Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

Mit Mach-E

Ford stellt Mustang-Elektro-SUV vor / Einführung aber erst Ende 2020 / 338 und 465 PS / Zwei Batterievarianten

Von Günther Koch und Rainer Waldinger/Life-Magazin

Ford-Elektro-SUV Mach-E bei der Europapremiere in Oslo. Fotos: Waldinger

Oslo – Seit 55 Jahren gibt es die Pony-Car-Ikone Mustang schon. Ford ergänzt diese Modellfamilie nun um ein SUV-Modell – und setzt es gleich vollelektrisch unter Strom. Die Markteinführung des Tesla-Y-Konkurrenten kündigt der Autobauer jetzt zur statischen Europapremiere in der norwegischen Hauptstadt Oslo für Ende 2020 an. Die limitierte Erstauflage soll ab 46 900 Euro zu haben sein.

Blick auf die Frontpartie des Mach-E mit dem Markenlogo, dem wilden Mustang, vorn.

Im Crossover-Stil

Das Auto: Die erste rein elektrische Variante der Marke im Crossover-Stil ist 4,71 Meter lang, 1,88 Meter breit, 1,60 Meter hoch. Die lange und kraftvoll gezeichnete Fronthaube sowie die Heckpartie mit den dreiteiligen Rückleuchten sind typisch für einen Mustang. Außer dem 100-Liter-Fach unter der Fronthaube finden sich im Gepäckabteil weitere 402, bei nach vorn geklappten Rücksitzen sogar bis zu 1420 Liter Ladevolumen. Innen haben sich die Entwickler um schlankes Design und viel Funktionalität bemüht. Die Lautsprecher des optionalen Soundsystems fügen sich nahtlos in den Armaturenträger ein, schweben wie eine Soundbar über den Luftausströmern. Das ebenfalls auf Wunsch lieferbare Panoramadach hält dank spezieller Glasbeschichtung infrarote und ultraviolette Strahlen fern, was im Sommer für einen kühleren, im Winter für einen wärmeren Fahrgastraum sorgt. Der Mach-E hat keine konventionellen Türgriffe mehr. Via Bluetooth erkennt er, dass sich das entsprechend legitimierte Mobilgerät des Fahrers nähert – und entriegelt die Türen. Selbst zum Starten ist es nicht nötig, das Smartphone oder einen Schlüssel in die Hand zu nehmen. Ist die Batterie des elektronischen Geräts leer, lässt sich dieser Mustang per Geheimzahl über ein Tastenfeld auf Höhe der B-Säule öffnen. Mit separatem PIN-Code, der auf dem zentralen Touchscreen eingegeben wird, ist der Wagen auch fahrbereit.

Das Stauabteil vorn fasst 100 Liter. Im Cockpit fällt der 15,5 Zoll große Touchscreen-Monitor auf.

Vernetzte Navigation

Die Ausstattung: Neu im Segment und erstmals bei einem Modell der Marke stattet Ford den Mach-E mit digitaler 10,2-Zoll-Instrumententafel und mit 15,5-Zoll-Touchscreen aus, wie ein Smartphone über Wisch- und Streichbewegungen leicht bedienbar. Zudem feiert die vierte Generation des bei Ford SYNC genannten Kommunikations- und Entertainmentsystems Premiere. Updates lassen sich per Datenübertragung drahtlos aufspielen. Die Cloud-basierte Vernetzung ermöglicht beim Ein- und Aussteigen eine Mediennutzung mit nahtlosem Übergang. Über Apple CarPlay, Android Auto und Ford AppLink lassen sich kompatible Smartphones und andere Endgeräte kabellos einbinden. Die Spracherkennung versteht Befehle des Fahrers aus der Konversation heraus. Die vernetzte Navigation weist auf aktuelle Lademöglichkeiten hin. Das spezielle Ladenetz, zu dem man über Onboard-Modem und App Zugang erhält, zählt mit derzeit über 125 000 öffentlichen Ladepunkten in 21 europäischen Ländern zu den größten. Die Abrechnung erfolgt über ein einziges Kundenkonto. Darüber hinaus stehen 400 Schnellladestationen mit fast 2400 Ladepunkten zur Verfügung, die das Konsortium Ionity mit Ford als Gründungsmitglied und Teilhaber bis Ende 2020 an europäischen Fernverkehrsstraßen errichtet.

Die Rückleuchten sind ganz speziell gezeichnet. Blick auf die Heckpartie des Elektro-Ford.

In zwei Leistungsstufen

Der Antrieb: Zwei Batterievarianten, Heck- oder Allradantrieb und zwei verschiedene Leistungsstufen sind vorgesehen: Der Standardakku verfügt über 75 Kilowattstunden Kapazität, was nach realistischerem WLTP-Messverfahren bis zu 450 Kilometer Reichweite möglich machen soll. Mit optionalem 99-Kilowattstunden-Speicher könnte die Version mit Heckantrieb demnach bis zu 600 Kilometer zurücklegen können. Für das Allradmodell mit Dual-Elektromotor und eben größerer Batterie gibt Ford die Leistung mit 338 PS, das Drehmoment mit maximal 581 Newtonmetern an. Voraussichtlich Anfang 2021 folgt mit dem GT noch ein 465 PS und etwa 830 Newtonmeter starker Performance-Mach-E, der für die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 weniger als fünf Sekunden braucht. Den vier von fünf Elektroauto-Besitzern, die ihren Wagen zu Hause aufladen, will der Hersteller mit einer speziellen Wallbox künftig eine besonders praktische Lösung bieten, indem sich Ladevorgänge gegenüber einer konventionellen 230-Volt-Haushaltssteckdose auf nur noch 20 Prozent der Zeit reduziert ließen. Für die Variante mit größerer Batterie und Heckantrieb fließe so innerhalb einer Stunde „genügend elektrische Energie für weitere 62 Kilometer“. Ein entsprechendes Ladekabel gehört zur Serienausstattung.

Im Kofferraum hinten lassen sich 465 PS verstauen. Und so sieht der Crossover von der Seite aus.

Tiefer Schwerpunkt gut für Dynamik

Das Fahren: Dass die Akkus platzsparend im Fahrzeugboden zwischen den Achsen angeordnet sind und der Schwerpunkt so tiefer liegt, wirkt sich positiv auf die Dynamik aus. Es gibt drei individuell anwählbare Fahrprogramme. Wird der Fahrmodus verändert, ändern sich automatisch etwa Ambientebeleuchtung, die Einstellungen des Infotainments und Antriebsgeräusch in Form authentisch komponierter Soundeffekte gleich mit. In Verbindung mit dem neu entwickelten Allrad soll das Fahrvergnügen ein „nochmals höheres Level“ erreichen, da das System die Drehmomentverteilung an Vorder- und Hinterachse vollkommen unabhängig voneinander regelt, was die Traktion erhöht, für agilere Beschleunigung sorgt und zusätzlich das Eigenlenkverhalten verbessert. Bei der sportlichen Bremsanlage haben sich die Entwickler bemüht, die Vorteile konventioneller Bremssättel mit den kompakten Abmessungen schwimmender zu vereinen. Der Mach-E kann eine Ladeleistung von bis zu 150 Kilowatt nutzen und damit die Ladezeiten deutlich senken. Für die heckgetriebene Variante mit größerer Batterie rechnet Ford vor, dass sie in zehn Minuten genug Energie für bis zu 93 weitere Kilometer tanken kann. Dem Modell mit Standardbatterie genügen demnach weniger als 40 Minuten, um den Stromvorrat von 10 auf 80 Prozent zu erhöhen.

Genauso geräumig wie praktisch

Alles in allem: Aus Ford-Sicht ist der Mustang Mach-E „von der gleichen Sehnsucht nach Freiheit, Fortschritt und herausragenden Fahrleistungen geprägt wie der legendäre Sportwagen, der 1964 auf den Markt kam“. Die fortschrittliche Batterietechnologie, sagt der für elektrifizierte Fahrzeuge zuständige Ford-Europa-Direktor Ulrich Kösters bei der Präsentation in Norwegen, sei entscheidend gewesen für den genauso geräumigen wie praktischen Mach-E. Der warte nicht nur mit formschöner Silhouette, sondern auch mit Fahrspaß auf. „Auf den“, so Kösters, „legen unsere europäische Kunden besonderen Wert.“

KoCom/Fotos: Rainer Waldinger

18.. November 2019

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