Montag, 29. November 2021

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Im guten Hafen

Hyundai führt sein neues Klein-Crossover-SUV-Modell Bayon ein / Mit Benzinern auch als Mildhybrid

Von Günther Koch/Life-Magazin

Hyundai Bayon, hier als Mildhybrid-Turbobenziner Prime mit 120 PS. Fotos: Koch

Dreieich - Auf der Suche nach einem Namen für sein neues SUV-Einstiegsmodell ist Hyundai im französischen Département Pyrénées-Atlantiques fündig geworden, hat die Stadt Bayonnne zur Namensgeberin seines Bayon abgekürzten neuen Kleinwagens gemacht. Mit dem, national gerade in Dreieich bei Frankfurt/Main vorgestellt, sind die Koreaner etwa im Umfeld von Opel Crossland, Seat Arona und VW T-Cross unterwegs. Der preisliche Einstieg beginnt bei 16 790 Euro. Die Einführung soll noch im Juni sein.

Zwischen i20 und Kona

Das Auto: Eigentlich löst der noch unterhalb vom Kona positionierte Bayon, in der Türkei gebaut, solide verarbeitet, qualitativ recht wertig anmutend, 4,18 Meter lang, 1,77/2,04 Meter breit, 1,49/1,50 Meter hoch, Radstand 2,58 Meter, Kofferraum 411/334 bis 1205/1128 Liter, den nicht mehr im Programm befindlichen i20 Active ab, nimmt dessen robusteren Lifestyle-Charakter in einer eigenen Baureihe auf, teilt sich dennoch die Technik mit dem preisgünstigeren i20. Die Front mit schmalen Tagfahrlichtern und hohen Schultern steht steil, lässt den leicht bedienbaren, für fünf Personen konzipierten Fünfsitzer markanter als den i20 wirken. Man sitzt höher, hat alles ganz gut im Blick. Das moderne Cockpit-Layout ist aus dem i20 bekannt. SUV, sagt Hyundai-Deutschland-Chef Jürgen Keller, boomen nach wie vor ebenfalls bei uns, als eher stylisch-orientierte Stadtautos vor allem die außen kompakten, innen dennoch geräumigen. Kein Wunder deshalb auch, wenn Marketingverantwortliche Christina Herzog betont, man sei in diesem Fall insbesondere auf eine „weibliche Zielgruppe mittleren Alters“ fokussiert.  

Schon die Front wirkt markant. Das Markenlogo sitzt vorn über dem Kühlergrill.

Ein Sauger und zwei Turbos

Der Antrieb: Mit einem Vierzylinder-Saugbenziner und zwei Dreizylinder-Turbobenziner, alle nach der Abgasnorm Euro-6d freigegeben, bleibt das Motorenangebot übersichtlich. Die 1,3- und aufgeladen-spritzigeren 1,0-Aggregate leisten 84, 100 und 120 PS, verfügen über 118, 172 und zuletzt dann doch noch etwas stärkere bis zu 200 Newtonmeter Drehmoment, beschleunigen diese leer 1045 bis 1255 Kilo schweren Hyundai in 10,4 bis 13,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 165 bis 185 Stundenkilometer schnell. Manuelle Fünf-/Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen in den Frontantrieblern die Kraft auf die vorderen Räder, für das Spitzenmodell, genauso wie eine der beiden 100-PS-Varianten als Mildhybrid mit 48-Volt-Technologie ausgelegt, ist wahlweise auch eine Siebengang-Box mit Doppelkupplung lieferbar. In Verbindung damit geben die Koreaner den kombinierten Verbrauch nach WLTP-Standard mit maximal 5,5 und 5,7 Litern an, zumindest im Datenblatt.     

Unter der Haube ist hier ein 1,0-Liter-Dreizylinder am Werk. Das Cockpit wirkt modern.

Sogar mit Zwischengasfunktion

Das Fahren: Wir sind im 120-PS-Bayon unterwegs gewesen, dessen Bordcomputer bei uns am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen- und kurzen Autobahnprofilen bei eher moderater und konstanter Fahrweise ohne größere Lastwechsel trotzdem 7,2 (statt 5,5) Liter angezeigt hat. Die Spitzenvariante des kleinen Crossovers tritt flott und dank Turbo mit ordentlich Durchzug an. Die automatische Zwischengasfunktion beim Gangwechsel lässt einen freudig schmunzeln, ordnet man sie sonst doch eher richtigen Sportwagen zu. Das Hybridsystem setzt sich aus einem über Riemen mit der Kurbelwelle verbunden Startergenerator, der Batterie als Stromspeicher und dem sogenannten Inverter für den Wechsel zwischen Antriebs- und Lademodus zusammen. Die 48-Volt-Unterstützung dient dem Spritsparen, indem sie zwischenzeitlich etwa auch das „Segeln“ mit ausgeschaltetem Motor erlaubt. Das Fahrwerk scheint unterm Strich mehr in Richtung Komfort abgestimmt, ohne unsportlich zu wirken. Für ein genauso agiles wie wendiges Auto dieser Größe können sich die Fahrleistungen durchaus sehen lassen.     

Das Gepäckabteil beim Mildhybrid fasst 334 bis 1128 Liter. Modellschriftzug hinten.

Bis hoch zum wertigen Prime

Die Ausstattung: Vier Lines gibt es. Sie bauen aufeinander auf. Schon im Basispaket Pure sind Klimaanlage, Digitalradio, Freisprecheinrichtung, Fernlicht-, autonome Notbremsassistenz, Frontkollisionswarner, Radfahrererkennung, Spurhaltehilfe, Lichtsensor und 15-Zoll-Stahlfelgen mit 185er-Reifen Standard. Bei Select gehören elektrische Fensterheber, beheizbare Außenspiegel, rundum getönte Scheiben, Multifunktionslederlenkrad, Einparkhilfe und 16-Zoll-Leichtmetallräder mit 195er-Reifen zum Grundumfang. In Trend-Ausführung verlässt der Bayon etwa mit LED-Tagfahrlicht, Digitalcockpit, 10,25-Zoll-Display, Smartphone-Einbindung, kabellosem Laden, Rückfahrkamera, Ambientebeleuchtung, beheizbarem Lenkrad und Sitzheizung das Werk. Als Prime ist er mit Voll-LED-Scheinwerfern, LED-Rückleuchten, Klimaautomatik, Einparkhilfe vorn/hinten, Regensensor, Smart-Key-System, Komfort-, Licht-, Winterpaket und 17-Zöllern mit 205er-Reifen bestückt. Adaptivtempomat (330 Euro), Assistenzpaket Plus (750 Euro) und Navigationspaket (1480 Euro) kosten allerdings auch hier extra.      

Das Heck zeigt eindeutig Kerbe und Kante. Und so sieht der kleine SUV-Crossover von der Seite aus.

„Guter Hafen“

Alles in allem: Die Anschaffungskosten sind für einen Klein-SUV nicht gerade gering, der Endpreis unseres getesteten Modells liegt bei fast 30 000 Euro. Design, Geräumig-, Alltagstauglichkeit, Motoren, Fahrleistungen und -verhalten aber passen. Mal schauen, ob überhaupt und dann wie sich der Bayon auf Hyundais künftige i20- und Kona-Verkäufe auswirken wird. Am Namen kann’s jedenfalls nicht liegen. Bayonne, baskisch Baiona, steht für - guter Hafen.

Datenblatt

Motor: Ein Vierzylinder-Saugbenziner, zwei Dreizylinder-Turbobenziner. Hubraum: 1,3, 1,0 Liter. Leistung: 62/84, 74/100, 88/120 kW/PS. Maximales Drehmoment: 118/4200, 172/1500-4000, (mit Doppelkupplungsgetriebe) 200/2000-3500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,4 bis 13,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 165 bis 185 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Hyundai Mixverbrauch nach WLTP-Standard 5,5 und 5,7 Liter pro 100 Kilometer, 129, 125, 124 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 16 790 bis 26 590 Euro. 

KoCom/Fotos: Günther Koch

9. Juni 2021