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Auto im Alltag

Kia Stonic

by admin

Diesmal im Test als Diesel Platinium mit 110 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Kia Stonic, hier noch als 110-PS-Diesel Platinium. Foto: Koch

Seine Konkurrenz – das Segment boomt – ist nicht gerade klein! Sie reicht etwa vom Citroën C3 Aircross über Fiat 500X, das Hyundai-Schwestermodell Kona, Mazda CX-3 und Opel Crossland X bis hin zum Seat Arona. Wir haben das kleine SUV-Modell von Kia, den Stonic, jetzt als handgeschalteten Diesel mit Platinium-Paket zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Der Stonic, der Kias zuvor aus Sorento, Sportage und Niro bestehende SUV-Palette nach unten abgerundet hat, ist erst seit 2017 bei uns auf dem Markt, baut auf der Rio-Plattform auf, läuft in Korea vom Band, kommt mit markanterem Design auf über 4,1 Metern Länge solide verarbeitet daher, mutet für kleinere Wagen dieser Art recht wertig an. Platz ist vorn in dem nicht ganz so leisen fünftürigen Fünfsitzer bei fast 2,6 Metern Radstand ordentlich vorhanden. Hinten geht es etwas enger zu, die Beinfreiheit da könnte besser sein. Das Gepäckabteil fasst immerhin 342 bis 1155 Liter. Im übersichtlichen Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff.

Kia Stonic: Die Front ziert wie inzwischen gewohnt der „Tigernasen“-Kühlergill. Fotos: Koch
Kia Stonic: Die Front ziert wie inzwischen gewohnt der „Tigernasen“-Kühlergill. Fotos: Koch
Kia Stonic: Das Markenlogo sitzt vorn in der Motorhaube.
Kia Stonic: Das Markenlogo sitzt vorn in der Motorhaube.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen im Lauf ganz kultivierten 1,6-Liter mit 110 PS und durchzugsstärkeren 260 Newtonmetern schon früh ab 1500 Touren. Der Selbstzünder macht diesen Kia in der Spitze 180 Stundenkilometer schnell. Ein gut abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik so zumindest im Datenblatt angegebenen 4,2 Liter haben wir im Normalbetrieb leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach eher moderaten Stadt-, Landstraßen- und etwas flotteren Autobahnfahrprofilen dann doch 6,1 Liter angezeigt.

Kia Stonic: Blick auf den 1,6-Liter-Selbstzünder.
Kia Stonic: Blick auf den 1,6-Liter-Selbstzünder.
Kia Stonic: Im Cockpit geht es übersichtlich zu.
Kia Stonic: Im Cockpit geht es übersichtlich zu.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer bis zu 1349 Kilo schweren Frontantriebler beim Tritt aufs Gaspedal zügig voran. Die stabile Karosserie sorgt für ein gutmütig-sicheres Fahrverhalten. Mit dem Stonic ist man weitgehend kultiviert, unterm Strich sogar recht komfortabel unterwegs. Das eher auf europäische Fahrgewohnheiten abgestimmte Fahrwerk steht samt der elektrisch unterstützten und vergleichsweise direkt übersetzten Lenkung zudem für ein ziemlich agiles Handling. Das Manövrieren fällt auch auf engerem Raum leicht. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, sorgen für standfeste Verzögerung. Neben anderen Fahrassistenzen tragen im Platinium etwa auch Spurwechselhilfe und Querverkehrswarnung schon zum Standard-Insassenschutz bei.

Kia Stonic: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellschriftzug.
Kia Stonic: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellschriftzug.
Kia Stonic: Das Gepäckabteil fasst immerhin noch 342 bis 1155 Liter.
Kia Stonic: Das Gepäckabteil fasst immerhin noch 342 bis 1155 Liter.

Serie & Extras

Platinium ist die höchste von vier Ausstattungen. Bei ihr gehören zusätzlich zu Klimaautomatik, Audiosystem, Smartphone-Einbindung, Parksensoren, Lederlenkrad, Sitzheizung, autonomer Notbremsassistenz, Fußgängererkennung, Tempomat samt Begrenzer, Müdigkeitserkennung, Rückfahrkamera, Spurhaltehilfe, Spurverlassenswarner und 17-Zoll-Leichtmetallrädern mit 205er-Reifen etwa auch Aluminium-Sportpedale, Digitalempfang, elektrisches Glasschiebedach, Navigation und Leder zum Grundumfang. Gut 30 unterschiedliche Ein-/Zweifarblackierungen samt Farbpaketen für innen bieten genug Möglichkeiten individueller Gestaltung. Lediglich der Metalliclack hat den Grundpreis des Testwagens nochmal um 850 Euro erhöht.

Kia Stonic: Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers.
Kia Stonic: Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers.
Kia Stonic: Und so sieht das kleine SUV-Modell der Koreaner von der Seite aus.
Kia Stonic: Und so sieht das kleine SUV-Modell der Koreaner von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 26 190 Euro, ist nicht ganz billig. Dafür sind auch die sieben Jahre Garantie für ein Trendmodell wie den Stonic noch ein Wort. Ab 15 990 Euro finden sich für das Modelljahr 2018 drei Benziner mit 84, 99 und 120 PS in der Liste. Die neue Palette mit 99- und 120-PS-Benziner (sogar mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe) sowie 115- und 136-PS Diesel, alle nach der strengeren neuen Abgasnorm Euro-6d-Temp klassifiziert, fängt bei 17 650 Euro, geht rauf bis 26 890 Euro.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: 81/110 kW/PS. Maximales Drehmoment: 260/1500-2750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,1 Liter pro 100 Kilometer, 109 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,2 Litern Mixverbrauch. Preis: 26 190 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

7. August 2018

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