Donnerstag, 22. August 2019

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  • A Genf 2019 Zukunft 001 Sbarro TractoSphere II
  • A Genf 2019 Zukunft 002 Subaru Viziv Concept
  • A Genf 2019 Zukunft 003 Citroen Ami One Concept
  • A Genf 2019 Zukunft 004 IED Tomo
  • A Genf 2019 Zukunft 005 VW IDBuggy Showcar
  • A genf 2019 Zukunft 006 Pal V Liberty Pioneer Edition Concept Car
  • GALERIA AUTOSALON GENF 2019: Der Sbarro Tracto Sphere II. Foto: Autosalon Genf
  • GALERIA AUTOSALON GENF 2019: Der Subaru Viziv Concept. Foto: Autosalon Genf
  • GALERIA AUTOSALON GENF 2019: Der Citroen Ami One Concept. Foto: Autosalon Genf
  • GALERIA AUTOSALON GENF 2019: Der IED Tomo. Foto: Autosalon Genf
  • GALERIA AUTOSAÖPN GENF 2019: Das VW IDBuggy Showcar. Foto: Autosalon Genf
  • GALERIA AUTOSALON GENF 2019: Das Pal V Liberty Pioneer Edition Concept Car. Foto: Autosalon Genf

Blinklicht

"2004 hat der Diesel den Camry aus deutschen Verkaufsräumen gedränt. Unsere Modellpalette sah in Europa keinen Diesel mehr vor, der damals in Europa immer populärer wurde. In einer Zeit, in der sich Privat- und Flottenkunden vermehrt nach einer zukunftsfähigen Antriebsvariane umsehen, erlebt der Camry in Europa sein Comeback - als Hybrid!."

Toyota aus Anlass der Rückkehr seiner sich nun vor allem an Gewerbekunden richteten Mittelklasse-Stufenhecklimousine. (gk)

Geh' elektrisch!

Ford baut nun ebenfalls Spannung auf / Puma neu als SUV / Nächste Kuga-Generation und Explorer vorgestellt

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Ford Puma kehrt neu als elektrifizierter Kompaktcrossover zurück. Fotos: Koch

Amsterdam – Man könnte den Ford-Markenslogan „Go Further“ auch als Befehlsform sehen: „Geh‘ weiter!“ „Aber wir gehen nicht irgendwohin“, sagt Europa-Chef Steven Armstrong jetzt bei einer Veranstaltung in Amsterdam, bei der es um die elektrifizierte Zukunft der Marke in Europa geht, wo die Geschäfte für den Autobauer alles andere als gut laufen; Stichwort 360 Millionen Euro Minus 2018, Werksschließungen in Russland, Abbau von 5000 Stellen bei uns. Trotzdem oder gerade deshalb: „Wir gehen vorwärts!“

Europa-Chef Steven Armstrong bei der Präsentation. Dieser Elektro-Transit ist noch eine Studie.

In jeder Baureihe

Eine alte Zuckerfabrik vor den Toren der niederländischen Hauptstadt. Außen roter Backstein, drinnen leere Zuckerkessel. Eine Lasershow beginnt. Autos fahren vor. Insgesamt 16 neue elektrifizierte Modelle kündigt Armstrong an, von denen die Hälfte noch in diesem Jahr bei uns auf den Markt kommen soll. Jede Pkw- und Nutzfahrzeug-Baureihe wird demnach künftig um mindestens eine elektrifizierte Variante erweitert. Und auch ganz neue fahren mit solchen Antrieben vor, zählt Armstrong Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride auf – und rein batterie-elektrische, auch wenn die bei der Präsentation wie der vom Mustang inspirierte Performance-SUV oder der große Transporter Transit öffentlich vorerst nur auf einem Chart mit der neuen Hybridübersicht eine Rolle spielen. Als Marktstart für den möglicherweise Mach E genannten Hochleistungs-SUV mit rund 600 Kilometer Reichweite ist vorläufig 2020 im Gespräch, für den E-Transit 2021.

Der Tourneo Custom hier ist ein Plug-in-Hybrid. Der Mondeo Kombi folgt ebenfalls bald als Hybrid.

Verschiedene Hybride

Fest steht: Als erster Ford überhaupt wird der Kuga nicht nur als Benziner und Diesel, sondern auch als Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid zu haben sein. Die Markteinführung der dritten Generation ist für Frühjahr 2020 vorgesehen. Deren statische Weltpremiere hat im Rahmen der Veranstaltung gerade in Amsterdam ebenso bereits stattgefunden wie die Europapremiere des großen, genauso an der Steckdose aufladbaren Plug-in-Hybrid-Geländewagens Explorer, der aus den USA kommt und Fords SUV-Palette in Europa nach oben abrundet. Zudem soll es nächstes Jahr noch einen SUV unterhalb des Kuga geben, der in Rumänien vom Band läuft, auf dem Fiesta aufbaut und so heißt wie ein kleines, nur wenige Jahre von 1997 bis 2001 in Köln gebautes Sportcoupé: Puma.

Auch Focus und Fiesta fahren wie der neue Explorer demnächst mit Alternativantrieb vor.

Mit 48-Volt-Technologie

Nur für einen Moment ist der von Stuart Rowley, Armstrongs Kollege in Fords neuer Europa-Doppelspitze, vorgestellte Crossover im Dunklen zwischen Laserstrahlen auf der Leinwand zu sehen. Das Äußere wirkt kompakt. das Karosseriedesign athletischer. Das 456 Liter große Gepäckabteil soll flexibler und das größte im Sement sein. Der Mildhybrid mit 48-Volt Technologie ist mit dem 1,0-Liter-Ecoboost-Dreizylinder-Turbobenziner bis 115 PS kombiniert. Laut Rowley ist mehr als jeder fünfte in Europa verkaufte Ford ein SUV. EcoSport, Kuga, Edge, Fiesta/Focus Active und in Zukunft der Explorer zählen dazu. 

Die Kuga-Neuauflage hat Weltpremiere gefeiert in Amsterdam, wo es um Elektrifizierung ging.

Fiesta und Focus entscheidend

Für den Erfolg der neuen Elektrifizierungsstrategie dürften vor allem die Volumenmodelle Focus, mit dem alles beginnt, und Fiesta entscheidend sein. Haben beide die Mildhybridtechnik an Bord, ersetzt ein riemengetriebener Startergenerator die konventionelle Lichtmaschine. Er gewinnt Energie zurück, die sonst als Reibung etwa an den Bremsen ungenutzt verloren gehen würde, speist so eine luftgekühlte 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie, unterstützt den kleinen Benziner bei geringeren Drehzahlen als Elektromotor mit zusätzlich bis zu 50 Newtonmeter Drehmoment und trägt unterm Strich trotzdem laut Ford zu geringerem Spritverbrauch bei.

Bei der Auflistung links fehlen die reinen Elektro-Ford noch, sind aber rechts zu sehen.

Vom Mondeo bis Custom

Als viertürige Vollhybridlimousine gibt es das Flaggschiff Mondeo schon, der Turnier genannten Kombi mit dieser Technik und speziellem Benziner folgt. Die achtsitzige Großraumlimousine Tourneo Custom fährt als Mildhybrid vor. Beim Transit und Transit Custom ist die Mildhybridtechnik jeweils mit Dieselmotoren kombiniert. Der noch in diesem Jahr geplante Plug-in-Hybrid Transit Custom nutzt den Benziner, um die Reichweite zu verlängern. Mit dem Smart Energy genannten Transit-Prototyp erforscht Ford weitere Möglichkeiten, die Reichweite elektrifizierter Fahrzeuge zu erhöhen.

Straffere Modellpalette

Es fällt nicht immer ganz leicht, bei all den Modellen und Technologien den Überblick zu behalten. Auf die Frage, warum bei der Elektrifizierung der Mobilität eine einzige Technologie nicht allen Ansprüchen gerecht werden kann, antwortet Jörg Beyer, Produktentwickler bei Ford Europa: „Das geht nicht, denn dafür sind die Anforderungen zu unterschiedlich.“ Wie dem auch sei: Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann ist froh, an diesem Abend in Amsterdam „auch mal wieder über andere, positive Dinge“ zu sprechen. Und sei es auch nur über die Straffung der Modellpalette nach dem bereits verkündeten Aus des Kompaktvans C-Mac und des Kleinwagens Ka+ und der Frage, wie es weitergeht mit dem Sportvan S-Max und der Großraumlimousine Galaxy. Go further?

KoCom/Fotos: Günther Koch

2. April 2019

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