Mittwoch, 11. Dezember 2019

FB Logo für GK 1

  • A IAA 2019 Studie 005
  • A IAA 2019 Studie 001
  • A IAA 2019 Studie 002
  • A IAA 2019 Studie 003
  • A IAA 2019 Studie 004
  • A IAA 2019 Studie 006
  • GALERIA IAA STUDIEN 2019: EQ Silver Arrow nennt sich die Mercedes-Silberpfeil-Vision. Foto: Günther Koch
  • GALERIA IAA STUDIEN 2019: Der Hyundai 45 ist ein elektrisches Coupé-Konzeptfahrzeug. Foto: Günther Koch.
  • GALERIA IAA STUDIEN 2019: Zeigt der BMW Concept 4 schon den Elektro-i4? Foto: Günther Koch
  • GALERIA IAA STUDIEN 2019: Auch die Cupra-Hochleistungsstudie Tavascan steht unter Strom. Foto: Günther Koch
  • GALERIA IAA STUDIEN 2019: Audis AI Trail stellt die Konzeptstudie eines Elektro-Offroaders dar. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Die spaßige Elektro-Strandauto-Studie von VW nennt sich ID.Buggy. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

Up-gegradet

VW wertet sein Elektro-Einstiegsmodell auf / Mehr Reichweite, niedrigerer Einstiegspreis

Von Günther Koch/Life-Magazin

Den Elektro-Up, das elektrische Einstiegsmodell der Marke, hat VW überarbeitet. Fotos: Koch

Valencia – Vom VW Up leiten sich im Volkswagen-Konzern die Seat- und Skoda- Schwestermodelle Mii und Citigo ab. Auch sie fahren nunmehr als vollelektrische Stromer vor. Beim E-Up dagegen handelt es sich bereits um die überarbeitete Version, die, gerade im spanischen Valencia vorgestellt, im Umfeld etwa von Nissan Leaf, Opel Corsa-e, Peugeot 208-e oder Renault Zoe ab Januar sogar zum gesenkten Einstiegspreis ab 21 975 Euro bei den Händlern steht, abzüglich der zuletzt noch 4380 Euro Förderung, Stand Oktober 2019, als Umweltbonus durch den Hersteller und den Staat.

Fünftüriger Viersitzer

Das Auto: Den Fox-Nachfolger Up, der aktuell ab 12 960 Euro auch noch als konventioneller Benziner mit 60 PS und als Erdgasvariante mit 68 PS in der Liste steht, gibt es seit 2011, die Version mit rein batterie-elektrischem Antrieb, 3,60 Meter lang, Radstand 2,41 Meter, Kofferraum 251 bis 959 Liter, seit 2013. Damals ist der E-Up der erste rein elektrisch angetriebene VW gewesen. Die Wolfsburger bieten ihn ausschließlich als fünftürigen Viersitzer an. Blaue Zierleisten weisen außen auf den elektrischen Antrieb hin. Das C-förmige LED-Tagfahrlicht kennzeichnet ebenfalls Elektroautos von VW. Wabengitter füllen die Lufteinlässe. Vorn steht für einen Kleinstwagen noch ordentlich Platz zur Verfügung. Hinten geht es für Erwachsene freilich beengter zu. Im nach wie vor schnörkellosen und übersichtlich gestalteten Cockpit bleibt die Bedienung rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo, das vorn groß in der Mitte prangt. 

Als Style mit mehr Stil

Die Ausstattung: In der Basisversion sind etwa Klimaanlage, Radio, Smartphone-Dockingstation und die neue Spurhaltehilfe schon Standard. Über eine spezielle App kann man Musik auch von einem Streaming-Dienst hören, telefonieren sowie offline mit 2D- oder 3D-Karten samt Sprachausgabe und Geschwindigkeitswarnung navigieren. Sie zeigt zudem Fahrdaten wie Energierückgewinnungsbilanz, Batteriestatus und Reichweite an, hilft bei der Suche nach Ladestationen, erlaubt das Programmieren von bis zu drei Lade- und Klimatisierungszeiten, unterstützt beim effizienten Fahren. Als Style kommt der E-Up ab 23 000 Euro schicker mit Dach und Außenspiegel in Kontrast-Schwarz oder -Weiß, mit Schwellern in Wagenfarbe, blauer Ambientebeleuchtung, abgedunkelten hinteren Seitenscheiben und Heckfenster sowie 15-Zoll-Leichtmetallrädern daher. Zur Wahl stehen Winter-, Fahrassistenz- und Komfortpaket. Wie das Multifunktionslederlenkrad ist auch der Lautsprecher, der bei Tempo 5 bis 22, also besonders in der Stadt, einen künstlichen Elektrosound abstrahlt, um Passanten auf das Auto hinzuweisen, eine Einzeloption.  

Unter der Haube ist ein 83 PS starker Elektromotor am Werk. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet.

Für Stadt-, Kurz- und Mittelstrecke

Der Antrieb: Der kräftiger Elektromotor leistet 83 PS, verfügt über durchzugsstärkere 212 bis 2750 Touren, macht diesen leer ab 1160 Kilo schweren Up, um die Reichweite zu schonen, in der Spitze bloß 130 Stundenkilometer schnell, was für die Stadt, die Kurz- und Mittelstrecke jedoch ausreichend ist. Ein Ein-Gang-Getriebe überträgt die Kraft auf die vorderen Räder. In Verbindung damit soll der kleine E-VW im Mix zumindest laut Datenblatt 12,9-12,7 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Bei der Batterie, auf die die Wolfsburger eine Garantie von acht Jahren oder 160 000 Kilometer geben und deren Zellen eine viel höhere Dichte bieten, handelt es sich um eine neue, die netto 32,3 Kilowattstunden Energie speichert, die Brutto-Kapazität damit nahezu verdoppelt hat, und optional schnelles Gleichstromladen erlaubt. Je nach Anschluss soll das Laden von 1 Stunde für 80 Prozent über 4 Stunden und 15 Minuten bis 16 Stunden und 12 Minuten dauern. Die Reichweite gibt VW mit durchaus praxisnahen 180 bis 260 Kilometern an.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Viersitzers. Das Gepäckabteil fasst 251 bis 959 Liter.

Flott und mit recht agilem Handling

Das Fahren: Die Elektromaschine schiebt aus dem Stand heraus flott an. Der Fahrer kann zwischen den drei Fahrprofilen Standard, Eco und Eco+ sowie gleich fünf Energierückgewinnungsstufen wählen. Weil der Akku unterm Fahrzeugboden liegt, damit für einen niedrigeren Schwerpunkt und eine ausgewogenere Achslastverteilung sorgt, fällt das Handling ziemlich agil aus. Auch mit den Daten, die wir bei unserer ersten Ausfahrt in Spanien ermittelt haben, ließen sich die etwa 35 Kilometer, die ein Pendler in Deutschland im Schnitt laut VW jeden Tag zur Arbeit und zurück fährt, ohne Nachladen fast sieben Mal nacheinander bewältigen. Ebenfalls eine Tour von Frankfurt/Main nach Düsseldorf dürfte so ohne Zwischenstopp möglich sein, rechnet der Hersteller vor. Was den Verbrauch betrifft, hat der Bordcomputer bei uns, die wir meist im Stadtverkehr und auf kurzen Autobahnetappen unterwegs gewesen sind, knapp über 13 Kilowattstunden angezeigt. In Deutschland, wo die Kilowattstunde Strom zuletzt etwa 30,5 Cent, gekostet hat, wären demnach, so VW, für 100 Kilometer weniger als vier Euro fällig gewesen. 

Modellschriftzug an der Seite. Und so sieht der kleine VW-Einstiegsstromer von der Seite aus.

Fokus auf Elektromobilität

Alles in allem: Der Konzern hat seinen Fokus voll auf Elektro gelegt. Schon 2025 will er bis zu drei Millionen reine Elektroautos produzieren. Bis dahin sollen mehr als 50 solcher Fahrzeuge auf dem Markt sein, mehr als 20 davon allein bei der Kernmarke VW. Was den E-Up angeht, der etwas teurer als die elektrischen Schwestermodelle von Skoda und Seat ist, könnte sich der nicht zuletzt ebenfalls durch den trotzdem günstiger gewordenen Preis in Zukunft vielleicht sogar noch besser verkaufen. Auch wenn er noch nicht die Plattform des modularen Baukastens für Elektroantriebe im Konzern nutzt, auf der Modelle der Zukunft wie der neue ID3 mit unterschiedlichen Radständen und Konzepten entstehen. 

Datenblatt

Motor: Elektro. Maximale Leistung: 61/83 kW/PS. Maximales Drehmoment: 212 Newtonmeter bis 2750 Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 130 Stundenkilometer. Verbrauch: Laut VW 12,9-12,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Batterie: Lithium-Ionen. Energiegehalt: 32,3 Kilowattstunden. Ladedauer: Je nach Anschluss 1 Stunde für 80 Prozent über 4 Stunden und 15 Minuten bis 16 Stunden und 12 Minuten. Reichweite: 180 bis 260 Kilometer. Preis: 21 975 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

22. November 2019

Die nächsten Themen: Auto - Audi TT im Test. Reise - Auf Sardinien. Auto - Fords neue elektrifizierte Nutzfahrzeuge. Reise - Im Alentejo. Auto - Seat Ateca im Test. Reise - In San Francisco. Auto - Der neue Mercedes e-Sprinter. Reise - An der Mosel. Auto - Audi Q3 im Test. Reise - Durch das Tal des Todes. Auto - Das Autojahr 2019/Bilanz. Reise - In Nazaré. Auto - Seat Ibiza im Test. Reise - Am Gardasee. Auto - Das Autojahr 2020/Vorschau. Reise - In Málaga.