Montag, 17. Mai 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Lexus NX

Diesmal im Test als Allradhybrid 300h mit 197 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Lexus NX steht seit Modelljahr 2018 so bei uns bei den Händlern. Fotos: Koch

Mit dem NX ist die noble Toyota-Tochtermarke Lexus in der Premiummittelklasse im Umeld etwa von Audi Q5, BMW X3, Jaguar F-Pace, Mercedes GLC oder Volvo XC60 unterwegs. Wir haben das Mittelklasse-SUV-Modell der Japaner jetzt als allradangetriebenen Hybrid 300h in Executive-Line-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Der ziemlich kantige, fast schon avantgardistisch wirkende NX ist seit 2014 am Start. Er reiht sich zwischen den beiden Crossover UX und RX. Für das Modelljahr 2018 hat der fünftürige Fünfsitzer, sauber verarbeitet, recht wertig anmutend, 4,64 Meter lang, Radstand 2,66 Meter, Kofferraum 555 bis 1600 Liter, eine erste Überarbeitung spendiert bekommen. Das Innere ist großzügig bemessen. Die Rundumsicht könnte besser sein. Und die Bedienung im zerklüfteten Cockpit mit zu vielen Hebel, Schalter, Knöpfen und Tasten bleibt wie schon öfter in der Vergangenheit der Japaner teilweise gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Handhabung des Audiosystems und der Navigation gestalten sich umständlich.

Blick auf die fast schon avantgardistisch wirkende Frontpartie mit dem Markenlogo vorn im Kühlergrill.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Hybrid, eingestuft nach der noch strengeren Abgasnorm Euro-6d, handelt es sich um einen kultivierten 2,5-Liter-Benziner mit 155 PS und 210 Newtonmetern in Verbinung mit einem 143 PS und 270 Newtonmeter starken Elektromotor, die es beide zusammen im System auf eine Leistung von 197 PS bringen. Damit beschleunigt dieser Lexus in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schafft in der Spitze 180 Stundenkilometer. Eine stufenlos schaltende variable Automatik überträgt die Kraft auf die Räder, in diesem Fall auf alle vier. Den zumindest im Datenblatt so angegebenen kombinierten Verbrauch von maximal 6,0 Liter, ermittelt nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren, haben wir im Praxisbetrieb leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, spritzigeren Landstraßen- und eher moderaten Autobahnfahrprofilen 6,7 Liter angezeigt.

Antriebsmäßig arbeiten ein 155-PS-Benziner und ein 143-PS-Elektromotor zusammen. Blick ins Cockpit.

Dynamik & Sicherheit

Der Hybrid schiebt diesen leer bis 1985 Kilo schweren NX, der allerdings nur Lasten bis 1500 Kilo ziehen kann, beim Tritt aus Gaspedal ziemlich flott voran. Das Fahrwerk federt ausreichend komfortabel, ohne unsportlich zu wirken. Der E-Four genannte elektrische Allrad erhöht mit der Traktion zugleich die Stabilität beim Fahren. Die elektromechanische Servolenkung gibt ausreichend Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, verzögern standfest. Es gibt einen speziellen Modus fürs elektrische Unterwegssein, etwa in der Stadt. Mit Eco, Normal und Sport stehen darüber hinaus gleich drei weitere Fahrprogramme zur Wahl. Zum Standard-Insassenschutz tragen im getesteten Executive-NX dank Sonderausstattung unter anderem ebenfalls Pre-Crash-Safety-System, Spurhalteassistenz, Verkehrszeichenerkennung und Adaptivtempomat bereits bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. Das Gepäckabteil des Hybrid fasst 555 bis 1600 Liter.

Serie & Extras

Executive ist die mittlere von insgesamt fünf Ausstattungslinien. Bei ihr gehören etwa Parkassistenz, Abstandswarnung, schlüsselloses Öffnen und Schließen des Wagens, elektrische Heckklappe, Audiosystem, Smartphone-Einbindung mit kabellosem Laden, Rückfahrkamera, Leder und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen schon zum Grundumfang. Aufpreispflichtige Sonderausstattungen wie LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistenz, Navigation, Digitalradioempfang, Navigation, 10,3-Zoll-Multifunktionsbildschirm haben den Grundpreis des Testwagens noch um 3850 Euro erhöht.

Modellkennung hinten. Und so sieht der zwischen den UX- und RX-Crossover angesiedelte NX von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 50 600 Euro, hat es in sich, aber Premium kostet. Beim SUV-Design der Marke scheiden sich die Geister. Es kann gefallen, muss aber nicht. Womit der nach dem RX kleinere der beiden Lexus-SUV vor allem punkten kann, sind seine Geräumigkeit und die ordentliche Zuladungsmöglichkeit. Der NX 300h Allradhybrid beginnt preislich bei 44 050 Euro, die teuerste Variante startet bei 60 050 Euro. Auch reiner Frontantrieb ist möglich. Sonst findet sich noch der Benziner NX 300 mit 238 PS in der Liste.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor. Hubraum: 2,5 Liter. Leistung (Verbrenner/Elektromotor/System): 114/155, 105/143, 145/197 kW/PS. Maximales Drehmoment (Verbrenner/Elektromotor): 210, 270 Newtonmeter. Beschleunigung: 9,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,7 Liter pro 100 Kilometer, 135-128 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,0-5,8 Litern Mixverbrauch. Preis: 50 600 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

16. März 2020