Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

Intense E-Tense

DS unter Strom / Ab Januar DS7 Crossback als Plug-in-Hybrid / Ab März vollelektrisches DS3-Pendant

Von Günther Koch/Life-Magazin

Mit Modellen wie diesem DS3 Crossback setzt auch DS jetzt auf elektrische Spannung. Fotos: Koch 

Paris – Erst war da, von 1955 bis 1975 bei Citroën, die Göttin mit Namen DS. Dann entwickelten die Franzosen für die Marke mit dem Doppelwinkel eine höherwertigere Ausstattungslinie daraus, aus der schließlich unterm Dach des PSA-Konzerns, zu dem inzwischen auch Opel gemeinsam mit Vauxhall gehört, 2014 neben Peugeot und eben neben Citroën eine eigenständige Premiummarke geworden ist. 3732 Einheiten hat DS Automobiles 2018 bei uns verkauft, weltweit, wo wie in China zusätzlich etwa auch noch DS4, DS5 und DS6 angeboten werden, sind es 53 265 gewesen. DS steht für Distinctive Series, für eine aus Sicht der Franzosen „unverwechselbare Serie“. Mit dem DS3 Crossback und dem DS7 Crossback finden sich aktuell hierzulande zwei SUV-Modelle im Programm, das kleinere etwa im Umfeld von Audi Q2, das größere etwa im Umfeld vom BMW X3 unterwegs. Beide fahren, gerade in Paris im Rahmen einer E-DS-Week vorgestellt, künftig ebenfalls elektrifiziert mit der Zusatzbezeichnung E-Tense vor, was die globale Vision der Marke für eine elektrische Zukunft bezeichnen soll.

Beim DS7 Crossback E-Tense handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid der Marke DS, ...  

Bis zu 320 Kilometer Reichweite

Zum DS3 Crossback E-Tense: Preislicher Einstieg ab 38 390 Euro. Die herkömmlichen Benziner und Diesel mit 100 bis 155 PS sind ab 23 890 Euro zu haben. Der mit fest übersetzter Eingang-Automatik kombinierte Gleichstrommotor des vollelektrischen Kompaktmodells, 4,11 Meter lang, Radstand 2,55 Meter, Kofferraum wie bei den übrigen Varianten unverändert 350 bis 1050 Liter, leistet 136 PS, stellt 260 Newtonmeter Drehmoment ab 300 bis 3670 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung, beschleunigt diesen leer 1525 Kilo schweren Frontantriebler in 9,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schafft 150 Stundenkilometer Spitze. Eco-, Normal- und Sportmodus sind wählbar. Der Verbrauch soll nach realistischerem Messzyklus im Mix 17,8 Kilowattstunden, die Reichweite bis zu 320 Kilometer betragen, das Laden der 50-Kilowattstunden-Batterie je nach Anschluss 30 Minuten für 80 Prozent bis fünf Stunden an einer dreiphasigen Wallbox dauern. Bei uns dürfte der in zwei Ausstattungen angebotene Stromer ab März bei den Händlern stehen. Im Basispaket sind etwa schon Klimaautomatik, Audiosystem mit Siebenzoll-Touchscreen, Vernetzung, Smartphone-Einbindung, Tempomat, Einparkhilfe, City-Notbremsassistenz, aktive Spurhaltehilfe, Verkehrszeichenerkennung und 17/18-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen enthalten.

... bei dem ein Verbrenner und zwei Elektromotoren zusammenarbeiten. Blick ins Cockpit.

Mit der Kraft der gleich drei Herzen

Zum DS7 Crossback E-Tense: Preislicher Einstieg ab 50 290 Euro. Die herkömmlichen Benziner und Diesel mit 130 bis 225 PS sind hier ab 30 740 Euro zu haben. Bei dem Plug-in-Hybrid mit gleich dreifacher Herzkraft, 4,57 Meter lang, Radstand 2,73 Meter, Kofferraum 555 bis 1405 Liter, bringen es der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 200 PS und die zwei jeweils 110 PS starken Elektromotoren vorn und hinten zusammen auf 300 PS Systemleistung und 520 Newtonmeter. In 5,9 Sekunden erreicht dieser 235, elektrisch 135 Stundenkilometer schnelle, leer 1825 Kilo schwere Allrad-DS7 Tempo 100. Eine Achtstufen-Automatik überträgt die Kraft auf die Räder. Der kombinierte Verbrauch findet sich ebenfalls nach dem realistischeren Messverfahren mit 1,3 Litern so zumindest im Datenblatt, was umgerechnet 30 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bedeuten würde. Die in zwei Stunden wieder aufladbare 13,2-Kilowattstunden-Batterie soll 58 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen. Schon Mitte Januar könnte dieser 4x4-Crossback, der bei der Präsentation in Frankreich sogar einen guten Eindruck im Gelände hinterlassen hat, in die Schauräume rollen. Zwei Ausstattungen gibt es noch über dem Basismodell, bei dem unter anderem Zweizonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Navigation, Vernetzung, Aufmerksamkeits-, Notbremsassistenz, Tempomat mit Begrenzer, Notbremsassistenz, Spurhaltehilfe, Verkehrszeichenerkennung und 19-Zoll-Leichtmetallräder mit 205er-Reifen Standard sind.      

Der 136 PS starke DS3 Crossback E-Tense fährt vollelektrisch vor. Blick unter die Haube.

Agil und wendig, souverän und gelassen

Bei unseren ersten Ausfahrten bei normalen Orts-, spritzigeren Landstraßen- und leider meist nur Stopp-&-Go-Autobahnfahrprofilen in und um Paris haben die Bordcomputer der beiden E-Tense in Sachen Verbrauch beim Elektro-DS3-Crossback 18,4 Kilowattstunden und 3,2 Liter für den Verbrenner des DS7-Crossback-Plug-in-Hybrid angezeigt. Saubere handwerkliche Verarbeitung, noblere Anmutung durch Verwendung edlerer Materialien und der Komfort beim Fahren überzeugen. Stellt sich beim kleineren E-Tense, auf dessen Architektur übrigens auch Opels neuer Elektro-Corsa entsteht, ein eher agil-wendiges Fahrgefühl ein, kann der innen fast genauso geräuscharme größere, der Lasten bis 1200 Kilo zieht, durchaus mit souveräner Gelassenheit punkten. Besonderheit bei ihm: Mit der Active Scan Suspension genannten Technik knüpft die auf Avantgarde getrimmte Marke an die damals schon beeindruckende hydropneumatische Federung der ursprünglichen DS an. Eine Kamera beobachtet dabei die Beschaffenheit des Untergrunds, leitet die Daten an einen Rechner weiter, der jedes einzelne Rad über die Stoßdämpfer an den Straßenzustand anpasst. Die in beiden Fällen variable elektrische Servolenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung. Die Scheibenbremsen, vorn jeweils innenbelüftet, sorgen für standfeste Verzögerung.

Modellschriftzug am Heck. Der 350- bis 1050-Liter-Kofferraum ist laut DS nicht kleiner geworden.

Ab 2025 alle neuen Modelle elektrifiziert

Der Produktplan der Marke sieht zunächst sechs Modelle vor, in jedem Jahr ein neues. Mit beiden in Deutschland bereits bestellbaren E-Tense ist nun auch DS Automobiles in die Elektrifizierung gestartet. Laut Ankündigung der Franzosen sollen ab 2025 alle neuen DS ausschließlich elektrifiziert angeboten werden. Diese Versionen bieten im Vergleich zu reinen Verbrennern den Vorteil, dass die Batterie beim Verzögern und Bremsen wieder aufgeladen werden kann. Durch die neuen Plattformen im Konzern ist darüber hinaus ebenfalls deren Raumangebot vergleichbar. Besondere Serviceleistungen für Besitzer von E-Tense-Modellen runden das Angebot ab, reichen von wichtigen Fahrzeuginformationen über Aktivierungen bestimmter Funktionen und das Anzeigen von Ladestationen in der Nähe via App bis hin zum Mieten von Fahrzeugen über eine kurze Laufzeit. Und wer auf ein spezielles DS-Parfum steht oder das berühmte Museum Louvre in Paris besuchen will: Auch daran ist gedacht. Die Franzosen scheinen es ihrer Göttlichen schuldig zu sein.

KoCom/Fotos: Günther Koch

12. November 2019

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