Mittwoch, 2. Dezember 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Renault Kadjar

Diesmal im Test als 149-PS-Allraddiesel Bose Edition

Von Günther Koch

Seit 2019 ist der Renault Kadjar in aufgewerteter Auflage im Handel. Fotos: Koch

Er muss sich gegen französische Konkurrenten wie Citroen C5 Aircross und Peugeot 3008 behaupten oder gegen deutsche wie Ford Kuga, Opel Mokka X oder VW Tiguan. Wir haben den in der unteren Mittelklasse angesiedelte SUV-Crossover Kadjar von Renault jetzt als stärkeren Diesel mit Schaltgetriebe und Allrad in Bose-Edition-Ausführung gefahren.

Außen & Innen

Den Kadjar, solide verarbeitet, für sein Segment standesgemäß anmutend, 4,48 Meter lang, Radstand 2,64 Meter, geräumiges Gepäckabteil mit 472 bis 1478 Litern, gibt es seit 2015. Seit 2019 steht der fünftürige Fünfsitzer umfangreicher aufgefrischt mit dezenteren Nachschärfungen an Front und Heck, neuen Komfortdetails und abgasärmeren Motoren bei den Händlern. Positioniert ist er markenintern zwischen dem kleineren Captur und dem größeren Koleos. Technisch ist er mit dem Qashqai des japanischen Allianzpartners Nissan verwandt. Ein-/Ausstieg gestalten sich bequem. Das Platzangebot vorn ist gut, im Fond geht es etwas beengter zu. Im recht übersichtlichen Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff. Wichtigste Neuerung innen ist der integrierte Siebenzoll-Touchscreen für das Online-Infotainment.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenemblem, dem Rhombus, vorn groß im Kühlergrill.   

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen etwas rauer laufenden 1,7 Liter mit 149 PS und durchzugsstärkeren 340 Newtonmetern Drehmoment schon früh ab 1750 Touren. Der nach der Abgasnorm Euro-6d-Temp freigegebene Selbstzünder beschleunigt diesen Renault in 11,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht ihn in der Spitze 197 Stundenkilometer schnell. Eine ganz gut abgestufte Sechsgang-Handschaltung überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Technik nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren zumindest im Datenblatt so angegebenen 5,2 Liter Mixverbrauch haben wir nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen- und flotteren Autobahnfahrprofilen 6,1 Liter angezeigt.

Unter der Haube ist ein 1,7-Liter-Vierzylinder am Werk. Das Cockpit ist recht übersichtlich gestaltet.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer 1707 Kilo schweren Kadjar ziemlich zügig voran. Das Fahrwerk federt noch ausreichend komfortabel, hat insgesamt aber doch einen strafferen Eindruck hinterlassen. Beim Allrad handelt es sich um einen variablen, der mit der Traktion zugleich die Stabilität beim Fahren erhöht. Die elektrische Servolenkung gibt ordentliche Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, sorgen für standfeste Verzögerung. Mit 20 Zentimeter Bodenfreiheit kann man sich sogar einmal abseits des Asphalts wenigstens ins leichtere Gelände wagen. Unter anderem Spurhaltewarner, Fernlichtassistenz und Verkehrszeichenerkennung tragen in der Ausstattungsstufe des Testwagens bereits zum höheren Standard-Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit Markenlogo und Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Bei Bose Edition als höchster von drei Lines, zu denen noch die Business Edition kommt, gehören etwa schon Voll-LED-Scheinwerfer, Front- und Heckschürze im silbergrauen SUV-Look, Licht-, Regensensor, Zweizonen-Klimaautomatik, Infotainment, Navigation, Siebenzoll-Touchscreen, Soundsystem, Lederlenkrad, Stoffpolster mit Seitenwangen in Lederoptik und 19-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen zum Grundumfang. Aufpreispflichtige Sonderausstattungen wie Metalliclackierung, Notbremsassistenz, Easy-Parkassistenz, Totwinkelwarner, Einparkhilfe vorn und hinten mit Rückfahrkamera und 360-Grad-Sensoren haben den Grundpreis des Testwagens um 1740 Euro erhöht. 

Das Gepäckabteil fasst 472 bis 1478 Liter. Und so sieht der SUV-Crossover von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 37 190 Euro, ist nicht ganz billig. Dafür liefert Renault unterm Strich ein nach wie vor sehr ordentliches Auto ab, wenn man die Form und die generelle Auslegung des Kadjars mag, der vielleicht aber noch etwas variabler sein könnte. Ab 23 390 bis 37 190 Euro sind in der Baureihe noch zwei Turbobenziner mit 140 und 159 PS sowie ein weiterer Turbodiesel mit 115 PS zu haben. Auch reiner Frontantrieb ist möglich.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,7 Liter. Leistung: 110/149 kW/PS. Maximales Drehmoment: 340/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 197 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,1 Liter pro 100 Kilometer, 136 Gramm Kohlendioxidausstoß bei angegebenen 5,2 Litern Mixverbrauch. Grundpreis: 37 190 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

22. Juni 2020