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Schlösser, Burgen, Klöster

by admin

Deutschland ist schön: Im Weingau, genannt Rheingau / Winzerfamilie gibt Tipps für Aufenthalt

Von Günther Koch/Life-Magazin

Wahrzeichen durchaus auch für den Rheingau ist der alte Weinverladekran bei Oestrich-Winkel. Foto: Koch

Hattenheim – Im Moment ist es nicht so gut! Winzerfamilie Gerhard, Vater Werner, Mutter Gudrun und Tochter Michaela, hat alle Hände voll zu tun, ist auf dem kleinen Hof des eigenen Guts in Hattenheim im Rheingau gerade dabei, den letzten Wein des 2017er-Jahrgangs in Flaschen abzufüllen. „Am besten, Sie kommen am späten Nachmittag so gegen 18 Uhr nochmal wieder“, sagt Jungwinzerin Michaela, die wir schon von unserem Anfang März auf TravelLifeDrive erschienenen „Weinbau im Rheingau“-Interview kennen. 2018 werden wir noch öfter bei den Gerhards sein, wollen sie im Frühling, Sommer, Herbst und Winter bei ihrer Arbeit im Weinberg und auf dem Weingut durchs Jahr begleiten. Doch vorher ist erst einmal ihre Heimat an der Reihe.

Endlich! Der Frühling ist da – (fast) schon in voller Pracht auch in Wiesbaden. Fotos: Koch
Endlich! Der Frühling ist da – (fast) schon in voller Pracht auch in Wiesbaden. Fotos: Koch
In der Landeshauptstadt blüht es ebenfalls schon vor dem Hessischen Landestheater.
In der Landeshauptstadt blüht es ebenfalls schon vor dem Hessischen Landestheater.

Dank Südlage

Der erste Samstag im April. Endlich ist der Frühling auch im Rheingau da! Die Temperaturen steigen auf über 20 Grad. Viele Cabrios sind unterwegs, Oldtimer, die man sonst nur selten auf den Straßen sieht, Motorradfahrer allein oder in Gruppen. Und auch wenn die eigentliche Explosion der Natur selbst im Rheingau diesmal wohl noch etwas auf sich warten lässt: Die Vegetation in der Region scheint dank Südlage am Rhein, dank Rheingau-Gebirge als südlichem Taunus-Ausläufer, der vor kalten Winden und Stürmen aus dem Norden schützt, und dank speziellem Mikroklima, das sich so herausgebildet hat und den Weinbau begünstigt, zumindest schon einen Schritt weiter als anderswo zu sein.

Das ist Eltville: Sekt, Rosen und Buchdruckerfinder Gutenberg, der wohl einige Zeit hier verbrachte.
Das ist Eltville: Sekt, Rosen und Buchdruckerfinder Gutenberg, der wohl einige Zeit hier verbrachte.
St. Valentin ziert den Kiedricher Marktbrunnen.
St. Valentin ziert den Kiedricher Marktbrunnen.

Zuerst in der Landeshauptstadt

Forsythien blühen. Es ist schön, die ersten Obstbäume zu sehen, wie sie sich entfaltet haben. Am Kurpark in Wiesbaden, hessische Landeshauptstadt und, wenn man so will, östliches Tor zum Rheingau, sind uns vorher schon japanische Touristen aufgefallen, die sich unter rosafarbener Kirschblütenpracht gegenseitig immer wieder selbst fotografiert haben, sich dabei vielleicht sogar zur Kirschbaumblüte ins eigene Land versetzt fühlen.

Eberbach ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen.
Eberbach ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen.
Schöne Fachwerkhäuser finden sich auch in Hattenheim, hier das Hotel Zum Krug.
Schöne Fachwerkhäuser finden sich auch in Hattenheim, hier das Hotel Zum Krug.

Eberbach und Hallgartener Zange

In Höhe von Eltville biegen wir Richtung Kiedrich und danach weiter zum Kloster Eberbach ab, jener weitläufigen, guterhaltenen mittelalterlichen Anlage, die Mitte der 1980er-Jahre unter anderem Drehort für Innenaufnahmen zur Verfilmung von Umberto Ecos „Der Name der Rose“ mit Sean Connery in der Hauptrolle war. Etwas südlich grenzt das Staatsweingut an. Über Hattenheim ist es nicht weit bis zur Hallgartener Zange, die uns die Gerhards empfohlen haben. Dabei handelt es sich um einen 580 Meter hohen bewaldeten Berg mit natürlicher Erlebniswelt, Kletterpark, Aussichtsturm und Gasthof auf dem Plateau. Der gleichnamige Ringwall in der Nähe, vermuten Historiker, könnte einst dem nicht weit entfernten Kloster Eberbach als Fluchtburg gedient haben. Ein Denkmal erinnert an den Absturz eines Postflugzeugs 1935 und den Tod der gesamten Besatzung.

Wer will, kann im Kletterpark Hallgartener Zange was erleben.
Wer will, kann im Kletterpark Hallgartener Zange was erleben.
Zum Erlebnispark oberhalb von Hallgarten gehört auch dieser Aussichts- und Kletterturm.
Zum Erlebnispark oberhalb von Hallgarten gehört auch dieser Aussichts- und Kletterturm.

Am Kran bei Oestrich-Winkel

Unten auf dem Rhein fahren kleinere Sportboote und größere Frachtschiffe mit Namen wie Nida oder Caesar vorbei. Am Ufer sind Spaziergänger, Radfahrer und Inliner bemüht, sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen, packen bei einer Rast ihre Picknicksachen am Hebekran von Oestrich-Winkel aus, hinter dessen Bretterverschalung sich eine schon vor 2000 Jahren von den Römern genutzte Technik verbirgt, mit der Schiffe einst ihre begehrte Fracht genau hier an Bord genommen haben, den Riesling! Von dem es übrigens in einem Führer, den der Rüsselsheimer Autobauer Opel einmal für eine Fahrvorstellung durch den Rheingau zusammengestellt hat, heißt, dass er vor 100 Jahren sogar der „teuerste Wein der Welt“ gewesen sein soll. Weder Rothschild Lafite noch Margaux hätten da jedenfalls mithalten können …

Wie so viele im Rheingau ist auch Hallgarten ein hübsches Weindorf.
Wie so viele im Rheingau ist auch Hallgarten ein hübsches Weindorf.
So manches erinnert in der Region noch an frühere Zeiten im Weinbau.
So manches erinnert in der Region noch an frühere Zeiten im Weinbau.

Im Schloss Johannisberg

Szenenwechsel. Schloss Johannisberg über Geisenheim. Vor 1200 Jahren soll der damals wohl mächtigste Mann Europas, Karl der Große, befohlen haben, einen Weinberg mitten im Rheingau anzulegen. Weil er von seiner Pfalz auf der anderen Seite des Rheins in Ingelheim aus angeblich beobachtet hat, dass der Schnee zuerst auf dem Johannisberg schmilzt, lässt er die Reben genau dort pflanzen – und eines der ältesten Weingüter der Welt entsteht. Ein Kloster der Benediktiner folgt, später das Schloss, in dessen Innenhof eine Reiterskulptur heute die vermeintlich „zufällige Entdeckung der Spätlese“ erklärt: Demnach überbringt ein Kurier 1775 die fürstbischöfliche Erlaubnis zum Beginn der Weinlese zwar zu spät, die Mönche – Kloster Johannisberg liegt nicht weit entfernt vom Schloss – keltern die Trauben aber trotz „Fäule“ – mit dem bekannten Ergebnis, dass am Ende ein „vortrefflicher Wein“ daraus wird.

Die Ausleger und Malereien an Hotels und Cafés am Rhein strahlen Gemütlichkeit aus.
Die Ausleger und Malereien an Hotels und Cafés am Rhein strahlen Gemütlichkeit aus.
Auf dem Rhein sind viele Frachtschiffe unterwegs.
Auf dem Rhein sind viele Frachtschiffe unterwegs.

Auf Burg Schwarzenstein

Noch etwas weiter oben thront Burg Schwarzenstein. Aus Deutschland stammende Vorfahren des Champagnerproduzenten Mumm aus dem französischen Reims haben sich laut Opel-Führer das romantische Gemäuer, heute Hotel und Restaurant, Ende des 19. Jahrhunderts errichten lassen. Wer die Straße weiter Richtung Stephanshausen fährt, gelangt spätestens bei Presberg ins Wispertal, in dessen Bach sich Forellen tummeln. Die knapp 30 Kilometer lange Bundesstraße – Achtung, Motorradfahrer! – weist viele Kurven, Steigungen und Gefälle teilweise sogar bis fast zehn Prozent aus. Morgens soll sich der Fahrt- mitunter so stark mit dem Wisperwind mischen, dass er in dem engen Tal, durch das auch wir jetzt fahren, sogar einen regelrechten Sog auslösen kann.

Diese Weinlage erstreckt sich unterhalb von Schloss Johannisberg.
Diese Weinlage erstreckt sich unterhalb von Schloss Johannisberg.
Schloss Johannisberg zählt zu einem der ältesten Weingüter der Welt.
Schloss Johannisberg zählt zu einem der ältesten Weingüter der Welt.

Die Wacht am Rhein

Bei Lorch erreichen wir im Weltkulturerbe Mittleres Rheintal wieder den Rhein. Von Niederheimbach bis Bingen erheben sich gegenüber Burgen wie Heimburg, Sooneck, Reichenstein, Rheinstein und, am Binger Loch kurz hinterm Mäuseturm, Burg Klopp auf ihren Felsen. Diesseits kommt hoch über Rüdesheim in Erinnerung an die Einigung Deutschlands 1871 nach dem Krieg zwischen Deutschen und Franzosen das auch mit Gondeln erreichbare, aus verschiedenen Bronzereliefs bestehende, monumentale Niederwalddenkmal mit Germania an der Spitze hinzu, die, könnte sie singen, wohl die Wacht am Rhein intonieren würde. Sie müsste das Lied gar nicht mal auswendig können, da fünf von insgesamt sechs Strophen gleich unter dem Hauptrelief eingemeißelt sind.

Im Innenhof des Schlosses findet sich die Statue des Spätlesereiters.
Im Innenhof des Schlosses findet sich die Statue des Spätlesereiters.
Prächtige Blütenpracht vor Kloster Johannisberg.
Prächtige Blütenpracht vor Kloster Johannisberg.

In der Abtei St. Hildegard

Wie gut, dass man sich nach dem Trubel oben oder in der von Touristen nicht minder frequentierten berühmt-berüchtigten Drosselgasse unten in die Stille und Besinnung der ebenfalls bei Rüdesheim befindlichen Abtei St. Hildegard zurückziehen kann! Einem Kloster der Benediktinerinnern, deren Äbtissinnen in der Nachfolge Hildegards von Bingen stehen. Die Schwestern leben nach wie vor nach über 1400 Jahre alten Ordensregeln, die auf den heiligen Benedikt zurückgehen. Die bekannteste lautet ora et labora, bete und arbeite. Für den Lebensunterhalt sind Klosterweingut, Kunstwerkstätten und Klosterladen da. Beim Pilgertrunk, den es zu kaufen gibt, handelt es sich übrigens natürlich um einen Riesling, feinherb und mit fruchtigen Aromen – samt Hinweis auf Benedikts Regel 64, wonach das rechte Maß die Mutter aller Tugenden ist.

Burg Schwarzenstein thront hoch über Geisenheim und dem Rheintal.
Burg Schwarzenstein thront hoch über Geisenheim und dem Rheintal.
Pferde auf einer Koppel auf dem Weg ins Wispertal.
Pferde auf einer Koppel auf dem Weg ins Wispertal.

Nachweislich seit 1442

Diesmal passt es! Die Gerhards haben das Abfüllen des neuen Weins für diesen Tag geschafft. Die Familie ist nachweislich seit 1442 in Hattenheim verwurzelt und hier im Weinbau tätig. Urgroßvater Heinrich hat 1919 im Rheingau die ersten Flaschen abgefüllt. Vater Werner, der das Weingut 1990 von den Eltern übernommen hat, Mutter Gudrun und Tochter Michaela bauen heute auf knapp fünf Hektar Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder an in einer Region, deren Anbaufläche sich über 3100 Hektar erstreckt und etwa 600 kleinere und größere gemeldete Weinbaubetriebe zählt.

Ganz schön verwurzelt steht dieser Stamm am Ufer der Wisper da.
Ganz schön verwurzelt steht dieser Stamm am Ufer der Wisper da.
Willkommen in der Rotweinstadt Assmannshausen!
Willkommen in der Rotweinstadt Assmannshausen!

Straußwirtschaft und Wiesbaden

Was sie einem Nicht-Rheingauer empfehlen würden, der ein paar Tage in genau dieser Region verbringen will, vielleicht übers Wochenende? Michaela schlägt vor, an einem Abend in eine typische Straußwirtschaft zu gehen, am besten während der Rheingauer Schlemmerwochen, „denn zusammen am Tisch zu sitzen, da lernt man immer wieder neue Leute kennen“. Schwester Daniela, Bankkauffrau und Bankfachwirtin, rät, samstags Wiesbaden zu besuchen. „Morgens ist Markt auf dem Dern’schen Gelände im Zentrum, danach könnte man die Stadt mit Segways erkunden, elektrisch angetriebenen Ein-Personen-Gefährten mit zwei auf derselben Achse befindlichen Rädern, man kann mit der Nerobergbahn fahren oder die Stadt einfach bei einem Kaffee auf sich wirken lassen.“

Am Anleger bei Lorch am Rhein: Boot des Wassersportvereins.
Am Anleger bei Lorch am Rhein: Boot des Wassersportvereins.
Burgromantik im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal.
Burgromantik im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal.

Erlebniswelt und Romantiktour

Wer den Rheingau von oben sehen will, hat die Möglichkeit, von der Erlebniswelt der Hallgartener Zange aus einen „atemberaubenden Ausblick mit Action“ zu genießen, so Vater Werner, der sich nach diesem anstrengenden Samstag „eigentlich nur noch aufs Abendessen und die Couch“ freut, tags darauf aber wieder wandern will. Etwas gemütlicher geht es für Mutter Gudrun zu bei der Romantiktour mit der Seilbahn von Rüdesheim zum Niederwalddenkmal hoch, in die Rotweinstadt Assmannshausen und mit dem Schiff wieder zurück nach Rüdesheim. „Abends finden in den Orten meist kleinere oder größere Wein- und Straßenfeste statt.“ Michaela würde sich auf jeden Fall noch einen Tag für eine Wanderung freihalten, denn die Natur im Rheingau sei am besten über einen der Wanderwege wie Rheinsteig, Klostersteig oder verschiedene Routen um die Klöster Eberbach oder Marienthal zu entdecken. „Mit einer Flasche Wein und einem Picknick im Rucksack ist man immer bestens versorgt.“

Monumental wacht Germania oberhalb von Rüdesheim über den Rhein.
Monumental wacht Germania oberhalb von Rüdesheim über den Rhein.
Vom Niederwalddenkmal ziehen sich die Weinlagen fast bis ans Ufer des Rheins hinunter.
Vom Niederwalddenkmal ziehen sich die Weinlagen fast bis ans Ufer des Rheins hinunter.

Und immer wieder – Wein

Um Weinfreude im Rheingau zu entdecken, sei zudem der Leinpfad am Rhein eine schöne Strecke, denn entlang des Fuß- und Radwegs fänden sich immer wieder Weinstände in den Ortschaften. „Besonders unsere Hattenheimer Weinfässer mit der großen Liegewiese laden zu dem ein oder anderem Glas ein.“  

Info Rheingau I

Bei dieser Region handelt es sich um eine Kulturlandschaft, die sich als gewelltes Hügelland rechtsrheinisch von Walluf bis Lorchhausen erstreckt, sich von den Höhen des Taunus hinunter zum Rhein zieht. Weil der Rhein hier für etwa 30 Kilometer aus seiner allgemeinen Nordrichtung abgelenkt wird und bis zum Binger Loch nach Westen fließt, ist die dominierende Geländeform die für den Weinbau günstige Südlage. Die Weinberge selbst fallen flach ab, sind lössbedeckt. In den Dörfern gibt es zahlreiche Weingüter. Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster verteilen sich über die gesamte Region. Oberhalb der Weinberge schließt sich das Rheingaugebirge mit dem Hinterlandswald an. Höchste Erhebung ist mit 619 Metern die Kalte Herberge oberhalb von Hallgarten. Schluchtwälder, Hochmoore und Wiesenbäche prägen das Wispertal. Der Mittelrheintal-Abschnitt zwischen Rüdesheim und Lorch gilt als Inbegriff der Rheinromantik zu Goethes Zeiten. Die Sommer im Rheingau sind in der Regel trocken und warm, die Winter mild.

Info Rheingau II

Weitere namhaftere Schlösser und Klöster in der Region sind Schloss Reinhartshausen in Erbach, Schloss Reichartshausen und Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel und Kloster Marienthal bei Geisenheim. Kiedrich ist als gotisches Weindorf bekannt, Eltville für seine Burg und den angrenzenden Rosengarten, Rüdesheim nicht nur wegen der Drosselgasse, sondern oberhalb davon ebenfalls durch das Niederwaldenkmal. Die Hochschule Geisenheim University wird weltweit für ihre weinbauliche Ausbildung gerühmt. Als kulturelle Anziehungspunkte gelten das Rheingau-Musikfestival, das Festival Rheingauer Platt, das Rheingauer „WeinLese“-Literaturfestival und das „VivArt“-Festival für Kultur und Lebensart. Mit den Schlemmerwochen diesmal vom 27. April bis 6. Mai startet inoffiziell die Festsaison. In Bad Schwalbach findet 2018 zudem die Landesgartenschau statt, bei der auch Rheingauer Winzer die ganze Saison über mit einem Weinstand vertreten sind.

Info Rheingau III

Wir waren oberhalb von Geisenheim und Johannisberg in der Relais & Château Parkresidenz Hotel Burg Schwarzenstein (vier Sterne, 51 Zimmer/Suiten, stilvoll und aufwendig restaurierte Anlage mit Blick über das Rheintal, Pure-Nature-Küche von Nils Henkel, www.burg-schwarzenstein.de) untergebracht. Als besondere, eher gut bürgerliche Gutsausschänke, Weinlokale oder Restaurants können wir in Geisenheim das Bootshaus (www.bootshaus-geisenheim.de), in Oestrich-Winkel die „Wirtschaft“ (www.die-wirtschaft.net), in Assmanshausen den Gasthof Schuster (www.gasthof-schuster.com) und in Hattenheim den „Rheinblick“ (www.rheinblick-rheingau.de) empfehlen. Die Küche im Rheingau ist eher bodenständig und regional. Spezialitäten sind etwa Handkäs‘ mit Musik, Tresterkäs‘, Spundekäs‘, kleine deftige Wingertsknorz-Brotzöpfe, verschiedene Wurstarten, Sülze, Gerichte mit Bratkartoffeln und Winzersuppe. Beim Wein ist die Region vor allem durch Riesling und Spätburgunder bekannt. Information: Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH, Rheinweg 30, 65375 Oestrich-Winkel, Telefon 06723-602720, www.kulturland-rheingau.de, www.rheingau.de. Weingut Leon Gerhard, Bergweg 5, 65347 Hattenheim, Telefon 06723-3335, www.weingut-leon-gerhard.de.

Service Auto

Von Norden oder Süden reist man mit dem Auto am besten über die Autobahnen A3 bis zum Kreuz Wiesbaden und dann über die A66 Richtung Rüdesheim an, die schließlich in die Bundestraße B42 übergeht. Von Mainz kommend empfiehlt sich die A60 bis zum Dreieck Mainz, weiter über die A643 bis zum Schiersteiner Kreuz und dann ebenfalls über die B42 am Rhein entlang. Was die Bahn betrifft, ist Wiesbaden der nächstgrößere Knotenpunkt. Vom Flughafen Frankfurt sind es etwa 50 Kilometer oder 40 Minuten bis nach Geisenheim, von Burg Schwarzenstein für die beschriebenen Abstecher bis zur Abtei St. Hildegard achteinhalb und bis zum Kloster Eberbach zwölf Kilometer.

Die nächsten Folgen

Frühling im Weinberg: Mitte Mai. Sommer im Weinberg: Mitte/Ende August. Herbst im Weinberg: Ende Oktober/Anfang November. Winter im Weinberg: Ende Dezember/Anfang Januar. Lesen Sie auch: Weinbau im Rheingau: Michaela Gerhard vom Weingut Leon Gerhard im TravelLifeDrive-Gespräch Mehr Schon guter Austrieb: Frühling im Weinberg Mehr Hoffen auf Landregen: Sommer im Weinberg Mehr Gesundes Lesegut: Herbst im Weinberg Mehr Göttlicher Winzer: Über eine biblische Weinprobe Mehr Nächster Rebschnitt: Winter im Weinberg Mehr

KoCom/Fotos: Günther Koch

12. April 2018

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