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Saubere Sache

by admin

Hyundai reicht in seiner Ioniq-Baureihe jetzt auch schon die reine Stromervariante nach

Von Günther Koch/Life-Magazin

Hyundai Ioniq Elektro: Außen ist er schon an der speziellen Front zu erkennen. Foto: Hyundai

Frankfurt/Main – Nach dem Hybrid gleich die Elektroversion: Noch für November kündigt Hyundai-Deutschland-Sprecher Andreas Lübeck sie im Rahmen der neuen Ioniq-Baureihe an. „Die“, sagt Lübeck jetzt bei der Fahrvorstellung in Frankfurt/Main, „ist Teil einer Modelloffensive von uns für umweltfreundlicheres Fahren.“ Geplant ist demnach, bis 2020 gleich 28 neue Modelle mit Alternativantrieb auf den Markt zu bringen. 

Auftakt mit Hybrid bereits im Oktober

Drei unterschiedliche Antriebssysteme setzt Hyundai beim Ioniq um, dessen Name sich im ersten Teil auf den elektrifizierten Antrieb bezieht und im zweiten vom englischen Wort unique (für einmalig) abgeleitet ist. Den Auftakt hat im Oktober der Hybrid mit 141 PS Systemleistung gemacht, den wir an dieser Stelle schon ausführlicher beschrieben haben. Die rein batterieelektrische Ausführung bringt es auf 120 PS.

Je nach Akkuladung bis zu 280 Kilometer

Beim Elektro-Ioniq handelt es sich um eine im wahrsten Sinn des Wortes saubere Sache, weil er ohne jeden Schadausstoß fährt. „Und das je nach Akkuladung bis zu 280 Kilometer weit“, betont Lübeck, weist auf die modernen Lithium-Polymer-Speicher mit Ladezeiten zwischen 23 Minuten und viereinhalb Stunden hin. Ab Werk ist ein Kabel für eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose an Bord.

Hyundai Ioniq Elektro: Nach dem Hybrid ist er schon die zweite Ioniq-Variante. Fotos: Koch
Hyundai Ioniq Elektro: Nach dem Hybrid ist er schon die zweite Ioniq-Variante. Fotos: Koch
Hyundai Ioniq Elektro: Einen klassischen Kühlergrill braucht der Stromer nicht.
Hyundai Ioniq Elektro: Einen klassischen Kühlergrill braucht der Stromer nicht.
Hyundai Ionig Elektro: Blick unter die Haube.
Hyundai Ionig Elektro: Blick unter die Haube.
Hyundai Ioniq Elektro: Moderne Leuchteinheit hinten mit Antriebsschriftzug.
Hyundai Ioniq Elektro: Moderne Leuchteinheit hinten mit Antriebsschriftzug.

In der Spitze bis auf 165 Stundenkilometer

Dank durchzugsstarker 295 Newtonmeter Drehmoment lässt sich der leer bis zu 1550 Kilo schwere Hyundai-Stromer in der Spitze bis auf Tempo 165 beschleunigen. Den Verbrauch geben die Koreaner im Schnitt pro 100 Kilometer mit lediglich elfeinhalb Kilowattstunden an. Ein einstufiges Getriebe mit Untersetzung und den drei Fahrmodi Normal, Eco und Sport überträgt die Kraft auf die Vorderräder. Über die Schaltpaddel am Lenkrad lässt sich die Bremsenergie-Rückgewinnung etwa zugunsten eines flüssigeren Fahren in der Stadt beeinflussen.

Sogar Pflanzenöl, Zuckerrohrfasern und Vulkangestein

Das tropfenförmige Coupédesign mag nicht jedem gefallen, hat aber den Vorteil, mit dem Fließheckmodell noch aerodynamischer, sprich: windschlüpfriger, unterwegs zu sein. Innen geht es bis auf die eine oder andere Anzeige wie in allen anderen Hyundai zu, nämlich insgesamt recht übersichtlich und funktionell. Umweltfreundlichere Materialen wie recycelter Kunststoff, pulverisiertes Holz, Pflanzenöl, Zuckerrohrfasern und sogar Vulkangestein sind für weniger Gewicht verwendet worden.

Hyundai Ioniq Hybrid: Der Hybrid hat in der Baureihe den Auftakt gemacht.
Hyundai Ioniq Hybrid: Der Hybrid hat in der Baureihe den Auftakt gemacht.
Hyundai Ioniq Hybrid: Blick ins sehr übersichtliche Cockpit.
Hyundai Ioniq Hybrid: Blick ins sehr übersichtliche Cockpit.
Hyundai Ioniq Hybrid: Die Heckklappe öffnet sich bei dem Fließheck weit nach oben.
Hyundai Ioniq Hybrid: Die Heckklappe öffnet sich bei dem Fließheck weit nach oben.
Hyundai Ioniq Hybrid: Moderne Leuchteinheit hinten mit Antriebsschriftzug.
Hyundai Ioniq Hybrid: Moderne Leuchteinheit hinten mit Antriebsschriftzug.

Zwischen Komfort und Sportlichkeit

Der 4,47 Meter lange Ioniq fährt mit relativ großzügigen 2,7 Metern Radstand vor, bietet fünf Personen ordentlich Platz. Das Gepäckabteil fasst 350/455 bis 1410 Liter. Beim  Fahrwerk ist ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit gelungen. Die erhöhte Übersetzung der elektrisch unterstützen Lenkung ermöglicht direktere Rückmeldungen von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, verzögern standfest.

Mit erweiterter Abstandskontrolle

Drei Ausstattungen gibt es. Bereits im Basispaket sind etwa autonome Notbremsassistenz, Spurhaltehilfe sowie im Fall der Elektroversion eine erweiterte Abstandskontrolle enthalten, die den Wagen bei Stopp-&-Go-Verkehr selbsttätig abbremsen und wieder beschleunigen kann. Die Smartphone-Einbindung erfolgt über Android Auto und Apple CarPlay.

Plug-in-Hybrid ab nächstem Sommer

Alles in allem: Dass es die Koreaner ernst meinen mit Alternativantrieben, auch wenn das große Volumen damit vorerst nach wie vor nicht zu erwarten ist, hat schon die Einführung ihres Serien-Wasserstofffahrzeugs ix35 Fuel Cell mit eigenem Brennstoffzellen-Kraftwerk an Bord deutlich gemacht. Das dritte Modell der Ioniq-Baureihe kündigt Deutschland-Sprecher Lübeck für Sommer 2017 an, den Plug-in-Hybrid mit bis zu 50 Kilometer elektrischer Reichweite. Der Preis für ihn dürfte unter den 33 300 Euro für die Elektroversion liegen. Zum Vergleich: Der normale Hybrid beginnt bei 23 900 Euro.

Datenblatt

(Ioniq Elektro) Motor: Elektromotor. Leistung: 88/120 kW/PS. Maximales Drehmoment: 295 Newtonmeter. Beschleunigung: 9,9/10,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 165 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Hyundai im Mix elfeinhalb Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Grundausstattung (Auswahl): Stabilitätsprogramm, sieben Airbags, darunter einer fürs Fahrerknie, Klimaautomatik, Radio-Navigationssystem, 16-Zoll-Leichtmetallräder, 205er-Reifen. Preis: 33 300 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch/Hyundai

1. November 2016

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