit einer für einen Wagen dieser Größenordnung ordentlichen Geräumigkeit vor. Man sitzt höher. Die Rückbank ist dreigeteilt. Be- und Entladen fallen durch die breitere Heckklappe leichter. In die quadratischen Radkästen passen bis zu 18 Zoll große Leichtmetallräder.

Im Cockpit geht es modern und übersichtlich zu. Auch die Heckansicht ist ziemlich markant.

In Sachen Sicherheit

Was die Ausstattung betrifft, verweisen die Japaner in Sachen Sicherheit auf ihr bereits vorhandenes System, das verschiedene elektronische Assistenzen vernetzt. Notbrems- und andere Funktionen unterstützen den Fahrer dabei im Alltag, warnen vor Gefahren, tragen so dazu bei, Unfälle zu verhindern oder zumindest deren Schwere abzumildern. 

Auffällig sind die quadratisch geformten Radkästen. Der Modellschriftzug findet sich in der Seitenbeplankung.

Mit Doppelherz-Kraft

Der vorerst noch nicht homologierte Yaris Cross ist teilelektrifiziert. Wie im normalen Yaris setzt Toyota die mittlerweile ebenfalls vierte Generation seiner Hybridtechnologie ein. Der Antriebsstrang leitet sich von denen größerer Modelle der Marke ab. Dabei bringen es ein Verbrennungs- und ein Elektromotor im System zusammen auf 116 PS. Der reibungsoptimierte neue 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit variabler Steuerung der Ventile soll geringere mechanische Verluste, einen schnelleren Verbrennungsprozess und einen höheren thermischen Wirkungsgrad aufweisen, der den Angaben zufolge „mit 40 Prozent den eines typischen Dieselmotors“ übertrifft, was bessere Spriteffizienz und weniger Schadausstoß bedeuten würde, der je nach Variante – Front- oder Allradantrieb – nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren wohl unter 120 beziehungsweise unter 135 Gramm pro Kilometer liegen werde, kündigen die Japaner an.

Heck-/Seitenansicht des Cross, der die Yaris-Modellfamilie Mitte nächsten Jahres ergänzt.

Optional elektrischer Allrad möglich

Die Plattform sieht eine Doppelquerlenker-Hinterachse vor, was von der Grundauslegung her für ein genauso sicheres wie weitgehend agiles Handling spricht. Das für Hybridmodelle verfügbare Allradsystem soll mit der Traktion zugleich für mehr Stabilität sorgen. Im Gegensatz zu konventionellen mechanischen Vierradkonzepten sei das elektrische System kompakter und leichter, argumentiert Toyota erneut mit Blick auf niedrigeren Kraftstoffverbrauch und Schadausstoß. Unter normalen Bedingungen werden demnach ausschließlich die Vorderräder bedient. Beim Beschleunigen und bei niedriger Bodenhaftung schickt die Elektronik das Antriebsmoment zusätzlich an die Hinterachse. Die automatische Zuschaltung kann etwa auf nassem Kopfsteinpflaster, bei starkem Regen sowie auf Schnee oder Sand helfen, den Grip zu verbessern.

Nun auch in Kleinwagen-Klasse

Mit dem Yaris Cross, der Merkmale eines Kleinwagens mit denen eines geländetauglichen Autos vereint und sich so doch deutlicher vom normalen Yaris unterscheidet, stellt sich Toyota nun bei den SUV noch breiter auf, bietet sie vom zuletzt noch boomenden Kleinwagen- bis zum Mittelklasse-Segment an. Das dann dritte Modell der Baureihe stellt, auf Abenteuer getrimmt, ein gutes Platzangebot, gute Praktikabilität und effiziente Technik in Aussicht. Der Preis dürfte sich bei mindestens um die 20 000 Euro bewegen, eher mehr. Die Einführung bei uns ist aber erst Mitte 2021 vorgesehen.

KoCom/Fotos: Toyota

23. April 2020