Montag, 9. Dezember 2019

FB Logo für GK 1

  • A Alpine A110S 231019 Slide Auto
  • A Continental Winterroadshow 111019 Slide Auto
  • A VW Golf I 251019 Slide Auto
  • A Renault Captur 181019 Slide Auto
  • A Mitsubishi ASX 151019 Slide Auto
  • A Land Rover Discovery Sport 200919 Slide Auto
  • GALERIA AUTO: Für Sie gefahren: Die neue Alpine A110S. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Wenn der Winter kommt: Continental gibt Tipps für kältere Jahreszeit. Foto: Continental
  • GALERIA AUTO: Der Achte! VW stellt bei statischer Weltpremiere den neuen Golf vor. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Für Sie gefahren: Der neue Renault Captur. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Für Sie gefahren: Der neue Mitsubishi ASX. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Für Sie gefahren: Der neue Land Rover Discovery Sport. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

Der Preis des Raums

BMW verzichtet bei neuem 1er zugunsten eines verbesserten Platzangebots sogar auf Hinterradantrieb

Von Günther Koch/Life-Magazin

BMW 1er, hier als 150-PS-Turbodiesel 118d. Fotos: Koch

München – Es mag überraschen, auch weil man in diesem Zusammenhang wohl zunächst vor allem an den 3er oder den 5er denkt: Aber der 1er ist markenintern mit der meistverkaufte BMW, in Ländern wie Deutschland zuletzt sogar der meistverkaufte überhaupt. In Neuauflage, gerade in München vorgestellt, kommt das im Umfeld etwa von Audi A3 oder Mercedes A-Klasse positionierte Premium-Kompaktmodell Ende September zu Einstiegspreisen ab 28 200 Euro zu den Händlern. 

Auf Frontantriebsplattform

Das Auto: Die dritte Generation, 4,31 Meter lang, Radstand 2,67 Meter, Kofferraum 380 bis 1200 Liter, 20 mehr als zuvor, baut erstmals auf der Frontantriebsarchitektur der Münchner auf, wird aber nur noch als Fünftürer angeboten, weil der praktischer ist. Die Doppelniere vorn ist größer geworden, die beim Spitzenmodell M135i xDrive weist statt klassischer Stäbe ein dreidimensional gestaltetes Gitternetz auf. Die Frontscheinwerfer sind schräg angestellt. Sharknose, angedeutete Keilform und flache Fenstergrafik prägen die Seitenansicht. Die breiten, zweiteilig ausgeführten Heckleuchten verstärken die Wirkung der kräftigeren hinteren Schulterpartie. Das Raumangebot fällt bei fast gleicher Grundfläche besonders im Fond deutlich besser aus, wo Ellbogen- und Kniefreiheit zugelegt haben. Im gewohnt sportlich-funktionellen Cockpit geht es übersichtlich zu.

Das Markenlogo sitzt vorn über der größeren Doppelniere. Fünf Motorisierungen stehen zur Wahl.

Hoch bis zum M-Sport

Die Ausstattung: Die vier Lines über dem Basismodell heißen Advantage, Sport, Luxury und M-Sport mit jeweils speziellen Serienumfängen. Auffahr-, Personenwarnung, City-Notbremsfunktion und Spurverlassenswarnung mit aktiver Rückführung gehören zu den Standards, Aktivtempomat, Spurwechsel-, Heckkollisions-, Querverkehrswarnung und Rückfahrassistenz kommen als mögliche Optionen hinzu. Der M fährt unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Zweizonen-Klimaautomatik, Parkabstandskontrolle, dazu mit Aerodynamikpaket, mit Seitenschwellern, Heckdiffusor, Heckspoiler, Endrohren auf beiden Seiten sowie Sportsitzen und spezifischem Lenkrad vor. Erstmals sind elektrisches Panoramadach und elektrisch bedienbare Heckklappe zu haben. Mit Digitalschlüssel lässt sich der 1er per Smartphone entriegeln und schließen. Der Motor ist startbar, wenn das Smartphone in der dafür vorgesehenen Ablage liegt. Ein intelligenter Digitalhelfer merkt sich Abläufe, bevorzugte Einstellungen und Gewohnheiten, speichert sie für sich ab. Vernetzte Dienste beziehen interne und externe Informationen in die Routenplanung ein. Aus verschiedenen Apps können nun Ziele direkt an den Wagen geschickt werden.   

Blick ins sportlich-funktionelle Cockpit. Das Gepäckabteil hat auf 380 bis 1200 Liter zugelegt.

Zwei Benziner, drei Diesel

Der Antrieb: Zwei Turbobenziner mit 140 und 306 PS im 118i und im M135i xDrive sowie drei bei 29 900 Euro beginnende Turbodiesel mit 116, 150 und 190 PS im 116d, 118d und 120d xDrive sind zunächst vorgesehen. Die 1,5 und 2,0 Liter großen Drei- und Vierzylinder, alle nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp, im Fall des kleinsten Diesels sogar schon nach Euro 6d eingestuft, stellen ordentliche Drehmomente von 220 bis 450 Newtonmeter bereit, beschleunigen die leer 1365 bis 1600 Kilo schweren 1er in 4,8 bis 10,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 200 bis 250 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe oder handschaltbare Achtstufen-Steptronic-Automaten übertragen die Kraft auf die vorderen Räder, bei den xDrive-Varianten auf alle vier. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparfunktion soll der Verbrauch im Mix zumindest laut Datenblatt nur 3,8 bis 7,1 Litern betragen.

Der M135i xDrive mit dem dreidimensional gestalteten Gitternetz ist das Spitzenmodell der Baureihe.

Ausreichend komfortabel

Das Fahren: Wir sind im 150-PS-Diesel und im M-Spitzenmodell mit dem momentan leistungsstärksten Vierzylinder der gesamten BMW-Gruppe, dem aufgeladenen 306-PS-Benziner, unterwegs gewesen. Deren Bordcomputer haben bei uns am Ende nach normalen Orts-, spritzigeren Landstraßen- und flotteren Autobahnfahrprofilen 4,9 (statt maximal 4,4) und 8,6 (statt maximal 7,1) Liter angezeigt. Das sportlich-agile Fahrwerk federt in der Grundauslegung immer noch ausreichend komfortabel. Verschiedene Einstellungen mit Auswirkungen auf die Charakteristik des Wagens von Komfort über Eco bis Sport sind möglich. Schon die normale Lenkung gibt gute Rückmeldung von der Straße, passt die Lenkkraftunterstützung bestmöglich an die unterschiedlichen Geschwindigkeiten an. Die Scheibenbremsen sorgen für standfeste Verzögerung. Eine spezielle Technologie zur Begrenzung des Radschlupfs ermöglicht serienmäßig eine präzisere und schnellere Regelung der Traktion, unterstützt durch die ebenfalls schon ab Werk an Bord befindliche Performance-Kontrolle, die durch gezielte Bremseingriffe an den kurveninneren Rädern die Agilität bereits vor dem Erreichen des Grenzbereichs erhöht und so für ein neutraleres Eigenlenkverhalten sorgt. Die M-Variante ist zudem mit einem ins Sportgetriebe integrierten mechanischen Differenzial bestückt. Darüber hinaus sprechen ihre Sportlenkung und die Sportbremsanlage noch spontaner an.         

Der 306-PS-Turbobenziner in dem fünftürigen Fünfsitzer ist der stärkste Vierzylinder der BMW-Gruppe.

Deutlich erwachsener

Alles in allem: Der erstmals 2004 als Nachfolger des BMW Compact an den Start gegangene 1er kommt auch optisch jetzt deutlich erwachsener daher, tritt moderner, frischer, sportlicher und wertiger auf. Gut ist, dass sich das zuvor immer wieder kritisierte Platzangebot spürbar verbessert hat. Die Münchner zahlen in diesem Fall allerdings auch mit dem Verzicht auf ihren traditionellen Hinterradantrieb dafür.

Datenblatt

Motor: Zwei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner, drei Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,5, 2,0 Liter. Leistung: 85/116 bis 225/306 kW/PS. Maximales Drehmoment: 220/1480-4200 bis 450/1750-4500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,8 bis 10,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 200 bis 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut BMW Mixverbrauch 3,8 bis 7,1 Liter pro 100 Kilometer, 100 bis 162 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 28 200 bis 48 900 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

17. Juli 2019

Die nächsten Themen: Auto - Audi TT im Test. Reise - Auf Sardinien. Auto - Peugeots neuer 2008/e-2008. Reise - Im Alentejo. Auto - Seat Ateca im Test. Reise - In San Francisco. Auto - Fords neue elektrifizierte Nutzfahrzeuge. Reise - An der Mosel. Auto - Audi Q3 im Test. Reise - Durch das Tal des Todes. Auto - Der neue Mercedes e-Sprinter. Reise - In Nazaré. Auto - Seat Ibiza im Test. Reise - Am Gardasee. Auto - Das Autojahr 2019/Bilanz. Reise - In Málaga.