Samstag, 19. September 2020

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Gute Reise!

"Eine Dame lebt in Venedig, / die ist mit achtzig noch ledig. / Sie beklagt sich nicht, / sie lächelt und spricht: / „Vielleicht war das Schicksal mir gnädig.“

Die Limericks, die Sie an dieser Stelle immer lesen, stammen alle von Ole Haldrup. Sein „Buch der Limericks“ (2003), dazu „Lirum, Larum, Limerick“ (2004) und „Das Geheimnis der fünften Zeile" (2007) sind zu beziehen über: Nereus-Verlag, Susanne Happle, Johann-von-Werth-Straße 6, 79100 Freiburg, Telefon 0761-403802, nereus-verlag @gmx.de. (gk)

An der Bay

Ein Streifzug durch San Francisco: Cable Cars, Chinatown, Alcatraz, Lombard Street und Golden Gate

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die 1937 eröffnete Golden Gate Bridge über der Bucht von San Francisco ist ein Wahrzeichen der Stadt. Fotos: Koch

San Francisco - Es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben! In der es lohnt, sich von neuem darauf zu freuen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Wie wir zuletzt, lange vor Corona, in San Francisco im westlichen US-Bundesstaat Kalifornien. Mit diesem Beitrag setzen wir unsere neue Reihe von Unterwegsgeschichten auch als Tipp für die Zeit nach Corona fort.

Skyline und Cityhall

Mitte September. Ein böiger Wind weht vom Pazifik über die Bay Area. Die Straßenschluchten von Downtown San Franciso wirken wie Katalysatoren, beschleunigen ihn nur noch mehr. Mal hebt sich die Skyline deutlich vom azurblauen Himmel ab. Mal bleibt die Sonne aus über der 1912 bis 1916 aus weißem Granit erbauten, dem Petersdom nachempfunden City Hall.

Union Square und Cable Cars

Wir beginnen unseren Streifzug in der Farrell Street, wo wir uns im Hilton einquartiert haben. Von dort ist es nicht weit zum Union Square, dem zentralen Einkaufs-, Hotel- und Theaterviertel der Stadt. Cable Cars begegnen einem immer wieder, seilgezogene Straßenbahnen aus dem 19. Jahrhundert, die auf drei Linien in der auf Hügeln errichteten Stadt verkehren.

Lebenslust und kirchlicher Glaube

Bunte Wandgemälde weisen auf den lebenslustigen Charakter der Stadt hin, in der etwa in Haight-Ashbury östlich vom Golden-Gate-Park in den 1960er-Jahren die Hippiebewegung entstand. Die Kirche Notre Dame des Victoires in der Bush Street sollte während des Goldrausch ab 1856 vor allem für die katholischen Einwanderer aus Frankreich da sein.

In der quirligen Chinatown

Für alle Fälle: Die Polizei ist telefonisch auch in Downtown schnell zu erreichen. Drachen bewachen nicht weit vom Union Square am berühmten Dragon's Gate die gleich neben dem Finanzdistrikt liegende Chinatown, ein pulsierendes Labyrinth aus Straßen und Gassen mit Läden, traditionellen Restaurants, prachtvollen Tempel und dem Chinese Museum. 

Lampions und Straßenmusik

Rote Lampions sind über die Grant Avenue gespannt, die mitten durch das aus 24 Häuserblöcken bestehende Stadtviertel verläuft. Chinatown, in den 1850er-Jahren gegründet, beim Erdbeben 1906 vollständig zerstört und danach gleich wieder aufgebaut, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Straßenmusiker darf natürlich nicht fehlen.

Erinnerung und Hundejahr

Künstlerisch großformatig: An der Wand wird die Erinnerung an die Vergangenheit der chinesischen Einwanderer wach gehalten, aber auch Gemälde mit Kung-Fu-Actionheld Jackie Chan sieht man in dem Stadtteil immer wieder. Wir sind 2018 im Jahr des Hundes in San Francisco gewesen. Das Tierkreiszeichen Hund steht in China für Loyalität und Ehrlichkeit. 

Hinüber nach Alcatraz und ...

Hier gibt's Tickets für den, der mit der Fähre hinüber zum "Felsen" will: Visit the Rock! Die rund zwei Kilometer vom Festland entfernte Insel Alcatraz in der Bucht von San Francisco ist achteinhalb Hektar groß, etwa 500 Meter lang, bis über 40 Meter hoch, galt von 1934 bis 1963 als ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis in den USA, ist heute Museum.

... die Lombard Street hinunter

Blumige Abfahrt als beliebtes Fotomotiv: Die von Touristen gern fotografierte Lombard Street in der Nähe des Russain Hill mit Blick auf den Telegraph Hill ist in diesem serpentinenartigen Abschnitt auf 145 Metern mit acht Kurven und gleich 27 Prozent Gefälle versehen. Immer wieder stößt man in der einst als MIssionstation gegründeten Stadt auf Gotteshäuser.

Ein Museum und überall Souvenirs

Wo Cable Cars unterwegs sind, gibt es selbstverständlich auch ein Cable-Car-Museum. Es befindet sich in der Mason Street 1201 im Viertel Nob Hill westlich von Chinatown und enthält Exponate über das Cable-Car-System, das in der Tat durchaus selbst als funktionierendes Museum angesehen werden kann. Souvenirkarten und -schilder gibt es in San Francisco überall.

Über die Bucht nach Richmond

Die Schöne an der Bay: Mit der nostalgisch anmutenden "San Francisco Belle" der Reederei Hornblower sind wir durch die Bucht hinüber nach Richmond gefahren. Das fast 70 Meter lange Schiff mit Anlegepunkt am Pier 3 soll mit der Möglichkeit, weit über 1000 Gäste kulinarisch versorgen zu können, immerhin eines der größten seiner Art an der Westküste sein.

In den Pazifik hinaus

Vom Außendeck der äußerlich hübsch anzusehenden "Belle", die vorher als schwimmendes Casino über den Charles River im US-Bundesstaat Missouri geschippert ist, kann man prima die Wolkenkratzer von San Francisco sehen, ehe sich im Dunst der Abenddämmerung ein Frachter unter der Golden Gate Bridge hindurch auf den Weg in den Pazifik begibt.

Info San Francisco I

Die Stadt an der Westküste der USA ist mit rund 900 000 Einwohnern - Metropolregion knapp 4,8 Millionen - nach Los Angeles, San Diego und San José die viergrößte im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien. Als Missionsstation 1776 gegründet und nach dem Heiligen Franz von Assisi benannt, liegt sie auf Hügeln an einer Bucht in einem durch Erdbeben gefährdeten Gebiet direkt an der San-Andreas-Verwerfung, Die Flugstrecke von Deutschland aus ist rund 9150 Kilometer lang, die Flugdauer beträgt über elf Stunden. Touristen brauchen ihren Reisepass, müssen sich vorher aber über das elektronische Reisegenehmigungssystem ESTA anmelden oder ein Visum beantragen. Seit Mitte März 2020 gilt wegen der Ausbreitung des Coronavirus jedoch ein Einreiseverbot für Personen unter anderem auch aus Deutschland.

Info San Francisco II

Der Zeitunterschied zu uns beträgt minus acht Stunden. Das Klima ist mediterran, Die Sommer sind nahezu regenfrei, aber überraschend kühler, die Winter mild. Als wärmste Monate gelten September und Oktober. Wir waren diesmal im Hilton Union Square (vier Sterne, 1921 Zimmer/Suiten, typisch US-amerikanisches Geschäfts- und Veranstaltungshotel, leider doch schon etwas in die Jahre gekommen, aber zentral in Downtown gelegen, www. hiltonhotels.de/vereinigte-staaten) untergebracht. Die Küche in der Region ist durch einen Mix verschiedener Einflüsse aus Asien, Europa und Mittelamerika geprägt. Im touristischen Hafenviertel Fisherman's Wharf sollte man Krabbensuppe mit Muscheln in Sauerteigschüssel probieren. Aus der Region kommen sehr gute Weine, etwa aus dem nahen Napa Valley oder aber auch aus Sonoma.

Info San Francisco III

Die rummelige Pier 39, an der sich Seelöwen an den Anlegestellen tummeln, lohnt einen Besuch. Haupteinkaufszonen sind Market Street und Union Square. Der Wolkenkratzer Transamerica Pyramid überragt den Finanzdistrikt. Die spanische Gründungsmission Dolores ist das älteste Bauwerk der Stadt. Die Painted Ladies am Alamo Square sind ein Straßenzug mit historischen Häusern. Der Aussichtsturm Coit Tower auf dem Telegraph Hill ist 64 Meter hoch. Die auch filmisch bekannten Zwillingshügel Twin Peaks finden sich im Süden der Stadt. Bis zur Pazifikküste, zu den berühmten Redwood-Bäumen im Muir Wood sowie zu den Stränden an der Half Moon Bay und bei Point Reyes ist es nicht weit. Information: California Tourism, Schwarzwaldstraße 13, 63811 Stockstadt, Telefon 06027-401108, www.visitcalifornia.com. 

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KoCom/Fotos: Günther Koch

20. März 2020