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Schon in Bonds Nähe

by admin

Mini fährt seinen Lifestyle-Kombi nun auch als neuen John Cooper Works Clubman vor

Von Günther Koch/Life-Magazin

Mini John Cooper Works Clubman: So klein kann Kombi sein. Foto: Koch

Sölden – Das wär’s! James Bond fährt im Mini vor – oder wenigstens seine Partnerin. Der neue John Cooper Works Clubman würde gut dazu passen. Den haben die Münchner gerade in Sölden vorgestellt. Zur Erinnerung: In dem Tiroler Wintersportort sind spektakuläre Szenen des letzten Bond-Streifens „Spectre“ aus dem Jahr 2015 gedreht worden.

Alltag mit Rennfeeling

Die John Cooper Works fahren als jeweils sportlichste Varianten in den einzelnen Baureihen vor. Auch der Clubman-Lifestyle-Kombi, sauber verarbeitet, wertig anmutend, 4,25 Meter lang, Radstand 2,67 Meter, variabler Innenraum, 360 bis 1250 Liter großes Gepäckabteil und serienmäßig mit All4 genanntem Allrad bestückt, soll so etwas wie Rennfeeling mit Platz, Alltags- und Langstreckentauglichkeit verbinden. Seine lange Dachlinie streckt die Silhouette. Es gibt vier seitliche Türen und zwei am Heck, die da, wo sie schließen und so eine Art breitere Säule bilden, jedoch die Sicht nach hinten etwas einschränken.

Details verbessern Windschlüpfrigkeit

Spezielle Designzutaten helfen, die Aerodynamik der Fünfsitzer zu verbessern, indem sie etwa in den Radhäusern den Luftwiderstand verringern. Im Basispaket sind zudem Seitenschweller, breite Heckschürze mit integrierter Sportabgasanlage und Heckspoiler enthalten. LED-Scheinwerfer gehören ebenso zum Grundumfang.

Mini John Cooper Works Clubman: So klein kann Kombi sein. Fotos: Koch
Mini John Cooper Works Clubman: So klein kann Kombi sein. Fotos: Koch
Mini John Cooper Works Clubman: Blick auf die Front mit Markenlogo und Lufthutze darüber.
Mini John Cooper Works Clubman: Blick auf die Front mit Markenlogo und Lufthutze darüber.
Mini John Cooper Works Clubman: Blick auf den Twinpower-Turbo mit 231 PS.
Mini John Cooper Works Clubman: Blick auf den Twinpower-Turbo mit 231 PS.
Mini John Cooper Works Clubman: All4 steht für den Allradantrieb, der Serie ist.
Mini John Cooper Works Clubman: All4 steht für den Allradantrieb, der Serie ist.

Pfiffig-jüngerer Gesamtcharakter

Im Innenraum mit Sportsitzen, Multifunktionslederlenkrad und Edelstahlpedalen sollte man sich erst einmal einen Überblick über die vielen Bedienelemente verschaffen, ehe es losgeht. Am auffälligsten bleibt Mini-typisch in der Mitte das bis zu 8,5 Zoll große Farbdisplay über der Toggle-Schalterreihe. Dass das optionale Headup-Display bloß aus einer Plexiglasscheibe besteht, ist kein Tabubruch, passt im Gegenteil sogar viel besser zum pfiffig-jüngeren Gesamtcharakter der Marke.        

Vierzylinder-Twinpower-Turbo mit 231 PS

Der John Cooper Works Clubman hat einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenzindirekteinspritzer mit 231 PS unter der Haube, 39 PS mehr als beim Cooper S Clubman. Er kommt damit zumindest ab Werk zusammen mit den beiden Dreitürer- und Cabrio-Pendants als bislang stärkster Mini überhaupt daher. 350 Newtonmeter schon früh ab 1450 und dann über ein breites Band bis 4500 Touren sorgen für ordentlich Durchzugskraft. Tempo 100 ist aus dem Stand in 6,3 Sekunden, die höchste Geschwindigkeit bei 238 Stundenkilometern erreicht.

Mini John Cooper Works Clubman: Blick ins sportliche Cockpit.
Mini John Cooper Works Clubman: Blick ins sportliche Cockpit.
Mini John Cooper Works Clubman: Heck-/Seitenansicht.
Mini John Cooper Works Clubman: Heck-/Seitenansicht.
Mini John Cooper Works Clubman: Die Beladung erfolgt über gleich zwei Türen am Heck.
Mini John Cooper Works Clubman: Die Beladung erfolgt über gleich zwei Türen am Heck.
Mini John Cooper Works Clubman: Der Lifestyler soll Alltag mit Rennfeeling verbinden.
Mini John Cooper Works Clubman: Der Lifestyler soll Alltag mit Rennfeeling verbinden.

Handschaltung oder Sportautomatik

Serienmäßig überträgt eine kurz übersetzte Sechsgang-Handschaltung die Kraft auf die Räder. Die acht Stufen der bequemeren Sportgetriebe-Automatik lassen sich über entsprechende Paddel am Lenkrad fast genauso sportlich wechseln. Was den Verbrauch betrifft, gibt Mini den in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion im Mix mit 7,4 beziehungsweise 6,8 Litern an, jedenfalls im Datenblatt. Bei unseren ersten Ausfahrten von Innsbruck nach Sölden und zurück hat der Bordcomputer am Ende nach wechselnden Fahrprofilen und bei eher moderater Fahrweise allerdings doch knapp über zehn Liter angezeigt.

Fahrmodus-Einstellung ist Standard

Es gibt Möglichkeiten der Individualisierung wie die Sportstreifen. Alle für den Clubman angebotenen Elektronikhilfen und Vernetzungen bis hin zur Smartphone- und App-Einbindung sind auch für den John Cooper Works lieferbar. Wie Parkabstands-, Performancekontrolle, Tempomat mit Bremseingriff und Auffahrwarnung mit City-Anbremsfunktion ist die Fahrmodus-Einstellung von normal über sportlich bis sparsam Standard. Das Fahrwerk ist straff, übertreibt es – gut für längere Fahrten – aber mit der Härte nicht, bietet immer noch bemerkenswerten Komfort. Die elektrisch unterstütze Lenkung gibt direkte Rückmeldung von der Straße. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen verzögern standfest.

Preislicher Einstieg beginnt bei 38 500 Euro

Alles in allem: Am Einstiegspreis von 38 500 Euro, immerhin nochmal 6300 Euro mehr als beim 192-PS-Spitzenbenziner im Cooper S Clubman All4, dürfte es nicht scheitern. Zumindest beim Agenten Ihrer Majestät nicht. Und in dessen Suite im Söldener Bergland-Veranstaltungshotel durften die Mini-Kollegen ihre Gäste auch schon offiziell empfangen.   

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 170/231 kW/PS. Maximales Drehmoment: 350/1450-4500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 6,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 238 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Mini Mixverbrauch je nach Getriebe 7,4/6,8 Liter pro 100 Kilometer, 168/154 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundausstattung (Auswahl): Fahrdynamikregelung, Seiten-, Vorhangairbags, Klimaanlage, Radio, 18-Zoll-Räder, 225er-Reifen. Preis: 35 800 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

13. Dezember 2016

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