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Solide Robustheit

by admin

Dacia kündigt Start der zweiten Duster-Generation für Mitte Januar mit Benziner, Diesel und Flüssiggas an

Von Günther Koch/Life-Magazin

Dacias neuer Duster im Marmor-Steinbruch bei Dionysos nördlich von Athen. Fotos: Koch

Sounio – Er bleibt das bei weitem preisgünstigste Kompakt-SUV-Modell bei uns – und das, obwohl er 600 Euro teurer geworden ist! Mit dem Duster ist Dacia im Umfeld etwa von Citroen C4 Cactus, Fiat 500X, Nissan Juke, Opel Mokka, Peugeot 2008 oder Skodas Karoq-Vorgänger Yeti unterwegs. Die Neuauflage ist von der rumänischen Renault-Tochtermarkte gerade in Sounio an der Südspitze der griechischen Halbinsel Attika vorgestellt worden. Sie steht ab Mitte Januar zu Einstiegspreisen ab 11 290 Euro bei den Händlern.

Im Abenteuer-Look

Das Auto: Bei Generation zwei seit 2010 ist das Design nachgeschärft, der robuste Geländewagen- und Abenteuer-Look etwa durch den weiter nach oben gezogenen Unterfahrschutz stärker herausgearbeitet. Bei vergleichbaren Abmessungen wie vorher kommt der fünftürige Fünfsitzer auf gut 4,3 Metern Länge insgesamt solide verarbeitet daher, mutet für die untere Mittelklasse standesgemäß an. Platz ist bei fast 2,7 Metern Radstand selbst im Fond noch ganz ordentlich vorhanden. Im Kofferraum lassen sich je nach Antriebsart 376/411 oder 445 bis 1431/1501 oder 1478 Liter Gepäck bei umgeklappter Rücksitzlehne verstauen. Die Sitze mit der längeren Schenkelauflage sorgen für besseren Seitenhalt. Die Bedienung ist rasch im Griff. Der Monitor, zuvor zu weit unten, sitzt nun blick- und griffgünstiger oben in der Mittelkonsole.   

Dacia Duster, hier in Neuauflage als 109-PS-Diesel.
Dacia Duster, hier in Neuauflage als 109-PS-Diesel.
Dacia Duster: Das Markenlogo sitzt vorn im Kühlergrill.
Dacia Duster: Das Markenlogo sitzt vorn im Kühlergrill.

Vier Ausstattungsstufen

Die Ausstattung: Vier Stufen gibt es. Im Basispaket sind Berganfahrhilfe, Bordcomputer, durchgehende Fensterairbags, Geschwindigkeitsbegrenzer, Lichtsensor und 16-Zoll-Stahlräder mit 215er-Reifen enthalten. Darüber gehören Audiosystem, Dachreling und Nebelscheinwerfer, dann Komfortpaket, Klimaanlage, Tempopilot und – leider erst hier – Tiefenverstellung fürs Lenkrad,  sowie schließlich Einparkhilfe hinten, Rückfahrkamera, Lederlenkrad, Multimediasystem, Navigation, Siebenzoll-Touchscreen und 17-Zoll-Leichtmetallräder zum Grundumfang. Erstmals sind Klimaautomatik, Umgebungskamera, automatisches Zugangs- und Startsystem lieferbar. Wer will, kann bei den Elektronikhilfen zudem den Totwinkel-Warner ordern.    

Dacia Duster: Blick unter die Haube auf den 1,6-Liter-Selbstzünder.
Dacia Duster: Blick unter die Haube auf den 1,6-Liter-Selbstzünder.
Dacia Duster: Im Cockpit geht es sehr übersichtlich zu.
Dacia Duster: Im Cockpit geht es sehr übersichtlich zu.

Fünf Motorisierungen

Der Antrieb: Zwei 1,2- und 1,6-Liter-Benziner mit 114 und 125 PS, der stärkere ein Turbo, dazu eine ab 14 500 Euro teure 1,6-Liter-Flüssiggasvariante mit 109 PS sowie zwei bei 13 500 Euro beginnende 1,5-Liter-Turbodiesel mit 90 und ebenfalls 109 PS stehen zur Wahl. Sie machen die leer 1262 bis 1395 Kilo schweren Duster, die Lasten bis 1500 Kilo an den Haken nehmen können, in der Spitze 158 bis Tempo 179 schnell. Variabler Allrad- ist neben dem normalen Frontantrieb ab 15 400 Euro möglich. Fünf- und Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen die Kraft auf die Räder. Der frontangetriebene Spitzendiesel findet sich wahlweise sogar mit Sechsgang-Doppelkupplungsbox in der Liste. Den Verbrauch gibt Dacia in Verbindung mit der überall serienmäßigen Stopp/Start-Spritsparfunktion im günstigsten Fall mit 4,4 bis 8,8 Litern an, zumindest im Datenblatt.   

Dacia Duster: Blick auf die Heckpartie mit weit nach oben gezogenem Unterfahrschutz,
Dacia Duster: Blick auf die Heckpartie mit weit nach oben gezogenem Unterfahrschutz,
Dacia Duster: Markenlogo und Modellschriftzug auf der Hecktür.
Dacia Duster: Markenlogo und Modellschriftzug auf der Hecktür.

Passabler Kompromiss

Das Fahren: Wir sind im etwas rau laufenden und lautstärkeren 109-PS-Selbstzünder mit Automatik unterwegs gewesen. Dessen Bordcomputer hat bei uns am Ende nach wechselnden Autobahn-, Landstraßen- und leichten Geländefahrprofilen bei eher moderater Fahrweise 6,4 Liter angezeigt. Den kultivierter wirkenden Benzinern fehlt etwas die Durchzugskraft. Was das Fahrwerk betrifft, ist unterm Strich ein passabler Kompromiss zwischen Komfort, Agilität und Geländegängigkeit selbst in etwas schwierigerem Terrain gelungen. Standard bei den Allradlern sind Bergabfahrhilfe und ein spezieller Monitor mit Offroad-Daten. Die elektrische Servolenkung gibt dank direkterer Übersetzung etwas bessere Rückmeldung von der Straße. Die Bremsen, Scheiben vorn, Trommeln hinten, sorgen für standfeste Verzögerung.

Dacia Duster: Das Gepäck fasst je nach Antriebsart 376 bis 1501 Liter.
Dacia Duster: Das Gepäck fasst je nach Antriebsart 376 bis 1501 Liter.
Dacia Duster: Und so sieht die zweite Generation von der Seite aus.
Dacia Duster: Und so sieht die zweite Generation von der Seite aus.

Ein ehrliches Auto

Alles in allem: Wie alle Dacia bleibt auch die Duster-Neuauflage ein ehrliches Auto. Man weiß durchaus, was man hat – in jedem Fall ein robustes, geräumig-solides Kompakt-SUV zum günstigen Preis – und was nicht.  

Datenblatt

Motor: Zwei Vierzylinder-Benziner, darunter ein Turbo, eine Vierzylinder-Flüssiggas-Variante, zwei Turbodiesel. Hubraum: 1,2, 1,5, 1,6 Liter. Leistung: 66/90 bis 92/125 kW/PS. Maximales Drehmoment: 144/4000 bis 260/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,4 bis 13,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 158 bis 179 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Dacia Mixververbrauch 4,4 bis 8,8 Liter pro 100 Kilometer, 115 bis 158 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 11 290 bis 18 900 Euro.  

KoCom/Fotos: Günther Koch

30. November 2017

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