Montag, 17. Januar 2022

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Blinklicht

"999"

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"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

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VW Arteon

Diesmal im Test als 200-PS-Allraddiesel R-Line

Von Günther Koch/Life-Magazin

In überarbeiteter Version hat VW den Arteon bei uns seit 2020 im Handel. Fotos: Koch

2017 hat VW bei uns den Passat-CC-Nachfolger Arteon auf dem Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine noch oberhalb des Passats platzierte Mittelklasse-Kombilimousine mit Elementen eines viertürigen Coupés. Die aktualisierte Version steht seit 2020 bei den Händlern. Mit dem Arteon treten die Wolfsburger gegen in etwa vergleichbare deutsche Audi-A6-, BMW-5er- und Mercedes-E-Klasse-Konkurrenten an, die im Premiumbereich unterwegs sind. Wir haben den Arteon jetzt als R-Line-Spitzenmodell in Form des stärkeren Diesels mit Automatik und Allrad zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Viertüriger Fünfsitzer. Eigenständiges Design. Sportlich-elegant. Sauber verarbeitet. Wertig anmutend. 4,86 Meter lang, 1,58/1,87 Meter breit, 1,46 Meter hoch, Radstand 2,83 Meter, Kofferraum mit großer Heckklappe bis 1557 Liter. Technische Basis ist der modulare Querbaukasten des Konzerns. Vorn viel Platz. Hinten in Sachen Kopf- und Beinfreiheit bauartbedingt etwas weniger. Gute Rundumsicht. Modernes Digitalcockpit. Bedienung ist eigentlich ziemlich schnell im Griff. Manchem mag für wichtige Funktionen dennoch der eine oder andere Drehregler fehlen. 

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn im oberen Teil des Kühlergrills.   

Motor & Umwelt

Vierzylinder-Turbodiesel. Abgasnorm Euro-6d. 2,0 Liter Hubraum. 247/200 kW/PS. Maximal 400 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 bis 3500 Touren. In 7,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 234 Stundenkilometer Spitze. 4Motion-Permanentallrad. Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Verbrauch zumindest laut VW kombiniert nach WLTP maximal 5,1 Liter und maximal 134 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Verbrauch bei uns laut Bordcomputer nach zweiwöchigem Standardtest mit normalen Orts-, Landstraßen- und flotteren Autobahnfahrprofilen mit unterschiedlichen Fahrprogrammen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel 6,3 Liter.

Unter der Haube hier ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder am Werk. Blick ins Digitalcockpit.

Fahren & Sicherheit

Der Selbstzünder schiebt diesen leer 1724 Kilo schweren VW beim Tritt aufs Gaspedal druckvoll-kultiviert voran. Die Fahrleistungen können sich sehen lassen. Beim Fahrwerk ist ein bemerkenswerter Kompromiss aus oberklassigem Federungskomfort und agilem Handling gelungen. Der elektronisch gesteuerte Allrad passt sich permanent den sich ändernden Traktionsverhältnissen an, erhöht so mit der Bodenhaftung die Stabilität beim Fahren. Die elektromechanische Progressivlenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung. Die vorn und hinten innenbelüfteten Scheibenbremsen verzögern standfest. Unter anderem Einparkhilfe, Müdigkeits-, Fußgänger-, Verkehrszeichenerkennung, Notbrems-, Spurhalteassistenz und automatische Distanzregelung samt Geschwindigkeitsbegrenzer tragen bereits im Basismodell zum höheren Insassenschutzniveau bei.

Markenlogo und Modellschriftzug hinten. Das Gepäckabteil fasst bis zu 1557 Liter.     

Serie & Extras

Bei R-Line als höchster von lediglich drei Ausstattungslinien gehören etwa schon spezielle Stoßfänger, LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, Klimaanlage, Digitalcockpit, Navigation, Smartphone-Einbindung, Komfortsitze, Pedale in gebürstetem Edelstahl, Multifunktionslederlenkrad, Fahrprofilauswahl und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 245er-Reifen zum Grundumfang. Die aufpreispflichtigen Sonderwünsche reichten hier zuletzt laut Liste für Modelljahr 2021 etwa von der Rückfahrkamera (399 Euro) über Klimaautomatik (521 Euro), Headup-Display (550 Euro), Panorama-Ausstell-/Schiebedach (1150 Euro), Speziallackierung (1150 Euro), Adaptivfahrwerk (1169 Euro), Leder (1657 Euro) und Fahrassistenzpaket (2139 Euro) bis zum Business-Premium-Paket (2281 Euro) hinauf.

Heck-/Seitenansicht des Viertürers. Und so sieht der Arteon von der Seite aus.  

Preis & Leistung

Die Anschaffungskosten, in diesem Fall ab 50 730 Euro, haben es in sich. Dafür fährt ein designerisch für Wolfsburger Verhältnisse geradezu expressives VW-Modell vor, das sich bedingt durch seinen Komfort zudem noch als überaus langstreckentauglich erweist. In der aktuell bei 40 905 Euro beginnenden Arteon-Preisliste sind noch ein weiterer Turbodiesel mit 150 PS, drei Turbobenziner mit 190, 280 und der R mit 320 PS sowie ein Plug-in-Hybrid mit 159-PS-Turbobenziner und 115-PS-Elektromotor vermerkt. Der ebenfalls 2020 auf den Markt gekommene, Shooting Brake genannte nutzwertigere Kombi mit bis zu 1632 Liter großem Gepäckabteil startet preislich bei 42 790 Euro.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 247/200 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1750-500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 234 Stundenkilometer. Antrieb: 4Motion-Permanentallrad. Getriebe: Siebengang-Doppelkupplungsautomatik. Testverbrauch 6,3 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP kombiniert 128-134 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,9-5,1 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 50 730 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

21. Dezember 2021