Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

„Keine Hindernisse mehr“

Renault hat neuen Zoe am Start / Vorstand erläutert Elektrostrategie / Setzt China-Modell Dacia unter Strom?

Von Günther Koch/Life-Magazin

Renault-Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz (rechts) und Vorstand Gilles Normand am neuen Zoe. Fotos: Koch/Renault

Berlin – Gleich vier Elektroautos hat Renault in Europa schon in Serie im Programm. Es sind dies der zweisitzige Twizy, der Kleinwagen Zoe sowie Kangoo und Master als Nutzfahrzeuge. In drei Jahren sollen es acht Modelle mit dann bereits 80 Prozent Segmentabdeckung sein, kündigt der im Konzern für die Elektromobilität zuständige Vorstand Gilles Normand jetzt in Berlin bei der Vorstellung der nächsten Schritte der Franzosen im Rahmen ihrer Elektrostrategie an, nach der man 2022 schon die Hälfte der gesamten Palette elektrifiziert haben will. 2020 sind die ersten Hybride vorgesehen, der Clio als Voll-, Captur und Mégane als Plug-in-Hybrid.

Bei der Neuauflage des kleinen Elektro-Zoe stehen zwei Leistungsstufen und zwei Batterien zur Wahl.

Vor dem i3 und Model S

In Deutschland ist Renault Marktführer bei den Stromern. 36 560 vollelektrisch angetriebene Einheiten sind seit 2011 bei uns verkauft, darunter 7460 im vorigen und 9650 im laufenden Jahr bis Ende Oktober. Wobei der laut Renault-Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz 2019 zuletzt allein 8330 Mal vermarktete Zoe hierzulande erneut das am meisten verkaufte Elektroauto gewesen ist vor dem BMW i3 (7950) und dem Tesla Model S (7900). Aktuell steht die Neuauflage des unverändert ab 21 990 teuren Zoe am Start.

Blick ins schnökellose Cockpit. Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers.

In zwei Leistungsstufen

Der leer 1577 Kilo schwere Fünfsitzer mit dem 338 bis 1225 Liter großen Kofferraum hat ein aktualisiertes Frontdesign bekommen. Sein Cockpit ist neu gestaltet. Er verfügt über eine Klimaanlage nach dem Wärmepumpen-Prinzip und ein Online-Multimediasystem mit 9,3-Zoll-Display. Es gibt ihn mit 108 und neu mit 135 PS. Zwei Batterien stehen zur Wahl, die eine mit 41, die andere neu mit 52 Kilowattstunden Kapazität. Die Reichweite gibt Renault nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren mit bis zu 395 Kilometern an. Das beschleunigte Vollladen mit 400 Volt Wechselstrom soll je nach Batterie in 2 Stunden und 40 Minuten bis 6 Stunden und 35 Minuten möglich sein, das Schnellladen mit Gleichstrom bis 50 Kilowatt für 80 Prozent in 50 bis 70 Minuten. Der neue Wählhebel fürs Getriebe erlaubt es, auch bei fahrendem Auto zwischen konventionellem Fahr- und Bremsmodus zu wechseln, in dem sich der bis 135 beziehungsweise bis Tempo 140 schnelle Zoe quasi mit einem Pedal fahren lässt und einfach durch Loslassen des Fahrpedals verzögert.

Modellschriftzug hinten. Im Kofferraum lassen sich 338 bis 1225 Liter Gepäck verstauen.

City-SUV spielt wichtige Rolle

Beim Marktvolumen für rein batterie-elektrische Fahrzeuge gehen entsprechende Studien für 2019 weltweit von 1,8 Millionen Einheiten aus, was zwar nur einen Gesamtmarktanteil von 2 Prozent bedeuten würde, gegenüber 2018 aber doch einen Zuwachs von immerhin 40 Prozent. 2025 rechnen Experten global mit 11 Millionen, 2030 dann schon mit 30 Millionen Elektroautos, ein Drittel davon allein in China, wo auch Renault inzwischen mit dem kleinen K-ZE vertreten ist. Die Franzosen bieten ihr unter anderem mit On-Board-Multimedia, Acht-Zoll-Touchscreen, Internet, Spracherkennung, Navigation und App-Vernetzung relativ gut ausgestattetes Elektro-SUV-Modell dort unter der Submarke „Renault City“ für umgerechnet 8500 Euro an. Nach Angaben von Elektromobilitätsvorstand Normand sind von dem im A-Segment unterwegs befindlichen K-ZE mit rund 250 Kilometern Reichweite auch Derivate vorgesehen, die Renault dann ebenfalls in Europa verkaufen will. Ob, wie spekuliert wird, möglicherweise sogar als Dacia zum Einstieg der rumänischen Billigtochtermarke in die Elektromobilität, das ließ Normand offen. Man wolle die Wettbewerber überraschen ...

Beim zweisitzigen Twizy (links) und dem Kangoo ZE (rechts) handelt es sich ebenfalls um Elektrofahrzeuge.

Neue Plattform in 2020

Renault hat in Frankreich gleich fünf Kompetenzzentren in Sachen Elektromobilität aufgebaut. Die inzwischen zehn Jahre Erfahrung im Elektroautomobilbau sieht Normand dabei durchaus als Wettbewerbsvorteil an. Für den Strategen der Franzosen gibt es jedenfalls „keine Hindernisse mehr, sich in ein Elektroauto zu verlieben“, angefangen von einer neuen Elektroautoplattform 2020 mit neuen Elektromotoren und leistungsstärkeren Batterien über Reichweiten dann bis 500 Kilometer sowie Schnellladungen in 15 Minuten für 150 Kilometer bis hin zu günstigeren Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Für den Renault-Mann gleichen sich die Preise für thermische Fahrzeuge und reine Elektroautos zumindest im B-Segment des Zoe wohl bis 2021 an. Eine noch schnellere Kostenreduzierung ist für ihn genauso Teil des Renault-Wachstumsplans bei der Elektromobilität wie der Fokus auf neue Geschäftsfelder über das traditionelle Autobusiness hinaus und natürlich die Beibehaltung der Führerschaft eben in erschwinglicher Elektromobilität.

„Jetzt holen wir auf“

„In Deutschland haben wir die Elektromobilität lange verschlafen“, sagt Uwe Hochgeschurtz. „Jetzt aber“, so der Renault-Deutschland-Chef auch mit Blick auf die um 2000 auf 6000 Euro erhöhte Elektroauto-Förderung und weitere Anreize, „holen wir auf.“

KoCom/Fotos: Günther Koch/Renault

20. November 2019

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