Dienstag, 4. August 2020

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Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Ford Kuga

Diesmal im Test als 150-PS-Mildhybridbenziner ST-Line X

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die Neuauflage von Fords Kompakt-SUV Kuga ist seit Ende April auf dem Markt. Fotos: Koch

Ford setzt beim Kuga nicht mehr nur auf klassische Verbrenner, sondern auch auf alternative Antriebe. Wir haben das kompakt SUV-Modell, mit dem der Autobauer im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Opel Crossland X und VW Tiguan unterwegs ist, jetzt als handgeschalteten Dieselhybrid in ST-Line-X-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Die dritte Generation, auf der auch der aktuelle Focus vom Band läuft, ist erst seit Ende April auf dem Markt, sieht schicker aus, wirkt solide verarbeitet, mutet innen trotz Hartplastik für die untere Mittelklasse standesgemäß an, fährt geräumiger und komfortabler vor, baut mit bis zu 4,63 Metern deutlich länger, ist breiter, hat mit 2,71 Metern mehr Radstand und bringt bis zu 90 Kilo weniger auf die Waage. Die Motorhaube ist tiefer gezogen, die Windschutzscheibe flacher. Die Dachlinie verläuft niedriger. Schulter- und Beckenfreiheit sind gewachsen. Die Kopffreiheit ist größer geworden, obwohl sich der fünftürige Fünfsitzer etwas flacher duckt. Durch die verschiebbare hintere Sitzreihe steht wahlweise mehr Beinfreiheit oder 67 Liter mehr Kofferraumvolumen zur Verfügung, das bei zum ebenen Ladeboden umgeklappten Sitzen 435 bis 1534 Liter umfasst. Die Ladekante liegt erfreulich niedrig. Die Verkleidung des Stauabteils könnte wertiger sein. Im übersichtlicher gestalteten Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff.

Blick auf die markantere Frontpartie mit dem Markenoval vorn über dem Kühlergrill.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen recht kultivierten 2,0-Liter mit 150 PS und durchzugsstärkeren 370 Newtonmetern Drehmoment ab 2000 Touren. Der nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp freigegebene Selbstzünder beschleunigt diesen Ford in 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht ihn in der Spitze 194 Stundenkilometer schnell. Ein ganz gut abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die vorderen Räder. Den in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion zumindest im Datenblatt so angegebenen Mixverbrauch von maximal 4,4 Litern, ermittelt nach dem realistischeren Messverfahren WLTP, haben wir im Normalbetrieb leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, spitzigeren Landstraßen- und flotteren Autobahnfahrprofilen immer noch akzeptable 5,1 angezeigt.

Unter der Haube ist ein 2,0-Liter-Turbobenziner am Werk. Im Cockpit geht es übersichtlicher zu.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer 1610 Kilo schweren Frontantriebler, der Lasten bis immerhin 1,9 Tonnen ziehen kann, beim Tritt aufs Gaspedal recht zügig voran. Über den Fahrmodusschalter sind die Einstellungen Normal, Eco oder Sport wählbar. Das Mildhybridsystem, mit dem der Diesel kombiniert ist, nutzt dabei einen Riemen-Startergenerator, der als Elektromotor den Verbrenner bei geringeren Drehzahlen mit zusätzlichem Drehmoment unterstützt. Es erlaubt zudem das Rückgewinnen von Energie, etwa beim Ausrollen und Bremsen, speichert sie in einer 48-Volt-Batterie. Was Fahrwerk, Laufkultur und Ausgewogenheit zwischen Komfort und Agilität betrifft, liefert Ford wie erwartet gute Arbeit ab. Schon als frontangetriebener ST-Line ist der Kuga mit sportlicher abgestimmtem Chassis bestückt. Die elektromechanische Servolenkung gibt ordentliche Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen packen standfest zu. Unter anderem Müdigkeits-, Falschfahr-, Kollisionswarner, Fahrspurhilfe und Verkehrsschilderkennung tragen bereits zum höheren Standard-Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Modellschriftzug auf der Heckklappe.

Serie & Extras

ST-Line X ist die zweithöchste von insgesamt sieben Ausstattungen. LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, digitale Instrumententafel, Digitalradio, Navigation, Smartphone-Einbindung, Achtzoll-Touchscreen, Soundsystem, Tempomat und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen gehören hier bereits zum Serienumfang. Sonderausstattungen wie elektrische Heckklappe, Metalliclack, Panoramadach, Fahrassistenz-, Technologie-, Styling- und Winterpaket haben den Grundpreis des Testwagens um 5800 auf 44 450 Euro erhöht.

Das Gepäckabteil fasst 435 bis 1534 Liter. Und so sieht die dritte Generation des Kompakt-SUV von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung in diesem Fall ab 38 650 Euro ist nicht ganz ohne. Dafür hat Ford den Kuga auf die Höhe der Zeit und einen moderneren Stand der Technik gebracht. Ab 26 550 Euro sind in der Baureihe noch zwei Turbobenziner mit 120 und 150, zwei Turbodiesel mit 120 und 190 sowie ab 39 550 Euro ein Plug-in-Hybridbenziner mit 225 PS und bis zu 56 Kilometern rein elektrischer Reichweite zu haben. Auch Allradantrieb ist möglich. Später soll noch ein Vollhybrid folgen.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Dieselhybrid. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 110/150 kW/PS. Maximales Drehmoment: 370/2000-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 194 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,1 Liter pro 100 Kilometer, 115-111 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,4-4,3 Litern Mixverbrauch. Grundpreis: 38 650 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

4. Mai 2020