Donnerstag, 13. August 2020

FB Logo für GK 1

  • R Hotel Al Baleed Slide Hotels 4
  • R Hotel Swakopmund Slide Hotels 5
  • R Hotel Seezeitlodge Slide Hotel
  • R Hotel Modrzewie Park Slide Hotels dieser Welt
  • R Hotel Kaiserlodge Slide Hotels dieser Welt
  • R Hotel Sonne Bregenzerwald Slide Hotels dieser Welt
  • GALERIA HOTELS: Am Strand des Al Baleed Resorts Salalah im Oman. Foto: Günther Koch
  • GALERIA HOTELS: Mitarbeiter des Swakopmund-Hotels in Namibia. Foto: Günther Koch
  • GALERIA HOTELS: In der Seezeitlodge Hotel & Spa im Saarland geht es auch um Nachhaltigkeit. Foto: Günther Koch
  • GALERIA HOTELS: Im Modrzewie Park in der Pieniny-Region im Süden Polens. Foto: Rainer Waldinger
  • GALERIA HOTELS; Die Kaiserlodge in Scheffau am Wilden Kaiser in Tirol. Foto: Kaiserlodge
  • GALERIA HOTELS: (Trachten-)Gemälde im Sonne Lifestyle Resort Bregenzerwald. Foto: Wilfried Debelius

Gute Reise!

"Eine Dame lebt in Venedig, / die ist mit achtzig noch ledig. / Sie beklagt sich nicht, / sie lächelt und spricht: / „Vielleicht war das Schicksal mir gnädig.“

Die Limericks, die Sie an dieser Stelle immer lesen, stammen alle von Ole Haldrup. Sein „Buch der Limericks“ (2003), dazu „Lirum, Larum, Limerick“ (2004) und „Das Geheimnis der fünften Zeile" (2007) sind zu beziehen über: Nereus-Verlag, Susanne Happle, Johann-von-Werth-Straße 6, 79100 Freiburg, Telefon 0761-403802, nereus-verlag @gmx.de. (gk)

Seezeitlodge, Saarland

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel & Spa setzt auf Wellness, Natur und keltische Geschichte

Von Günther Koch/Life-Magazin

Zimmer mit Aussicht: Still ruht am Abend bei Sonnenuntergang der Bostalsee. Fotos: Koch/Seezeitlodge Hotel & Spa

Gonnesweiler – Es gibt sie erst seit Sommer 2017: Mit der Seezeitlodge Hotel & Spa im saarländischen Gonnesweiler, laut Geo Saison eines der "100 schönsten Hotels in Europa 2018", setzen wir in loser Folge unsere Reihe ausgesuchter „Hotels dieser Welt“ fort, begleitend diesmal zu Geschichten über das Grenzland zu Luxemburg, einen Aufenthalt in dem kleinen Großherzogtum, über den Tourismus, über Küche und Keller in der Region sowie über Trier und die Mosel.

Bei der Seezeitlodge handelt es sich um ein Hotel & Spa. Die Fassade ist mit Holzlamellen verkleidet.

Am Bostalsee

Hotel/Lage: Nachhaltigkeit, hoher Erholungswert und als Besonderheit das Einbeziehen der Geschichte der Kelten, die schon vor den Römern in der Gegend waren: „Aber wir sind kein Themenhotel“, sagt Kathrin Sersch, die zusammen mit ihrem wie sie im Saarland verwurzelten Mann Christian die Vier-Sterne-Superior-Anlage leitet. „Wir sind ein Wellness und Naturresort.“ Das liegt, außen mit Holzlamellen verkleidet, im Nordosten des kleinsten deutschen Flächenbundeslandes auf einem bewaldeten Kap direkt am Bostalsee. „Die Natur mit ihren Spannungspolen Wald und See, die Region mit ihrer keltischen Historie und unsere familiäre Tradition“, so formuliert es das Gastgeber-Paar, „spiegeln sich in verschiedenen Erlebniswelten und im Design des Hotels wider.“  

Kathrin und Christian Sersch sind die Gastgeber. Schon die Lobby strahlt Helle und Freundlichkeit aus.

Lichtdurchflutet und hell

Unterbringung/Flair: Von fast jedem der 30 bis 80 Quadratmeter großen 98 Zimmer/Suiten, die mit natürlichen Materialien und modernem Komfort lichtdurchflutet-hell eingerichtet sind, kann man auf den See schauen. Sie verfügen über Himmelbetten, teilweise sogar Walddusche und verspiegelte Trennwände auf dem Balkon, um die Wahrnehmung des Sees zu erhöhen. Zum persönlichen, ungezwungenen und lockeren Flair gehört, dass Kerzen schweben, gestrickte Lampenschirme Fischreusen ähneln, Sofas aus Schilfrohr bestehen, im Lobby- und Restaurantbereich Lichtwände aufgebaut sind, Messingstrahlen Tag- und Nachtgleiche, Sommer- und Wintersonnenwende inszenieren, man über in den Boden eingelassene Vitrinen in keltische Symbole und Namen der Himmelsachsen eintauchen kann, Kunstwerke Motive wie den Mittsommer darstellen – und Mitarbeiter abends draußen das urkeltische Element Feuer entzünden ...

Keltisches Symbol im Boden. Fast alle Zimmer bieten Aussicht nicht nur auf Wald, sondern auch See.

Saisonal, mit würzigen Kräutern

Küche/Keller: Leicht. Natürlich. Weltoffen. Mit klassischen Wurzeln. Und mediterranem Einfluss. So beschreibt Küchenchef Daniel Schöfisch seinen Kochstil. Im Restaurant Lumi sind hochwertig zubereitete Speisen ohne viel Schnickschnack zu haben, „aber immer saisonal und mit würzigen Kräutern aus dem Garten verfeinert“. Schöfisch setzt auf Bärlauch, Kressen, Wiesenkerbel, Sauerampfer oder Giersch. Alte Getreidesorten wie Dinkel, Einkorn oder Emmer fließen neben Trieben aus dem Wald, Pilzen und alten Gemüsesorten wie Ringelbeete, Ochsenkarotte oder Schwarzkohl in die Zubereitung ein. Konserviert wird klassisch. Räuchern, Einlegen und Fermentieren. Auch das alles schon bei den Kelten bekannt. Brot und Gebäck kommen aus dem eigenen Ofen. Zum Frühstück gehören regionale Erzeugnisse und Bioprodukte. Selbst in der Bar Nox mit Feuerlounge, nach keltischer Tradition genau auf der Achse der Tag- und Nachtgleiche platziert, stoßen Gäste mit Cocktails wie Ginessa, Bui, Epona oder Uvarum ebenfalls mit Inhaltsstoffen wie Kräutern an. Die ausgesuchten Weine stammen meist von regionalen Winzern.

Erholung heißt auch, Zeit und Raum zu haben. Die Terrasse vor dem Restaurant Lumi ist weitläufig.

Mit Saunadorf

Wohlgefühl/Aktivitäten: Das 2700 Quadratmeter große Spa steht – Sie ahnen es – ganz im Zeichen keltischer Heilkunst und Naturrituale. Es gibt ein keltisches Saunadorf, Innen-, Außenpool, Dampf-, Kräuterbad und Fitnessraum. Das Mentalprogramm umfasst Baum-, Waldmeditation, Yoga im Wald, Sinnesbarfußweg und Räucherrituale. Die gut ausgebauten Rad- und Wanderwege führen durch den Naturpark Saar-Hunsrück und den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Über den Saar-Hunsrück-Steig geht es 410 Kilometer von der Mosel über die Schmuckstadt Idar-Oberstein zum Rhein. Gegen Gebühr sind im Hotel auch Elektrobikes zu haben. Wer will, kann Nordic Walking, Wassersport betreiben, Schwimmen, Segeln, Angeln, Tauchen, Surfen, Bogenschießen, Reiten oder Golfen. Ausflüge zum Schloss Oberstein oder zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte lohnen. St. Wendel hat eine schöne Altstadt. Trier, Luxemburg, Frankreich sind nah.   

Neben dem Außenpool im Wellnessbereich. Die Seezeitlodge grüßt mit Obst und Schokolade.

Mit Menüs am Abend

Preise/Anreise: Für zwei Personen kostet die Wohlfühlkoje 286, die kleine Suite 338 Euro. Das Familiennest mit separatem Kinderzimmer findet sich für drei Personen ab 398 Euro in der Liste. Alle Preise verstehen sich inklusive Frühstück und Auswahlmenüs am Abend. Von Köln aus ist man mit dem Auto in etwa zweieinhalb Stunden über die A1 und A62 da, von Frankfurt/Main aus über Kaiserslautern und die A62 in gut zwei. Der Flixbus braucht aus dem Rhein/Main-Gebiet etwa drei Stunden bis Saarbrücken, von wo aus die Regionalbahn in rund 40 Minuten bis zum Bahnhof Türkismühle verkehrt. Nach Absprache ist auch ein Shuttle vom Hauptbahn Saarbrücken zur Seezeitlodge möglich. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Saarbrücken, Luxemburg und Hahn im Hunsrück.

Der Blick in die Küche bietet Transparenz. Und so sieht es bei Dunkelheit im Außensaunadorf aus.

Adresse, Telefon, Internet

Information: Seezeitlodge Hotel & Spa, Am Bostalsee 1, 66625 Gonnesweiler, Telefon 06852-80980, www. seezeitlodge-bostalsee.de.

Lesen Sie auch

Savoir vivre: Im Grenzland zu Luxemburg (I) / Die Region Mehr Die Marktnische finden: Im Grenzland zu Luxemburg (II) / Der Tourismus Mehr Dreierlei vom Hochwald: Im Grenzland zu Luxemburg (III) / Küche und Keller Mehr Mittlerin in Europa: Im Grenzland zu Luxemburg (IV) / In Trier Mehr "Wat mir sind": Im Grenzland zu Luxemburg (V): Im kleinen Großherzogtum Mehr

KoCom/Fotos: Günther Koch/Seezeitlodge Hotel & Spa

22. Oktober 2018