Dienstag, 4. August 2020

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Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Jaguar F-Type

Diesmal im Test als 450-PS-Coupé R-Dynamic

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Jaguar F-Type hat zuletzt eine weitere Überarbeitung spendiert bekommen. Fotos: Koch

Audi TT, Mercedes-AMG GT, Porsche Cayman – die Konkurrenz, gegen die der Jaguar F-Type antritt, hat es in sich. Wir haben den Sportwagen der Briten jetzt als Kompressor-Coupé R-Dynamic mit Automatik und Hinterradantrieb gefahren.

Außen & Innen

Den F-Type hat Jaguar 2013 erst als Cabrio, 2014 dann als Coupé auf den Markt gebracht. Er ist zuletzt umfangreicher überarbeitet worden, hat vor allem eine neue Front, neue Digitalinstrumente spendiert bekommen und ein verbessertes Multimediasystem, für dessen Eingewöhnung in die Bedienung man sich etwas Zeit lassen sollte. Wer will, kann seinen F-Type nun sogar zu Hause per Smartphone oder Smartwatch abschließen oder den Tankstand abfragen. Der Zweisitzer fährt auf 4,47 Metern Länge nach wie vor klassisch mit langer Motorhaube und kurzem Heck vor, wirkt sauber verarbeitet, mutet wertig an. 2,62 Meter Radstand erlauben innen nicht ganz so viel Platz. Das Gepäckabteil hinter der weit öffnenden Klappe fasst noch 509 Liter. Im Cockpit geht es aufgeräumt zu. Bloß die Sicht nach hinten bleibt weiter eingeschränkt.

Die neu gestaltete Front weist schmalere Scheinwerfer auf. Das Markenemblem sitzt vorn im Kühlergrill.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Achtzylinder handelt es sich um einen hoch bis 6000 Touren drehenden 5,0-Liter mit Kompressor-aufgeladenen 450 PS und starken 580 Newtonmetern ab 2500 über ein breiteres Band bis 5000 Umdrehungen pro Minute. Der schon nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d freigegebene Benziner beschleunigt diesen Jaguar in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht ihn in der Spitze sogar bis zu 285 Stundenkilometer schnell. Ein gut abgestufter Achtgang-Quickshift-Automat überträgt die Kraft in diesem Fall auf die hinteren Räder. Den in Verbindung damit und dem Stopp/Start-Spritsparsystem zumindest im Datenblatt so angegebenen, nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren ermittelten 10,6-Liter-Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, spritzigeren Landstraßen- und flotten längeren Autobahnfahrprofilen 12,2 Liter angezeigt.   

Unter der Haube ist ein 5,0-Liter-Achtzylinder-Kompressor am Werk. Blick ins übersichtliche Cockpit.

Dynamik & Sicherheit

Der Kompressor, der erst bei höheren Drehzahlen so richtig auf Touren zu kommen scheint, schiebt das leer 1735 Kilo schwere Coupé beim Tritt aufs Gaspedal dann aber stürmisch voran. Wobei das Sportfahrwerk seinem Namen alle Ehre macht. Es verfügt über adaptive Dämpfer, die das Chassis automatisch dem jeweiligen Untergrund und der jeweiligen Fahrsituation anpassen. Es gibt einen speziellen Dynamik-, einen besonderen Launch- und einen eigenen Wintermodus. Das Differenzial mit Torque Vectoring erlaubt eine gezielte Verteilung der Drehmomente dorthin, wo sie gerade benötigt werden. Die elektromechanische Servolenkung gibt direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen vorn und hinten packen standfest zu. Unter anderem Aufmerksamkeits-, autonome Notbrems-, Spurhalteassistenz, dazu Einparkhilfe, Tempomat, adaptive Geschwindigkeitsbegrenzung, Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung tragen bereits zum hohen Standard-Insassenschutzniveau bei.

Heck-/Seitenansicht des überaus sportlichen Zweisitzers. Das Gepäckabteil fasst 509 Liter.

Serie & Extras

R-Dynamic ist die Ausstattungslinie gleich über dem Basismodell. Bei ihr gehören etwa schon LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Infotainment, Zehnzoll-Touchscreen, Navigation, Digitalradio, Soundsystem, Smartphone-Einbindung, Sportledersitze, Sportlederlenkrad mit Schaltwippen, Edelstahlpedale, aktive Sportabgasanlage mit Klappensteuerung und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit vorn/hinten 245/275er-Reifen zum Grundumfang. Aufpreispflichtige Sonderwünsche reichen hier beispielsweise von der Parkassistenz für 357 Euro über Premiumleder für 2212 Euro, das Designpaket für 2765 Euro und das Premiumvelourspaket für 4954 Euro bis zum Karbon-/Keramikpaket für 9088 Euro hinauf.

Modellschriftzug hinten. Und so, lange Motorhaube, kurzes Heck, sieht das Coupé von der Seite aus.

Preis & Leistung: Sportwagen eines Premiumherstellers kosten, hier ab 92 500 Euro. Die allerdings für einen echten Sportwagen in bester E-Type-Tradition mit hohem Hinguck- und Fahrspaßfaktor. Etwas ungewöhnlich ist, dass sich Jaguar nach so langer Zeit statt für eine komplett neue Generation nach 2017 nochmal für ein weiteres Facelift entschieden hat. Was vielleicht daran liegen könnte, dass die Zukunft solcher Autos ungewiss ist, nachdem deren Absatz in der Vergangenheit schon deutlich höher lag. Sechszylinder fehlen mittlerweile in der F-Type-Modellpalette. Der kleinere Vierzylinder-Turbobenziner leistet 300 PS, dürfte damit eigentlich schon vollkommen ausreichend motorisiert sein, der stärkere Kompressor ist 575 PS stark. Auch Allrad ist möglich. Das Cabrio beginnt preislich bei 71 200 Euro.

Datenblatt

Motor: Achtzylinder-Kompressorbenziner. Hubraum: 5,0 Liter. Leistung: 331/450 kW/PS. Maximales Drehmoment: 580/2500-5000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 285 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 12,2 Liter pro 100 Kilometer, 244 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 10,6 Litern Mixverbrauch. Grundpreis: 92 500 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

27. Mai 2020