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VW zeigt ID2-Studie mit Golf-Geräumigkeit zu Polo-Preis / Marke soll künftig wieder mehr geliebt werden

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der ID2all ist eine seriennahe Studie des 2025 vorgesehenen Serienmodells. Foto: Koch

Hamburg – Mit dem ID2all hat VW bei der Weltpremiere gerade in Hamburg einen ersten Ausblick auf den „vollelektrischen Volkswagen für unter 25 000 Euro“ gegeben. Die Serienversion der Studie, die auch schon die neue Designsprache der Wolfsburger zeigt, kündigt Markenchef Thomas Schäfer jetzt bei der Veranstaltung „For the people“ („Für die Leute“/„Fürs Volk“) für 2025 als eines von zehn Elektroautos an, die VW bis 2026 auf den Markt bringen will.

Wie damals

Schäfer will die Marke wieder zu einer „echten Love Brand“ machen, also einer, die geliebt wird. Wie damals zu Zeiten eines Käfers, eines Bullis oder eines GTI, die flankiert von einem Elektro-ID3 und Elektro-ID Buzz gleich zu Beginn durch den großen Saal des Hamburger Kongresszentrums gefahren sind. Er will Tempo machen bei der Transformation, „um die Elektromobilität in die Breite zu bringen“. Imelda Labbé, im Vorstand verantwortlich für Vertrieb, Marketing und After Sales, betont, die „typischen VW-Tugenden in die neue Welt der Mobilität“ überführen zu wollen, weist dabei vor allem auf Qualität und Verarbeitung, überzeugende Software und digitale Dienste „mit echtem Mehrwert“ hin.

Besondere Effizienztechnologie

Der ID2all, englisch ausgesprochen „ID to all („ID für alle“), ist laut dem für die technische Entwicklung zuständigen Kai Grünitz das erste Fahrzeug mit Frontantrieb auf Basis des modularen Elektro-Konzernbaukastens. Mit der weiterentwickelten Plattform halte eine, so Grünitz, besonders effiziente Antriebs-, Batterie- und Ladetechnologie Einzug in den seriennahen ID („Geräumig wie ein Golf, preiswert wie ein Polo“), der über den Weg heller und weiter ausleuchtenden LED-Matrix-Scheinwerfer, dynamische Fernlichtregulierung, Reiseassistenz, Elektro-Routenplaner, 225er-Reifen auf 20-Zöllern und kompakte Abmessungen verfügt: 4,05 Meter lang. 1,81 Meter breit. 1,53 Meter hoch. Radstand 2,60 Meter. Kofferraum 490 bis 1330 Liter. Leistung 166/226 kW/PS. Unter sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 160 Stundenkilometer Spitze. Bis 450 Kilometer WLTP-Reichweite, bezogen wahrscheinlich auf die größere Batterie. Rund 20 Minuten Schnellladen für 10 bis 80 Prozent der Kapazität des Akkus.

Eckpfeiler der künftigen Designsprache

Als Eckpfeiler der künftigen Designsprache zählt VW-Designchef Andreas Mindt neben der wie ein Dreieck geformten neuen C-Säulen-Signatur eine „klar und kraftvoll auf den Rädern stehende Karosserie, ein sympathisches Gesicht, einen deutlichen Schuss Dynamik und eine zeitlose Eleganz“ auf. Das vergleichsweise großzügige Innere mutet wertig an. Das Infotainment verstehen die Wolfsburger mit Blick auf Kritik, die es zuletzt diesbezüglich immer wieder gegeben hat, jetzt als „selbsterklärend inklusive klassischer Lautstärkeregelung“ per Drehknopf. Die Klimaanlagen-Bedienung erfolgt separat über Tasten, die anders als zuvor künftig auch beleuchtet sind. Das Menü auf dem großen Bildschirm mit 32,7-Zentimeter-Diagonale ist mittels Dreh-/Drückknopf steuerbar.

Die Konkurrenz wächst

Noch ist der ID2 als Studie die Vision eines bezahlbaren Einstiegsmodells in die Elektromobilität. Schließlich, sagt Schäfer, wolle man „Autos für jedermann“ bauen. Vorstandskollege Grünitz spricht in puncto Plattform von „neuen Maßstäben in Sachen Technologie und Alltagtauglichkeit“. Die Produktion des ID2 findet im spanischen VW-Werk Martorell am Stammsitz der Volkswagen-Tochtermarke Seat bei Barcelona statt. Im Segment der elektrischen Kleinwagen sehen sich die Wolfsburger zunehmend Konkurrenz aus China gegenüber.  

Wie es weitergeht

Nach dem bereits überarbeiteten ID3 sieht der VW-Elektrofahrplan für 2023 noch den ID Buzz mit langem Radstand und die Limousine ID7 vor. 2026 soll ein elektrisches Kompakt-SUV folgen – „und trotz aller Herausforderungen“, heißt es nun auch bei der Veranstaltung in Hamburg sogar, „arbeitet VW an einem Elektroauto für unter 20 000 Euro“. Damit habe man das „breiteste Elektroportfolio im Vergleich zum Wettbewerb“. In Europa strebt VW demnach 2030 einen Elektroauto-Anteil von 80 Prozent an. Bisher seien 70 Prozent kalkuliert gewesen.

KoCom/Foto: Günther Koch

16. März 2023

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