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Mit Turbo-Effizienz

by admin

Jaguar bietet mit E-Pace nun schon sein zweites SUV-Modell in der Kompaktklasse an

Von Günther Koch/Life-Magazin

Jaguar E-Pace, hier als 240-PS-Spitzendiesel. Foto: Koch

Rayol-Canadel-sur-Mer – Eigentlich ist es das Revier der Schwestermarke Land Rover, doch auch Jaguar ist seit Einführung des F-Pace 2016 im Boomsegment der SUV unterwegs. Sogar gleich zwei neue Kompakt-SUV sind 2018 bei der zuvor nur für Luxuslimousinen und Sportwagen bekannten Marke aktuell. Wobei der gerade in Südfrankreich vorgestellte Jaguar E-Pace (noch) nicht die schon länger angekündigte Elektroversion ist.  

Kleiner F-Pace

Das Auto: Bei dem fünftürigen Fünfsitzer, sauber verarbeitet, weitgehend wertig anmutend, knapp 4,4 Meter lang, Radstand fast 2,7 Meter, geräumig selbst im Fond, Kofferraum 577 bis 1234 Liter, handelt es sich um den kleineren F-Pace-Bruder, der ab 34 950 Euro im Premiumbereich im Umfeld etwa von Audi Q3 über BMW X1/X2/X3, Mercedes GLA/GLC bis Volvo XC40 antritt. Er teilt sich die Plattform mit dem Evoque und dem Discovery Sport von Land Rover. Beim Design lehnt er sich außen wie innen an den Sportwagen F-Type an. Man sitzt nur leicht erhöht. Im recht übersichtlichen Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff. Die für das Infotainment könnte jedoch etwas intuitiver sein.    

Jaguar E-Pace: Das Design nimmt außen wie innen Anleihen beim F-Type. Fotos: Koch
Jaguar E-Pace: Das Design nimmt außen wie innen Anleihen beim F-Type. Fotos: Koch
Jaguar E-Pace: Das Markenemblem sitzt vorn im Kühlergrill.
Jaguar E-Pace: Das Markenemblem sitzt vorn im Kühlergrill.

Bis hoch zum R-Dynamic

Die Ausstattung: Standard daneben sind überall etwa LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Multifunktionslederlenkrad, Zehnzoll-Touchscreen, Müdigkeitswarner, Einparkhilfe vorn/hinten, Tempomat samt Begrenzer, Notbrems-, Spurhalteassistenz, Rückfahrkamera und Heckspoiler. Ab Stufe zwei ist Navigation samt Vernetzung und Smartphone-Einbindung an Bord. Als R-Dynamic fährt der E-Pace noch sportlicher vor. Zu den technologischen Besonderheiten zählen Matrix-Leuchten, Fußgängerairbag, Gestensteuerung für die Heckklappe, elektrische Sonnenblende und Stereokamera zur Steuerung der Elektronikhilfen. Die möglichen Leichtmetallräder sind 17 bis 21 Zoll groß.

Jaguar E-Pace: Blick unter die Haube auf den stärksten 2,0-Liter-Selbstzünder.
Jaguar E-Pace: Blick unter die Haube auf den stärksten 2,0-Liter-Selbstzünder.
Jaguar E-Pace: Im Cockpit geht es recht übersichtlich zu.
Jaguar E-Pace: Im Cockpit geht es recht übersichtlich zu.

Zwei Benziner, drei Diesel

Der Antrieb: Da setzt auch Jaguar inzwischen insbesondere auf effizientere 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbos, sowohl bei den zwei ab 42 350 Euro beginnenden Benzinern mit 249 und 300 PS wie auch bei den drei im Drehmoment teils stärkeren, trotzdem genügsameren Diesel mit 150, 180 und beim Twinturbo mit 240 PS. Sie machen die leer 1775 bis 1926 Kilo schweren E-Pace in der Spitze 193 bis 243 Stundenkilometer schnell. Beim 150- und 180-PS-Selbstzünder überträgt ein Sechsgang-Schaltgetriebe die Kraft auf die Räder, sonst ein Neunstufen-Automat. In Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion geben die Briten den Mixverbrauch mit 4,7 bis 8,0 Litern an, zumindest im Datenblatt.     

Jaguar E-Pace: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellschriftzug.
Jaguar E-Pace: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellschriftzug.
Jaguar E-Pace: Blick auf die Heckpartie.
Jaguar E-Pace: Blick auf die Heckpartie.

Sport mit Komfort

Das Fahren: Wir sind im 240-PS-Spitzendiesel unterwegs gewesen. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach eher moderaten Landstraßen- und Autobahnfahrprofilen 7,2 (statt 6,2) Liter angezeigt. Anfangs nicht ganz so leichtfüßig, kommt der E-Pace dann aber recht bald in Schwung. Das Fahrwerk hat einen genauso komfortablen wie sportlichen Gesamteindruck hinterlassen. Die elektromechanische Servolenkung gibt direkte Rückmeldung. Die Scheibenbremsen packen standfest zu. Ist der Basisdiesel alternativ auch nur mit Frontantrieb zu haben, sind alle anderen mit Allrad kombiniert, bei dem bei den stärksten Varianten, so Jaguar-Deutschland-Technikexperte Frank Sommer, zwei elektronisch gesteuerte Lamellenkupplungen an der Hinterachse arbeiten, um bei Bedarf Momente für eine bessere Traktion noch gezielter an die Räder zu leiten.    

Jaguar E-Pace: Das Gepäckabteil fasst 577 bis 1234 Liter.
Jaguar E-Pace: Das Gepäckabteil fasst 577 bis 1234 Liter.
Jaguar E-Pace: Und so sieht der fünftürige Fünfsitzer von der Seite aus.
Jaguar E-Pace: Und so sieht der fünftürige Fünfsitzer von der Seite aus.

Elektro im Spätsommer

Alles in allem: SUV werden auch für Jaguar immer wichtiger. Mit dem E-Pace führen die Briten zugleich eine neue Nomenklatur ein: P250 etwa steht für den Petrol/Benziner mit 250 PS, D150 für den Diesel mit 150 PS. Den kompakten Elektro-SUV kündigt Deutschland-Sprecherin Andrea Leitner-Garnell für Spätsommer an – als I- nicht E-Pace.

Datenblatt

Motor: Zwei Vierzylinder-Turbobenziner, drei Vierzylinder-Turbodiesel, darunter ein Twinturbo. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 110/150 bis 231/300 kW/PS. Maximales Drehmoment: 365/1200-4500 bis 500/1500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 6,4 bis 10,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 193 bis 243 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Jaguar 4,7 bis 8,0 Liter pro 100 Kilometer, 124 bis 181 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 34 950 bis 63 550 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

23, Februar 2018

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