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  • GALERIA HOTELS: Am Strand des Al Baleed Resorts Salalah im Oman. Foto: Günther Koch
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  • GALERIA HOTELS: In der Seezeitlodge Hotel & Spa im Saarland geht es auch um Nachhaltigkeit. Foto: Günther Koch
  • GALERIA HOTELS: Im Modrzewie Park in der Pieniny-Region im Süden Polens. Foto: Rainer Waldinger
  • GALERIA HOTELS; Die Kaiserlodge in Scheffau am Wilden Kaiser in Tirol. Foto: Kaiserlodge
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Gute Reise!

"Eine Dame lebt in Venedig, / die ist mit achtzig noch ledig. / Sie beklagt sich nicht, / sie lächelt und spricht: / „Vielleicht war das Schicksal mir gnädig.“

Die Limericks, die Sie an dieser Stelle immer lesen, stammen alle von Ole Haldrup. Sein „Buch der Limericks“ (2003), dazu „Lirum, Larum, Limerick“ (2004) und „Das Geheimnis der fünften Zeile" (2007) sind zu beziehen über: Nereus-Verlag, Susanne Happle, Johann-von-Werth-Straße 6, 79100 Freiburg, Telefon 0761-403802, nereus-verlag @gmx.de. (gk)

Schäferhof, Schneverdingen

Beim Schneverdinger „Schäferhof“ handelt es sich um ein ausgesuchtes Naturotel in der Heide

Von Günther Koch/Life-Magazin

Ausgesuchtes Naturotel: „Schäferhof“ bei Schneverdingen. Fotos: Koch

Ausgesuchtes Naturotel: „Schäferhof“ bei Schneverdingen. Fotos: Koch

Schneverdingen – Eigentlich ist es genau das, was sich Erholungssuchende wünschen, eine ganz besondere Bleibe inmitten einer ruhigen und natürlichen Umgebung: Mit dem „Schäferhof“ in Schneverdingen, der genau das ist, setzen wir in loser Folge unsere Serie „Hotels dieser Welt“ fort, begleitend diesmal zu einer Wander- und Kutschfahrtgeschichte über die Naturparkregion Lüneburger Heide.

Familiengeführtes Haus

Bei dem von Katerina und Christian Glet familiengeführten Haus handelt es sich um ein ausgesuchtes Naturotel, typisch für die Heide in besonders schöner Lage, hier sogar im Schatten alter Bäume, umgeben von Heidekraut, das gegen Ende August herrlich violett in voller Blüte steht, umgeben von Birken und Wachholder. Nachhaltiges Handeln muss in so einem Landhotel gewährleistet, die Einrichtung soll naturorientiert, die Küche leicht und mit Zutaten aus der Region versehen sein.

Mit regionaler Esskultur

Mit seinem angeschlossenen Restaurant und Café ist der „Schäferhof“ Mitgliedsbetrieb im Verein „Regionale Esskultur“. Chefkoch Stephan Garus zaubert spezielle regionale Gerichte wie Schinkenbrot mit mildem Heideschinken, wie kross gebratene „Heidjer Knipp“-Grützwurst mit Gurke, Apfelmus und Bratkartoffeln, wie Heidschnuckenkeule oder -ragout auf den Tisch. Nu lat dir dat smecken! Mehrere gastronomische Räumlichkeiten stehen zur Verfügung, darunter drinnen eine besonders behagliche mit altem Kachelofen. Die große Freiterrasse draußen, die Christian Glet gern Wintergarten-ähnlich umgestalten würde, um dort etwa auch größere Gesellschaften bewirten zu können, geht direkt und ohne jegliche Begrenzung in die Heidelandschaft über. Selbst Hermann Löns, der berühmte Heidedichter, lässt grüßen. Und Theodor Storm: „Kein Klang der aufgeregten Zeit drang noch in diese Herrlichkeit.“

 

Vom Pietzmoor bis nach Celle

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Pietzmoor. Gleich gegenüber, auf der anderen Seite der Heberer Straße, beginnt die Osterheide. Nach Schneverdingen oder Snevern, wie die Heidjer zu ihrer Heideblütenstadt sagen, sind es nur etwa zwei Kilometer. Sonst lohnende Ausflugsziele wie Wilseder Berg, Vogelpark Walsrode, Heidepark Soltau, Serengetipark Hodenhagen, „Schneedom“ Bispingen oder zum Einkaufen das Designer-Outlet in Soltau sind in relativ kurzer Zeit zu erreichen. Ähnliches gilt, wenn man nach Lüneburg will, in die Stadt, die der meist flachwelligen Naturlandschaft im Nordosten Niedersachsens im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover ihren Namen gab, oder in die Residenz nach Celle.

Gute Verkehrsanbindung

Auch die NS-Konzentrationslager-Gedenkstätte Bergen-Belsen ist schon ausgeschildert an der A7, die zusammen mit den Autobahnen A27 und A39 die Region verkehrsmäßig gut anbindet. Schneverdingen selbst ist Bahnstation. Flughäfen gibt es in Hamburg, Bremen und Hannover.

Traditionelle Fachwerk-Architektur

Den Charme des „Schäferhofs“ machen freilich nicht nur die Lage und die Heidschnucken nebenan aus. Die traditionelle Fachwerk-Architektur, die 21 ab rund 80 bis unter 150 Euro teuren Zimmer und die kleine Suite, alle im ländlichen Stil unterschiedlich, aber gemütlich-komfortabel eingericht, tragen ebenso dazu bei wie übers ganze Haus verteilt die teilweise nostalgischen Gegenstände aus Omas Zeiten. Die Anlage, erzählt Christian Glet, geht auf ein Gebäude aus dem Ende des 18. Jahrhunderts zurück, in dem tatsächlich einmal Schäfer und ihre Herden zu Hause waren. Sie ist mehrfach umgebaut, renoviert und modernisiert worden, zuletzt 2012, ohne jedoch ihren eigenen, regionalhistorisch ebenfalls interessanten Charakter des einstigen Schäferhofs zu verlieren.

Anreise und Information

Gleich über drei verschiedene Autobahnen – A7, A27, A39 – und  mehrere Bundesstraßen wie B3, B71 und B440 ist die Lüneburger Heide überregional sehr gut angebunden. Rund 75 Kilometer sind es von Hamburg bis nach Schneverdingen, etwas mehr als 110 von Hannover, rund 80 von Bremen. Die Strecke von der Heideblütenstadt nach Lüneburg ist 54, die nach Celle 65 Kilometer lang. Wer anderweitig oder von weiter weg anreisen will: Schneverdingen ist Bahnstation, die größeren Flughäfen in der Nähe sind Hamburg, Bremen und Hannover. Information: Hotel Schäferhof, Heberer Straße 100, 29640 Schneverdingen, Telefon 05193-3547, www.hotel-schaeferhof.com.       
 
KoCom/Fotos: Günther Koch

29. September 2014