Mittwoch, 14. April 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Jedes Gramm zählt

Mazda CX-5 mit effizienteren Motoren / Auch Vernetzung verbessert / Ebenfalls Diesel jetzt wieder im Angebot

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Mazda CX-5 ist für 2021 überarbeitet worden. Fotos: Mazda

Leverkusen – Lange ist der CX-5 markenintern in Deutschland der meistverkaufte Mazda gewesen. 2020 hat er sich nach dem CX-30, neuer und kleiner, aber mit Platz zwei zufrieden geben müssen. Mit ihrem Mittelklasse-Kompakt-SUV treten die Japaner im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Ford Kuga, Opel Crossland und VW Tiguan an, haben dessen dezent aufgefrischte Auflage jetzt am Deutschland-Stammsitz des Importeurs in Leverkusen vorgestellt. Nach den ab 27 690 Euro teuren Benzinern schon im Februar sollen im April die bei 33 490 Euro beginnenden Diesel zu den Händlern kommen.

Zweite Generation

Das Auto: Den CX-5 gibt es seit 2012. Die aktuelle ist die zweite Generation, solide verarbeitet, für ihr Segment recht wertig anmutend, 4,55 Meter lang, 1,84 Meter breit, 1,68 Meter hoch, Radstand 2,70 Meter, Kofferraum 506/494 bis 1620/1608 Liter. „Von außen haben wir das Design nicht angetastet“, verweist Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger auf die Änderungen innen. So ist etwa das Vernetzungssystem komplett neu, das Display mit bis zu 10,25 Zoll deutlich größer. Im recht übersichtlichen Cockpit haben wir uns schon vorher rasch zurecht gefunden. Ein- und Ausstieg gestalten sich bequem. Man sitzt etwas höher, hat alles ganz gut im Blick. Das Raumgefühl selbst hinten ist angenehm.

Blick auf die Frontpartie mit der Markenschwinge vorn im Kühlergrill.   

Vier Motorisierungen

Der Antrieb: Zwei 2,0- und 2,5-Liter-Benziner mit 165, 194 PS und Zylinderschaltung (bis auf eine 165-PS-Unterversion) sowie zwei 2,2-Liter-Turbodiesel mit 150 und 184 PS stehen zunächst zur Wahl. Die Front- oder Allradantriebler, alle nun freigegeben nach der aktuell strengsten Abgasnorm Euro-6d, stellen Drehmomente von 213 bis 445 Newtonmeter zur Verfügung, beschleunigen die leer 1486 bis 1757 Kilo schweren CX-5 in 8,9 bis 10,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 188 bis 214 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe oder Sechsstufen-Automaten übertragen die Kraft auf die Räder. In Verbindung damit geben die Japaner den Mixverbrauch zumindest im Datenblatt nach realistischerem WLTP-Messverfahren bei den Benzinern mit 6,8 bis 8,1, bei den Diesel mit 5,6 bis 6,6 Litern an. Technische Feinarbeit hat Spritkonsum und Schadausstoß verringert. Auch der in seinem Wirkungsgrad gesteigerte Allrad trägt durch den, so Münzinger, „verlustoptimierten Kraftabtrieb des Getriebes“ dazu bei. 

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen zur Wahl. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet.     

Eher Richtung Komfort ausgelegt

Das Fahren: Wir sind im 194-PS-Benziner mit Automatik und Allrad unterwegs gewesen, dessen Bordcomputer bei uns am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen und etwas flotteren Autobahnfahrprofilen von Leverkusen durchs Bergische Land und wieder zurück bei insgesamt eher moderaterer Fahrweise verbrauchsmäßig mit 7,9 sogar etwas weniger als die im Datenblatt aufgeführten 8,1 Liter angezeigt hat. Motor und Getriebe sprechen direkter an. Das Fahrwerk ist eher Richtung Komfort ausgelegt, ohne unsportlich zu wirken. Der CX-5 hält sicher und zuverlässig Kurs. Trotz in diesem Fall über 1600 Kilo Leergewicht stellt sich auch dank der schon im Basismodell serienmäßigen Fahrdynamikregelung ein insgesamt doch recht druckvoll-kultiviertes Fahrgefühl ein. Selbst die Lenkung mit elektrischer Unterstützung gibt ordentliche Rückmeldung von der Straße. Und die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Der Test-CX-5 kann Lasten bis 2000 Kilo an den Haken nehmen, die anderen schaffen 1800 und 2100.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit der Modellkennung hinten.  

Vier Lines plus Sondermodell

Die Ausstattung: Vier Lines plus das ab 39 590 Euro teure Sondermodell Homura mit exklusiverem Äußeren und stilvollerem Inneren listet die Übersicht auf. Bei Prime gehören etwa Voll-LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Multimedia, Achtzoll-Touchscreen, Digitalradio, Tempomat, Begrenzer, Ausparkhilfe, City-Notbremsassistenz, Spurwechselhilfe und 17-Zoll-Stahlräder mit wie sonst auch 225er-Reifen zum Grundumfang. In Center-Ausführung sind Klimaautomatik, Sportlederlenkrad, aktive Spurhalteassistenz mit Lenkunterstützung, Licht-, Regensensor und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen Standard. LED-Nebelleuchten, Einparkhilfe, erweiterte Smartphone-Einbindung, 10,25-Zoll-Display sowie Sitz- und Lenkradheizung machen den CX-5-Exclusive aus. Sports umfasst schlüssellosen Zugang, Matrix-LED-Licht, elektrische Heckklappe, Navigation, Headup-Display, Soundsystem, 360-Grad-Monitor, Adaptivtempomat, Stauassistenz (bei Automatikgetriebe) und 19-Zöller. Wer will, kann sein Fahrzeug künftig sogar per App verriegeln, die Navigation programmieren oder einen Servicetermin beim Händler vereinbaren.

Das Gepäckabteil fasst 506/494 bis 1620/1608 Liter. Und so sieht der CX-5 von der Seite aus. 

Gefällige Alternative

Alles in allem: Die Preise gehen mit Blick auf mehr Ausstattung und weniger Verbrauch in Ordnung. Die Schwächen bei der Vernetzung sind weg. Auch als Diesel, zuletzt immerhin mit knappem 30-Prozent-Anteil, ist das Modell nun wieder zu haben, was insbesondere gewerbliche Kundschaft freuen wird, weil etwa ein steuerbegünstigter Plug-in-Hybrid aktuell noch genauso fehlt wie der für den Mazda3 und den Mazda CX-30 bereits angebotene effizientere Skyactive-X-Selbstzünderbenziner. Dass die motor- und sonstigen antriebsseitigen Verbesserungen pro Kilometer zwischen 5 und 14 Gramm geringere Emissionen zur Folge haben, beim 150-PS-Allraddiesel sollen es sogar 16 sein und 0,6 Liter weniger Spritverbrauch pro 100 Kilometer, sind für Mazda-Sprecher Münzinger „durchaus bemerkenswerte Zahlen“. Zumal in Zeiten, in denen tatsächlich jedes Gramm zählt. Und sowieso kaum Zweifel dürfte es darüber geben, dass der CX-5 schon länger zu den optisch gefälligeren Alternativen im Volumenbereich der mittleren Crossover gehört.

Datenblatt

Motor: Zwei Vierzylinder-Benziner, zwei Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0, 2,5, 2,2 Liter. Leistung: 121/165, 143/194, 110/150, 135/184 kW/PS. Maximales Drehmoment: 213/4000, 258/4000, 380/1800-2600, 445/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 8,9 bis 10,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 188 bis 214 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Mazda Mixverbrauch 5,6 bis 8,1 Liter pro 100 Kilometer, 147 bis 184 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 27 690 bis 45 090 Euro. 

KoCom/Fotos: Mazda

27. Januar 2021