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Auf, ins Abenteuer!

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Suzuki-Bike II: V-Strom 1050 XT / Auch große Reiseenduro nach Überarbeitung jetzt an Euro-5 angepasst

Von Günther Koch/Life-Magazin

Als sportlicherer Adventure Tourer konzipiert: Suzuki V-Strom 1050 XT. Foto: Suzuki

Bensheim – Kein Ultimate-, Supersport-, Streetbike: Mit der ab 14 490 Euro teuren V-Strom 1050 XT tritt Suzuki aber im Segment der Sport Adventure Tourer gegen Konkurrenten wie Honda Africa Twin oder KTM 1050 Adventure an.

Anfänge schon 2002

2002 startet die Baureihe mit der V-Strom 1000. Es folgen die 650er (2004), die 1000er-ABS (2013) und die 1000er-XT-ABS (2018). In der 2020er-Version bauen die Japaner die V-Strom 1050 als „Master of Adventure“ auf. „Motorradfahrer wollen überall hinfahren, ihre Maschinen auf Bergstraßen frei bewegen können und niemals aufgeben“ – mit diesen Biker-„Hoffnungen und Träumen im Hinterkopf“ sei die Neuauflage entworfen worden.

Zweizylinder mit 107 PS

Die große Reiseenduro ist schon seit Facelift und technischer Überarbeitung zum Modelljahr 2020 an die Abgasnorm Euro-5 angepasst. Als V-Strom 1050 nimmt sie die Linienführung eines fast schon legendären Einzylinders auf, des von Suzuki von 1990 bis 1999 als DR Big (für „Doktor Big“) verkauften „großen Eintopfs“, eines luft-/ölgekühlten Viertakters mit damals 779 Kubikzentimeter Hubraum, 50 PS, 59 Newtonmeter Drehmoment und 167 Stundenkilometer Spitze. Die aktuell neuen Farben sind der besser ausgestatteten XT vorbehalten, bei deren Motor – 1,0 Liter Hubraum, 107 PS bei 8500 Umdrehungen pro Minute, 100 Newtonmeter Drehmoment bei 6000 Touren, über 200 Stundenkilometer Spitze, Verbrauch 4,8 Liter pro 100 Kilometer – es sich um einen flüssigkeitsgekühlten Zweizylinder-90-Grad-Viertakter handelt.

Von der Länge bis hin zu den Rädern

Weitere wichtige Angaben zu diesem Bike sind: 2,26 Meter lang, 94 Zentimeter breit, 1,46/1,51 Meter hoch, Radstand 1,55 Meter, Bodenfreiheit 16 Zentimeter, Sitzhöhe 85 Zentimeter, Leergewicht 247 Kilo, Zuladung bei Serienausstattung 193 Kilo, zulässiges Gesamtgewicht 440 Kilo, Wendekreis 5,80 Meter, Elektrostarter, Sechsgang-Schaltgetriebe, Fußschaltung, Aluminium-Brückenrahmen, Teleskopgabel-Radaufhängung vorn, Aufhängung mit Kastenschwinge hinten, Federung/Dämpfung vorn voll einstellbar, hinten per Handrad über Federvorspannung mit Zugstufe, Federweg jeweils 160 Millimeter, Doppel-/Einscheibenbremsanlage, 19/17-Zoll-Räder mit 110/150er-Reifen.

Das Fahrwerk ist voll einstellbar

Die V-Strom macht schon beim bloßen Betrachten der Bilder was her. Unser Test steht zwar noch aus, aber die, die sie schon gefahren sind, loben etwa Retro-Optik, Ergonomie, Wind-/Wetterschutz, Durchzugsstärke des Motors und Langstreckentauglichkeit, auch wenn es für die große Tour noch etwas Zusatzausstattung brauche. Den Stärken stellen die Tester das vergleichsweise hohe Gewicht entgegen, dass das ABS nicht abschaltbar sei und der Quickshifter fürs Hochschalten ohne Kupplung in der Serie fehle. Dennoch werde das voll einstellbare Fahrwerk selbst bei sportlicherer Gangart noch ganz gut mit der Masse fertig. Ausnahmen stellten lediglich Rangieren und sehr langsames Fahren dar; auch sei das Gewicht in Kurven etwa beim Aufrichten aus der Schräglage zu spüren. Der Motor spreche bei niedrigeren Drehzahlen eher behutsam an, zeige bei 4500 bis 5500 Touren stärkste Beschleunigungskraft, weise auch in oberen Drehzahlbereichen noch ordentlich Power auf. Das 19-Zoll-Vorderrad stehe für gute Performance auf der Straße.

Noch drei andere Versionen

Neben der 1050 XT hat Suzuki aktuell die V-Strom noch als 1050er, 650-XT und 650er im Programm. Vergleicht man die Preise ist die V-Strom 1050, die Normalversion beginnt bei 12 790 Euro, in der Tat in eine andere Liga aufgestiegen. Sie kommt mit modernsten Sicherheitsfeatures daher, ist zumindest im Urteil von Experten dennoch ein weitgehend unkompliziertes Motorrad für die längere Reise geblieben. Mit dem man sich durchaus auch weg vom Asphalt auf schlechtere Passagen wagen kann, Motto „Auf, ins Abenteuer!“

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