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Das Flaggschiff-SUV

by admin

Hyundai bietet neuen Santa Fe auch als Siebensitzer an / Dafür fällt die Grand-Version jetzt weg

Von Günther Koch/Life-Magazin

Hyundai Santa Fe, hier als siebensitziger 200-PS-Turbodiesel. Foto: Koch

Barcelona – Santa Fe, Tucson, Kona: „Wir sind eine SUV-Marke“, sagt Markus Schrick. Hyundais Deutschland-Chef rechnet damit, dass die SUV-Verkäufe des Vollsortimenters schon bald bei uns sogar auf bis zu 40 Prozent steigen. Noch im Juli bringt Hyundai die gerade in Barcelona vorgestellte Neuauflage seines größeren Flaggschiff-SUV Santa Fe auf den Markt. Sie tritt im Umfeld etwa von Ford Edge oder Honda CR-V an. Kias Sorento ist das Schwestermodell im Konzern. Die Einstiegspreise beginnen bei 35 070 Euro. 

Vierte Generation

Das Auto: Der Santa Fe war 2000 der erste Hyundai-SUV. Bei der Neuauflage handelt es sich um die vierte Generation. Sie fährt als Fünf-, auf Wunsch auch als Siebensitzer vor, kommt eleganter mit neuer Front, geteilten Leuchteinheiten, größeren Fenstern, verbesserter Rundumsicht und wertigerem Funktions- und Wohlfühlambiente daher, wirkt auf mittlerweile fast 4,8 Metern Länge sauber verarbeitet. Platz ist bei nun noch deutlicher über 2,7 Metern Radstand selbst im Fond üppiger vorhanden. Das Gepäckabteil fasst je nach Sitzkonfiguration 625 bis 1695 oder 547 bis 1625 Liter. Im übersichtlich gestalteten Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff. Weil die Neuauflage mit Blick auf Größe und Platzangebot jetzt spürbar geräumiger geworden ist, optional eben auch sieben Sitze möglich sind und die Gesamtnachfrage nach ihm mit zuletzt 15 Prozent doch ziemlich überschaubar war, gibt es den Grand Santa Fe nicht mehr.

Hyundai Santa Fe: Blick auf die Frontpartie. Fotos: Koch
Hyundai Santa Fe: Blick auf die Frontpartie. Fotos: Koch
Hyundai Santa Fe: Vorn sitzt das Markenlogo im Kühlergrill.
Hyundai Santa Fe: Vorn sitzt das Markenlogo im Kühlergrill.

Neue Elektronikhilfen

Die Ausstattung: Unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, An-/Abfahrhilfe am Berg, Einparkhilfe und Rückfahrkamera tragen zur Sicherheit bei. Klimaanlage/-automatik, Tempomat, Lenkrad-/Sitzheizung und elektrische Heckklappe erhöhen den Komfort. Das normale Audiosystem ist mit Fünfzoll-Display verbunden, das mit Infotainment, digitalem Empfang und Smartphone-Einbindung mit Siebenzoll-Farb-Touchscreen, das mit Navigation sogar mit Achtzoll-Monitor. In die Smartphone-Ablage ist eine kabellose Ladefunktion integriert. Darüber hinaus ist ein spezielles Soundsystem lieferbar. Die Liste verfügbarer moderner Elektronikhilfen ist lang. Eine Ausstiegsassistenz hinten warnt in Zukunft vor sich nähernden Fahrzeugen, hält die Türen bei Gefahr verschlossen. Und der Insassenalarm beugt dem unbeabsichtigten Zurücklassen von Kindern oder Tieren vor. Die ab Werk aufgezogenen 17/18/19-Zoll-Leichtmetallräder haben alle 235er-Reifen.  

Hyundai Santa Fe: Blick unter die Haube auf den Vierzylinder-Selbstzünder.
Hyundai Santa Fe: Blick unter die Haube auf den Vierzylinder-Selbstzünder.
Hyundai Santa Fe: Im Cockpit geht es übersichtlich zu.
Hyundai Santa Fe: Im Cockpit geht es übersichtlich zu.

Ein Benziner, drei Diesel

Der Antrieb: Vier Vierzylinder bieten die Koreaner an, einen überaus kultivierten Benzindirekteinspritzer mit 188 PS und Partikelfilter sowie drei im Drehmoment stärkere, dabei zugleich genügsamere Turbodiesel mit 150, 185 und 200 PS und spezieller Harnstoffeinspritzung zur Stickoxidverminderung. Alle Motoren erfüllen laut Schrick bereits die neue strenger und realistischere Abgasnorm. Die 2,4, 2,0 und 2,2 Liter großen Aggregate machen die leer doch 1780 bis 2015 Kilo schweren SUV in der Spitze 193 bis 205 Stundenkilometer schnell. Neben einem Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt auch eine Achtstufen-Automatik jetzt die Kraft auf die vorderen oder auf alle vier Räder. Beim neuen Allrad sollen verschiedene Modi wie Eco, Komfort oder Sport für bestmöglichen Vortrieb sorgen. In schwierigem Gelände und auf rutschigem Untergrund ist die gleichmäßige Kraftverteilung bei niedrigem Tempo auf Knopfdruck zuschaltbar.  

Hyundai Santa Fe: Heck-/Seitenansicht.
Hyundai Santa Fe: Heck-/Seitenansicht.
Hyundai Santa Fe: Das Gepäckabteil im Siebensitzer fasst 547 bis 1625 Liter.
Hyundai Santa Fe: Das Gepäckabteil im Siebensitzer fasst 547 bis 1625 Liter.

Komfortabel für die Familie

Das Fahren: Den Mixverbrauch gibt Hyundai in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Technik zumindest im Datenblatt mit 5,6 bis 6,2 Liter bei den Diesel und 9,3 Liter beim Benziner an. Wir sind im stärksten Diesel unterwegs gewesen, dessen Bordcomputer bei uns nach eher moderaten Landstraßen- und Autobahnfahrprofilen am Ende 8,1 (statt maximal sechs) Liter angezeigt. Das Fahrwerk des Familienwagens federt komfortabel. Die elektrisch unterstützte Servolenkung könnte direktere Rückmeldung geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu.  

Hyundai Santa Fe: Modellschriftzug mit Allradhinweis am Heck.
Hyundai Santa Fe: Modellschriftzug mit Allradhinweis am Heck.
Hyundai Santa Fe: Und so sieht das größere SUV-Modell der Koreaner von der Seite aus.
Hyundai Santa Fe: Und so sieht das größere SUV-Modell der Koreaner von der Seite aus.

Durchaus Alternative

Alles in allem: Gefällige Erscheinung, viel Platz, schon sehr gutes Serienpaket, moderne Assistenzsysteme, hohes Sicherheitsniveau, saubere Motoren, dazu fünf Jahre Garantie: Der Santa Fe bleibt eine überlegenswerte Alternative selbst zu deutscher Konkurrenz. Bei der Präsentation in Spanien hat Hyundai ebenfalls den aufgefrischten Tucson in der Kompaktklasse und den kleinen Lifestyle-Kona mit neuem 115 und 136 PS starkem 1,6-Liter-Turbodiesel vorgestellt. Beide starten ebenfalls noch im Juli bei uns. 

Datenblatt

Motor: Ein Vierzylinder-Benziner, drei Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,4, 2,0, 2,2 Liter. Leistung: 110/150 bis 147/200 kW/PS. Maximales Drehmoment: 241/4000 bis 440/1750-2750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,3 bis 10,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 193 bis 205 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Hyundai Mixverbrauch 5,6 bis 9,3 Liter pro 100 Kilometer, 147 bis 162 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: Ab 35 070 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

3. Juli 2018

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