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Geschmeidiger Franzose

by admin

DS legt mit dem größeren 7er-Crossback-SUV nun schon seine vierte Baureihe auf

Von Thomas Kuwatsch/Life-Magazin

Der DS7 Crossback fährt als französisches Premium-SUV-Modell vor. Foto: Kuwatsch

Köln – Es gibt einen wachsenden Markt für Luxus und Premiumgüter, sagt DS-Deutschland-Sprecher Stephan Lützenkirchen. Auch im Automobilbereich. Deshalb führe kein Weg an einer Premiummarke wie DS vorbei. Die neben Peugeot und Citroen dritte französische Marke im PSA-Konzern hat aktuell mit dem DS3, DS4 und DS5 schon drei Baureihen im Programm. Die vierte kommt nun mit dem gerade in Köln als Crossback vorgestellten DS7 hinzu. Der tritt ab März zum Einstiegspreis ab 31 490 Euro durchaus ambitioniert im Umfeld vergleichbarer Wettbewerber wie Audi, BMW und Mercedes an.  

Mit großem Zentraldisplay

Das Auto: Beim Crossback, fast 4,6 Meter lang, Radstand über 2,7 Meter, Kofferraum stattliche 555 Liter, die erweiterbar sind, handelt es sich um ein sportlich-elegantes Premium-SUV-Modell der Franzosen. Der fünftürige Fünfsitzer fährt sauber verarbeitet vor, mutet beinahe sogar nobel an. Man sitzt erhöht und bequem, hat alles eigentlich gut im Blick. Platz ist selbst im Fond noch ordentlich vorhanden. Im Cockpit geht es dank des großen Zentraldisplays sehr übersichtlich zu. Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung rasch im Griff. Für Vernetzung und Smartphone-Einbindung ist gesorgt.

DS7 Crossback: Blick auf die Frontpartie. Fotos: Kuwatsch
DS7 Crossback: Blick auf die Frontpartie. Fotos: Kuwatsch
DS7 Crossback: Das Markenlogo sitzt vorn im Kühlergrill.
DS7 Crossback: Das Markenlogo sitzt vorn im Kühlergrill.

Recht umfangreich bestückt

Die Ausstattungen: Gleich fünf stehen zur Wahl. Mit Xenon-Scheinwerfern, Radio, Achtzoll-Touchscreen, Klimaanlage, City-Notbremsassistenz, Tempomat samt Begrenzer, Spurverlassenswarner, Verkehrszeichenerkennung und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen fängt es an. Darüber gehören Zweizonen-Klimaautomatik, zwölf Zoll großes Digital-Kombiinstrument, Ambientebeleuchtung, Pedale in Aluminium-Applikation und 18-Zöller mit 235er-Reifen, dann erweiterte Traktionskontrolle und schließlich LED-Abblend- mit dynamischem Kurvenlicht, eine exklusive Uhr im Armaturenbrett, die sich mit dem Starten der Zündung dreht, und 19-Zöller zum Grundumfang. In der höchsten Stufe sind Business-Sitze, Navigation, Assistenzpaket inklusive Tempoautomat mit Stopp- und Anfahrfunktion, Spurhaltehilfe und Sitzheizung vorn Standard.

DS7 Crossback: Blick unter die Haube, hier beim 177-PS-Turbodiesel.
DS7 Crossback: Blick unter die Haube, hier beim 177-PS-Turbodiesel.
DS7 Crossback: Das große Zentraldisplay in der Mitte macht das Cockpit übersichtlich.
DS7 Crossback: Das große Zentraldisplay in der Mitte macht das Cockpit übersichtlich.

Zunächst drei Vierzylinder

Die Antriebe: Drei Vierzylinder stehen zunächst in der Liste. Der bei 38 990 Euro beginnende 2,0-Liter-Benziner leistet 225 PS, die 1,5- und 2,0-Liter-Turbodiesel sind  130 und 177 PS stark. Sie machen die leer knapp 1500 bis über 1700 Kilo schweren Frontantriebler 194 bis 236 Stundenkilometer schnell. Ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Achtstufen-Automatik übertragen die Kraft auf die Räder. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparfunktion geben die Franzosen den Verbrauch im Mix mit 4,0 bis 5,8 Litern an, zumindest im Datenblatt. 2018 soll noch ein 130-PS-Dreizylinder ab unter 30 000 Euro folgen und von einem 180-PS-Benziner ist die Rede. Für 2019 kündigt DS zudem einen Allrad-Plug-in-Hybrid-Benziner mit 300 PS Systemleistung an.  

DS7 Crossback: Blick auf die Heckpartie.
DS7 Crossback: Blick auf die Heckpartie.
DS7 Crossback: Das Gepäckabteil fasst erweiterbare 555 Liter.
DS7 Crossback: Das Gepäckabteil fasst erweiterbare 555 Liter.

Ziemlich hoher Fahrkomfort

Das Fahren: Wir sind im stärkeren Diesel mit Automatik unterwegs gewesen, der für adäquates Fortbewegen mit recht hohem Fahrkomfort und für so etwas wie dynamische Gelassenheit auf der Straße sorgt. Das Fahrwerk wirkt geschmeidig. Die Elektronik der aktiven und kontinuierlich sich anpassenden Dämpferregelung mit Kamera hinter der Windschutzscheibe analysiert die Beschaffenheit der Straße bis zu 20 Meter im Voraus und nutzt die Daten, sonst nur aus wenigen Limousinen der Oberklasse bekannt, um das Fahrverhalten des Crossback, der Lasten von 1500 bis 1850 Kilo ziehen kann, zu steuern, etwa was Beschleunigung, Geschwindigkeit und Lenkwinkel betrifft.

DS7 Crossback: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellkennung.
DS7 Crossback: Moderne Leuchteinheit hinten mit Modellkennung.
DS7 Crossback: Und so sieht der fünftürige Fünfsitzer von der Seite aus.
DS7 Crossback: Und so sieht der fünftürige Fünfsitzer von der Seite aus.

Etablierte Konkurrenz

Alles in allem: Auch mit dem DS7 Crossback ist der noch sehr jungen Marke ein ansehnlich-guter Wurf gelungen. Ob das im Verbund mit den bereits vorhandenen und noch geplanten Modellen aber reicht, sich nachhaltig auf längere Sicht zu etablieren, wird sich zeigen. Die Premiumkonkurrenz von Audi über BMW, Land Rover, Jaguar und Mercedes bis Volvo ist groß. Und dass es in Deutschland als ausländische Luxusmarke nicht einfach ist, das zeigen jedenfalls Toyota mit Lexus und Nissan mit Infiniti. 

Datenblatt

Motor: Ein Vierzylinder-Benziner, zwei Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0, 1,5 Liter. Leistung: 165/225, 96/130, 130/177 kW/PS. Maximales Drehmoment: 300/1900, 2300/1759, 400/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 8,3, 10,8, 9,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 236, 194, 218 Stundenkilometer. Umwelt: Laut DS Mixverbrauch 5,8, 4,0/4,1, 4,9 Liter pro 100 Kilometer, 134, 104/107, 128 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 31 490 bis 43 090 Euro.

KoCom/Fotos: Thomas Kuwatsch

5. Februar 2018

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