Montag, 17. Januar 2022

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Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Subaru Forester

Diesmal im Test als 150-PS-e-Boxer-Benziner Platinum

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die aktuelle Forester-Auflage von Subaru steht seit 2020 bei den Händlern. Fotos: Koch

Seit 1997 hat Subaru den Forester auf dem Markt. Er sortiert sich markenintern zwischen dem kleineren XV und dem größeren Outback ein. Bei der aktuellen handelt es sich um die fünfte Generation, mit der die Japaner im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Ford Kuga, Opel Crossland oder VW Tiguan unterwegs sind. Wir haben das kompakte SUV-Modell jetzt in der einzigen Motorisierung als e-Boxer-Mildhybrid-Automatikbenziner Platinum mit Allrad gefahren.

Außen & Innen

Fünftüriger Fünfsitzer. Eher nüchtern-geradliniges Design. Solide verarbeitet. In der getesteten Spitzenausführung sogar wertiger anmutend. 4,64 Meter lang, 1,81/2,06 Meter breit, 1,73 Meter hoch, Radstand 2,67 Meter, Kofferraum 509 bis 1751 Liter. Baut auf neuer Globalplattform auf, die für mehr Platz und mehr Sicherheit sorgt. Insgesamt robuster Charakter. Markant an Front und Heck. Kräftiger ausgestellte Radkästen. Hat bis auf die Höhe in den anderen äußeren Abmessungen zugelegt, wovon die Geräumigkeit profitiert. Dass er sich etwas stärker duckt, trägt zu flotterer Optik bei. Neue Materialien, geometrische Muster, abgerundete Elemente, Dekoreinlagen und Ziernähte werten das Innere auf. Man sitzt gut. Rundumsicht geht in Ordnung. Anzeigen liegen gut im Blick. Cockpit noch recht übersichtlich. Bedienung ist rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn im oberen Teil des Kühlergrills.   

Motor & Umwelt

Vierzylinder-Boxerbenziner. Plus Elektromotor samt 13,5-Kilowattstunden-Batterie für Mildhybridauslegung. Abgasnorm Euro-6d. 2,0 Liter Hubraum. 110/150 kW/PS Verbrenner, 12,3/16,7 kW/PS Elektromotor. Verbrenner 194, Elektromotor 66 Newtonmeter Drehmoment. In 11,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 188 Stundenkilometer Spitze. Permanentallrad. Stufenlose Lineartronic-Automatik. Verbrauch laut Subaru kombiniert nach WLTP 8,1 Liter mit 185 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Testverbrauch laut Bordcomputer 8,7 Liter pro 100 Kilometer.     

Unter der Haube hier ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder verbaut. Blick ins aktuelle Cockpit.

Fahren & Sicherheit

Neue Technik punktet vor allem in der Stadt, wo häufiger gebremst und wieder beschleunigt wird. Üppigeres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Kraftvollerer Antritt. Motoren arbeiten auch spritsparend zusammen. Fahrdynamikregelung ist an Bord. Zwei Fahrprogramme, ebenfalls zwei fürs Gelände. Aktive Momentenverteilung und Allradmanagement verbessern Traktion. Höhere Bodenfreiheit und Unterfahrschutz sind nützlich abseits befestigter Wege. Elektrifizierter Antrieb ist wie der an die Getriebeautomatik gekoppelte Allrad symmetrisch angeordnet, was – gut fürs Handling – niedrigeren Schwerpunkt, gleichmäßigere Gewichtsverteilung und höhere Fahrstabilität zur Folge hat. Der leer 1693 Kilo schwere Wagen kann Lasten bis 2070 Kilo ziehen. Die Lenkung mit elektronisch geregelter Unterstützung gibt ordentliche Rückmeldung. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Aufmerksamkeits-, Müdigkeits-, Gefahrenerkennung, Adaptivtempomat, Spurhalte-, Spurleithilfe, EyeSight-Fahrerassistenzsystem, Notbremssystem mit Kollisionswarnung, Spurwechsel-, Totwinkel-, Querverkehrsassistenz tragen bei Platinum zum höheren Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit 509- bis 1751-Liter-Gepäckabteil.

Serie & Extras

Bei Platinum als höchster von vier Ausstattungen gehören etwa schon LED-Scheinwerfer, Dachreling, elektrisches Glasschiebedach, elektrische Heckklappe, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Acht-Zoll-Display, Navigation, Multi-Touchscreen-Monitor, Digitalradioempfang, Smartphone-Einbindung, Ledersitze, Aluminium-Pedale, An-/Abfahrhilfe am Berg, Seitensichtkamera und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie die spezielle Farbe (690 Euro) und andere haben den Grundpreis des Testwagens auf 44 771 Euro erhöht.

Blick auf den Modelschriftzug hinten. Und so sieht der Forester von der Seite aus.

Preis & Leistung

Ganz billig ist die Anschaffung, hier ab 43 990 Euro, nicht. Dafür hinterlässt das Auto einen zuverlässigen Eindruck. Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Mit Mildhybridtechnik ist der Antrieb in einem ersten Schritt effizienter geworden. Die Baureihe beginnt preislich bei 34 990 Euro. Nicht nur Förster dürften mit einem Wagen wie dem Forester zufrieden sein. 

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Boxerbenziner plus Elektromotor. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung Verbrenner: 110/150 kW/PS. Leistung Elektromotor: 12,3/16,7 kW/PS. Maximales Drehmoment Verbrenner: 194/4000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Maximales Drehmoment Elektromotor: 66 Newtonmeter. Beschleunigung: 11,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 188 Stundenkilometer. Antrieb: Allrad. Getriebe: Stufenlose Lineartronic-Automatik. Umwelt: Testverbrauch 8,7 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP kombiniert 185 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 8,1 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 43 990 Euro.   

(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert mit normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)

KoCom/Fotos: Günther Koch

3. Januar 2022