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Seine Majestät

by admin

 In den neuen Volvo S60/V60 Polestar rund um Österreichs größten Berg, den Großglockner

Von Günther Koch/Life-Magazin

Als es noch warm und Schnee rar war: Blick auf die Großglockner-Gruppe: Foto: Günther Koch

Salzburg/Kals – Eine ungewöhnliche Tour! Einmal rund um Österreichs größten Berg, den 3798 Meter hohen Großglockner. Fast 500 Kilometer an zwei Tagen. Reine Fahrzeit gut siebeneinhalb Stunden. Noch dürfen wir im Rahmen der Volvo-S60/V60-Polestar-Fahrvorstellung Gott sei Dank auch die Großglockner-Hochalpenstraße befahren. In der Regel ab Anfang November geht das nicht mehr. Dann ist sie bis Anfang Mai gesperrt. Zu hoch. Zu gefährlich. Zu winterlich.

In einem großen Bogen durchs Salzkammergut

Wir starten in Salzburg, fahren am Mond- und Attersee vorbei in einem großen Bogen durchs Salzkammergut, darunter durch Bad Ischl, wo das erste Mal zwei Ihrer Majestäten, der Kaiser und seine Sis(s)i, grüßen lassen. Noch vor dem Hallstätter See biegen wir in Richtung Scheffau am Tennergebirge ab. Im Gasthof Bürglhöh, 800 Meter hoch über Bischofshofen mit Blick auf Hochkönig und Salzburger Schieferalpen, schaut Siegfried Ratgeb, wie er als Genusswirt seine Gäste verwöhnen kann. Wie wär‘s zum Beispiel mit Rahmsupperl, Bärlauchknödel mit brauner Butter und Bergkäse, Gulasch vom Jungrind, Teigtascherl mit Reh und Lachsforelle oder Hirsch mit Erdäpfelnidei? „Und alles“, versichert jedenfalls die Bedienung, „aus unserer Pongau-Region!“

Und dann auch noch über den Hauptkamm der Alpen

Über Bruck, Fusch, Heiligenblut und Lienz dann schon in Osttirol sind wir mit Ziel Kals auf der Großglockner-Hochalpenstraße unterwegs, die über zwei mehr als 2500 Meter hohe Pässe das Bundesland Salzburg mit Kärnten verbindet. Von Bruck im Salzachtal nach Heiligenblut im Mölltal ist sie fast 50 Kilometer lang, überquert dabei den Alpenhauptkamm. Wer will, kann über entsprechende Abzweigungen weiter zur Edelweißspitze oder zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gelangen.

Auf dem Weg durchs Salzkammergut am Mond- und Attersee vorbei. Fotos: Koch
Auf dem Weg durchs Salzkammergut am Mond- und Attersee vorbei. Fotos: Koch
Hotellerie und Gastronomie mit dem Dachsteinmassiv im Hintergrund.
Hotellerie und Gastronomie mit dem Dachsteinmassiv im Hintergrund.
Kunstobjekt am Eingang zur Lammerklamm bei Scheffau am Tennergebirge
Kunstobjekt am Eingang zur Lammerklamm bei Scheffau am Tennergebirge
Der Glaube muss hier keine Berge versetzen: Gesehen oberhalb von Bischofshofen.
Der Glaube muss hier keine Berge versetzen: Gesehen oberhalb von Bischofshofen.

Südlich geht der Blick sogar bis zur Po-Ebene in Italien

Noch rauschen Wasserfälle. Murmeltiere pfeifen.  Felsiges Geröll ist ständiger Begleiter. Im Sommer fährt man an grünen Bergmatten und bunten Blumenwiesen vorbei. Oft schon vor dem Winter bestimmen Eis und Schnee das Bild. In Gipfelregionen kann einem der Wind ganz schön zu schaffen machen. Und dann taucht er auf einmal auf, glockenförmig:  Seine Majestät, der Großglockner! Teil der Glocknergruppe in den Hohen Tauern. Wahrzeichen der Region. Bedeutend für den Fremdenverkehr. Und mit einer Aussicht, die, wenn das Wetter mitspielt, 240 Kilometer weit bis zur schwäbisch-bayerischen Ebene, bis Regensburg und Böhmerwald, bis zum Ortler, zum Toten Gebirge in der Steiermark und zum Triglav in Slowenien sowie im Süden sogar bis zur Po-Ebene in Italien hinunter reichen soll.    

Als Bewacher eines im Eis eingekerkerten Gefangenen

Kein Wunder, dass sich gleich eine ganze Reihe von Sagen auch um den Großglockner rankt. Eine kurze geht so: Weil die Bauern im früher fruchtbaren Pasterzental so verschwendungssüchtig sind, erstarrt das gesamte Umfeld plötzlich zu Eis. Einer anderen nach verwandelt ein Zauberer einen Gipfel der Gruppe in einen Gletscher, ehe der unnachgiebig Strafende selbst im Eis, der heutigen Pasterze, eingekerkert wird – und der mächtige Großglockner seitdem den Gefangenen bewacht …

Der Gasthof Bürglhöh war Mittagsstopp bei der Volvo-Tour rund um den Großglockner.
Der Gasthof Bürglhöh war Mittagsstopp bei der Volvo-Tour rund um den Großglockner.
Noch 21 Kilometer bis zum Großglockner: Hinweisschild auf der Hochalpenstraße.
Noch 21 Kilometer bis zum Großglockner: Hinweisschild auf der Hochalpenstraße.
Durch diese Öffnung im Mauerwerk an der Hochalpenstraße geht der Blick Richtung Berge.
Durch diese Öffnung im Mauerwerk an der Hochalpenstraße geht der Blick Richtung Berge.
Heiligenblut ist einer der bekannteren Orte in der Großglockner-Region.
Heiligenblut ist einer der bekannteren Orte in der Großglockner-Region.

So weit und doch so nah vom Kalsertal bis zum Gipfel hinauf

Kals ist neben Heiligenblut einer der bedeutendsten Orte in der Umgebung. Hier steigen wir vor unserer Rückfahrt am nächsten Morgen über Kitzbühel wieder nach Salzburg im Gradonna Mountain Resort ab. Vom Hotel lässt sich der Berg der Berge der Österreicher nordöstlich wenigstens erahnen. Wie weit nur acht Kilometer vom Kalsertal bis zum Gipfel des Großglockners hinauf doch sein können!

Skigebiete in Österreich

426 Skigebiete gibt es im Land. Die Pisten zusammen sind fast 7260 Kilometer lang, reichen in Höhen bis 3440 Meter hinauf. Skipässe sind ab 2 bis 53 Euro zu haben. Zu den 36 Skigebieten im Bundesland Salzburg mit der Großglockner-Region vom Dachstein über Kaprun bis Hinterglemm gehören auch die über 800 bis 2650 Meter hohen im Nationalpark Hohe Tauern. Ein größeres Großglockner-Skiresorts ist das in Kals-Matrei, wo wir das Gradonna Mountain Resort (Vier-Sterne-Superior-Berghotel, 1350 Meter hoch, 120 Zimmer/Suiten, 41 Chalets, moderne Zirbenholz-Einrichtung, www.gradonna.at) empfehlen können, für unterwegs in Bischofshofen zudem das Gasthaus Bürglhöh (ruhige Lage, Spezialitäten aus dem Salzburger Land, drei Exklusivzimmer, www. buerglhoeh.at). Internet-Information: www.skiresort.de     

Service Auto

Von München sind es über die A8 gut 140 Kilometer bis Salzburg. Für die beschriebene Etappe durchs Salzkammergut nach Bischofshofen ist mit zwei Stunden zu rechnen, für das Teilstück der Hochalpenstraße, für die ab Fusch Maut zu zahlen ist (Tageskarte für Pkw/Motorrad 35/25 Euro), bis Kals am Großglockner mit drei und für die Rückfahrt über Kitzbühel wieder nach Salzburg mit zweieinhalb. Die Strecken sind jeweils 169 bis 165 Kilometer lang. Auf Autobahnen in Österreich sind Vignetten Pflicht. In Orten ist 50, außerhalb 100, auf Autobahnen Tempo 130 erlaubt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Die Reise fand in den neuen Volvo Polestar S60/V60 statt, die als Vierzylinder-Turbobenziner mit 367 PS zu Einstiegspreisen ab 68 000/69 600 Euro zu haben sind.

KoCom/Fotos: Günther Koch

12. Dezember 2016

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