Mittwoch, 2. Dezember 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Renault Captur

Diesmal im Test als 150-PS-Turbobenziner Intens

Von Günther Koch/Life-Magazin

In zweiter Generation ist Renaults City-SUV Captur bei uns seit 2020 auf dem Markt. Fotos: Koch

Mit dem 2013 eingeführten Captur sind die Franzosen im Umfeld etwa von Fiat 500X, Ford EcoSport, dem Schwestermodell Nissan Juke, Opel Crossland X, Peugeot 2008 und VW T-Cross unterwegs. Wir haben den kleinen City-SUV-Crossover der Franzosen jetzt als mittleren Benziner mit Automatik in Intens-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Den Captur gibt es seit 2013. Die gefälligere zweite Generation, in der Länge auf 4,23, beim Radstand auf 2,64 Meter, beim Kofferraum des Benziners auf 422/536 bis 1275 Liter gewachsen, ist bei uns seit Anfang 2020 auf dem Markt. Solide verarbeitet und recht wertig anmutend, baut sie auf der neuen Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz für Autos dieser Art auf. Das Design ist nachgeschärft. Schulter und Fensterlinie verlaufen höher, die Fensterausschnitte sind niedriger, die Kotflügel weiter ausgestellt. Vorn und hinten findet sich ein breiter Unterfahrschutz. Der Rammschutz entlang der kompletten Flanken einschließlich Radhäuser setzt sich farblich ab. Ellbogen- und Kniefreiheit hinten sowie die Auflageflächen der stärker ausgeformten Sitze vorn sind größer. Die Rückbank ist um 16 Zentimeter verschiebbar. Im Cockpit wirkt die Mittelkonsole mit dem Tablet-artigen Touchscreen fahrerorientierter. Ab der zweithöchsten Ausstattung scheint deren unterer Teil mit dem E-Shift-Wählhebel für die Automatik frei zu schweben. Die Bedienung ist rasch im Griff.

Blick auf die in die Breite wirkende Frontpartie mit dem in den Kühlergrill ragenden Markenrhombus.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen kultivierten 1,3-Liter mit 130 PS und im Drehmoment etwas stärkeren 240 Newtonmetern schon früh ab 1600 Touren. Der nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp freigegebene Turbobenziner beschleunigt diesen Renault in 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht ihn 196 Stundenkilometer schnell. Eine gut abgestufte Siebengang-Doppelkupplungsbox überträgt die Kraft auf die vorderen Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion zumindest im Datenblatt so angegebenen maximal 5,7 Liter Mixverbrauch, ermittelt nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren, haben wir nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrprofilen 6,8 Liter angezeigt.

Unter der Haube ist ein 1,3-Liter-Vierzylinder am Werk. Das Cockpit ist recht übersichtlich.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer 1334 Kilo schweren Frontantriebler flotter voran. Das Fahrwerk hat einen relativ sportlichen Eindruck hinterlassen, federt aber doch ausreichend komfortabel. Die Fahrleistungen sind durchweg ordentlich. Die elektrische Servolenkung könnte über das neue Lenkrad mit kleinerem Durchmesser sowie breiterem Lenkradkranz und Daumenauflage direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Bremsen, vorn innenbelüftete Scheiben, hinten Trommeln, verzögern dagegen standfest. Im Intens tragen Notbremsassistenz, Fußgänger-, Verkehrszeichenerkennung, Tempopilot samt Begrenzer und Spurhaltehilfe zusätzlich zum Standard-Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Bei Intens als zweithöchster von vier Ausstattungen gehören etwa Voll-LED-Scheinwerfer, zweifarbige Lackierung, Kühlergrill und Lufteinlässe mit Chromelementen, Fernlichtassistenz, Klimaautomatik, Licht-, Regensensor und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen schon zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Metallic-Sonderlackierung, Einparkhilfe, Rückfahrkamera, Adaptivtempomat, Totwinkelwarner, Autobahn- und Stauassistenz bis Tempo 160, Online-Multimediasystem mit 9,3-Zoll-Touchscreen und Navigation sowie Sitzheizung vorn, beheizbares Lederlenkrad und kabelloses Smartphone-Laden haben den Grundpreis des Testwagens um 3700 Euro erhöht.   

Das Gepäckabteil fasst 422/536 bis 1275 Liter. Und so sieht das Crossover-Modell von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 24 950 Euro, geht in Ordnung. Dafür wird bis hin zum Multi-Sense-System für ein individuelleres Fahrerlebnis etwa auch in Sachen Ambientebeleuchtung einiges geboten. Ab 19 700 Euro sind noch zwei weitere Turbobenziner mit 100 und 155, ein Turbodiesel mit 115 und ab 35 550 Euro auch ein 160-PS-Plug-in-Hybrid zu haben.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner. Hubraum: 1,3 Liter. Leistung: 96/130 kW/PS. Maximales Drehmoment: 240/1600 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 196 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,8 Liter pro 100 Kilometer, 150-139 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,7-5,5 Litern Mixverbrauch. Grundpreis: 24 950 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

6. Juli 2020