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Der Briten-Kombi

by admin

Jaguar fährt in Business-XF-Baureihe wieder seinen geräumigeren Sportbrake vor

Von Günther Koch/Life-Magazin

Jaguar XF Sportbrake, hier als 300-PS-Sechszylinder-Spitzendiesel. Foto: Koch

Bremthal – Bei den Händlern steht er schon: Auch wir haben den im Umfeld vergleichbarer Premiumkombis wie Audi A6 Avant, BMW 5er Touring, Mercedes E-Klasse-T-Modell oder Volvo V90 positionierten und national gerade in Bremthal bei Eppstein im Taunus vorgestellten Jaguar XF Sportbrake jetzt gefahren. Der Einstieg beginnt bei 43 960 Euro, 2500 Euro teurer als bei der Limousine.

Zweite Generation

Das Auto: Dabei handelt es sich um die zweite Generation. Mit der kehren die Briten nach zwei Jahren Pause wieder ins Segment zurück. Sie baut auf der Limousine auf, kommt auf fast fünf Metern Länge sauber verarbeitet daher, mutet wertig an. Platz ist bei nur noch knapp unter drei Metern Radstand selbst im Fond ausreichend vorhanden. Die Kniefreiheit ist größer geworden. Das Gepäckabteil fasst nun stattliche 565 bis 1700 Liter. Für das Eingewöhnen in die Bedienung sollte man sich aber etwas Zeit nehmen.

Jaguar XF Sportbrake: Die Frontpartie ist typisch für die Marke. Fotos: Koch
Jaguar XF Sportbrake: Die Frontpartie ist typisch für die Marke. Fotos: Koch
Jaguar XF Sportbrake: Das Raubkatzen-Logo sitzt vorn im Kühlergrill.
Jaguar XF Sportbrake: Das Raubkatzen-Logo sitzt vorn im Kühlergrill.

Für angenehmes Bordklima

Die Ausstattung: Ohne Erstauflage stehen fünf Lines zur Wahl. Schon im Basispaket sind etwa Dachreling, Radio-/Infotainmentsystem, Achtzoll-Touchscreen-Monitor, Vernetzung, Zweizonen-Klimaanlage, Multifunktionslederlenkrad, Spurverlassenswarner, Tempomat samt Begrenzer und elektrische Hecktür enthalten. Zahlreiche Sicherheits- und Fahrassistenzen finden sich in der Liste. Neben der Hecktür lässt sich auch für die elektrische Sonnenblende des großen Panoramadachs eine Gestensteuerung ordern. Für stets angenehmes Klima an Bord ist die Ionisierung der Luft im Innenraum möglich. Wer das wasserdichte und stoßfeste „Activity Key“-Armband trägt, braucht etwa beim Sport draußen keinen normalen Autoschlüssel mehr mitzunehmen. An Leichtmetallrädern können 17/18/19/20-Zöller mit 225/245/255er-Reifen aufgezogen werden.      

Jaguar XF Sportbrake: Blick unter die Haube auf den 3,0-Liter-Selbstzünder.
Jaguar XF Sportbrake: Blick unter die Haube auf den 3,0-Liter-Selbstzünder.
Jaguar XF Sportbrake: Fürs Eingewöhnen in die Bedienung sollte man sich Zeit nehmen.
Jaguar XF Sportbrake: Fürs Eingewöhnen in die Bedienung sollte man sich Zeit nehmen.

Fünf Motorisierungen

Der Antrieb: Der ab 51 060 Euro teure 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner leistet 250 PS, die vier 2,0 und 3,0 Liter großen Vier- und Sechszylinder-Turbodiesel, darunter ein Twinturbo, sind 163, 180, 240 und 300 PS stark, wuchten Drehmomente bis 700 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Sie alle machen die Leichtbau-Sportbrakes, die leer 1660 bis 1855 Kilo auf die Waage bringen und Lasten bis zwei Tonnen ziehen können, in der Spitze 219 bis 250 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Handschaltgetriebe oder Achtstufen-Automaten übertragen die Kraft auf die Räder, entweder nur auf die hinten oder auf alle vier. In Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktionen gibt Jaguar zumindest im Datenblatt den Verbrauch im Mix mit 4,5 bis 6,8 Litern an.    

Jaguar XF Sportbrake: Heck-/Seitenansicht.
Jaguar XF Sportbrake: Heck-/Seitenansicht.
Jaguar XF Sportbrake: Modellkennung auf der elektrischen Hecktür.
Jaguar XF Sportbrake: Modellkennung auf der elektrischen Hecktür.

Mit Niveauregulierung

Das Fahren: Wir sind im laufruhig-kultivierten 300-PS-Twinturbo-Spitzendiesel unterwegs gewesen. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach eher moderater Fahrt durch den Taunus statt um die sechs rund achteinhalb Liter angezeigt. Der Fahrkomfort dagegen ist hoch, wozu die automatische Niveauregulierung mit Luftfederung an der Hinterachse beiträgt. Der konfigurierbare Dynamikmodus erlaubt persönliche Feineinstellungen. Der optionale Allrad ist mit Elektronikhilfen kombiniert, die Motor, Gasannahme, Lenkung, Automatik und elektronischen Schleuderschutz von Schotter über Schnee bis Eis anpassen und sichereres Vorwärtskommen bei rutschigem Untergrund sowie höheren Kurvengeschwindigkeiten verbessern. Die elektromechanische Servolenkung arbeitet präzise. Die Scheibenbremsen packen standfest zu.

Jaguar XF Sportbrake: Das Gepäckabteil fasst 565 bis 1700 Liter.
Jaguar XF Sportbrake: Das Gepäckabteil fasst 565 bis 1700 Liter.
Jaguar XF Sportbrake: Und so sieht der Premiumkombi von der Seite aus.
Jaguar XF Sportbrake: Und so sieht der Premiumkombi von der Seite aus.

Nutzwertigere Variante

Alles in allem: Deutschland ist Kombiland! Insofern macht eine solche nutzwertigere Karosserievariante auch für Jaguar wieder Sinn, ohne auf die sportliche Sportbrake-Bremse treten zu müssen. Deutschland-Sprecherin Andrea Leitner-Garnell jedenfalls rechnet in der XF-Business-Baureihe mit einem Anteil von über 40 Prozent.

Datenblatt

Motor: Ein Vierzylinder-Turbobenziner, vier Vier- und Sechszylinder (Twin-)Turbodiesel. Hubraum: 2,0, 3,0 Liter. Leistung: 120/163 bis 221/300 kW/PS. Maximales Drehmoment: 365/1200-4500 bis 700/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 6,1 bis 9,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 219 bis 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Jaguar Mixverbrauch 4,5 bis 6,8 Liter pro 100 Kilometer, 118 bis 155 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 43 960 bis 75 970 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

5. Dezember 2017

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