Mittwoch, 2. Dezember 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Volvo XC60

Diesmal im Test als 197-PS-Mildhybriddiesel R-Design

Von Günther Koch/Life-Magazin

Volvos Kompakt-SUV XC60 ist in dieser Form seit 2017 bei uns auf dem Markt. Fotos: Koch

Mit dem XC60 tritt Volvo im Premiumsegment im Umfeld vergleichbarer Alfa-Romeo-, Audi-, BMW-, Jaguar- und Mercedes-Pendants wie Stelvio, Q3, X3, E-/F-Pace und GLC an. Wir haben das Mittelklasse-Kompakt-SUV-Modell der Schweden jetzt als B4 genannten Mildhybriddiesel mit Automatik und Allrad in R-Design-Ausführung gefahren.

Außen & Innen

In aktueller Auflage steht der XC60 bei uns seit 2017 bei den Händlern, nachdem die erste 2008 auf den Markt gekommen ist. Die zweite Generation baut auf neuer Plattform auf, fährt auch mit Blick aufs Design deutlich erkennbar als kleinerer XC90-Bruder vor. Der fünftürige Fünfsitzer kommt auf 4,64 Metern Länge sauber verarbeitet daher, mutet wertig an. Platz ist bei 2,77 Metern Radstand selbst im Fond noch ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst 415/595 bis 1435 Liter. Für die Eingewöhnung in die Bedienung insbesondere des Audiosystems mit dem Touchscreen-Monitor, der einem hochformatigen Tablet gleicht, sollte man sich etwas Zeit nehmen.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn in einer Diagonalstrebe im Kühlergrill.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen gleich doppelt aufgeladenen und nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp zertifizierten 2,0-Liter mit 197 PS und durchzugsstärkeren 420 Newtonmetern schon früh ab 1750 bis 2750 Touren, kombiniert mit einem 14 PS und 40 Newtonmeter starken Elektromotor. Beide zusammen beschleunigen diesen zuletzt meistverkauften Volvo in 8,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen ihn in der Spitze 205 Stundenkilometer schnell. Eine gut abgestufte, über entsprechende Wippen am Lenkrad auch handschaltbare Achtgang-Box überträgt die Kraft auf alle vier Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion zumindest im Datenblatt nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren im Mix so angegebenen maximal 6,6 Liter Verbrauch haben wir im Alltagsbetrieb leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer für den allein schon durch den Allradantrieb schwereren Wagen am Ende nach normalen Orts- sowie moderateren Landstraßen- und Autobahnfahrprofilen 6,9 Liter angezeigt. 

Ein 2,0-Liter-Diesel ist hier mit einem Elektromotor kombiniert. Im Cockpit geht es übersichtlich zu.

Dynamik & Sicherheit

Der Biturbo schiebt diesen leer 1950 Kilo wiegenden XC60, der Lasten bis 2,4 Tonnen ziehen kann, beim Tritt aufs Gaspedal insgesamt recht flott voran. Zwar ist man im größeren XC90 auch fahrwerksmäßig noch eine Spur souverän-gelassener unterwegs, doch braucht sich der markenintern über dem kleineren XC40 positionierte XC60 diesbezüglich keinesfalls zu verstecken, zumal wenn er wie in diesem Fall sogar mit dem adaptiven Luftfahrwerk bestückt ist. Der Permanentallrad erhöht mit der Traktion zugleich die Stabilität beim Fahren. Verschiedene Fahrmodi bis hin zum Offroadmodus sind wählbar. Die elektrische Servolenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung von der Straße. Die vorn und hinten innenbelüfteten Scheibenbremsen packen standfest zu. Unter anderem Aufmerksamkeitswarner, Spurhaltehilfe, Fußgänger-, Radfahrer-, Wildtiererkennung, Notbrems-, Kreuzungsbremsassistenz sowie das System, das durch Lenkeingriff die Gefahr von Unfällen mit Fahrzeugen verringert, die entgegen kommen, tragen bereits zum hohen Standard-Insassenschutz bei.  

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers samt der Baureihen-Kennung hinten.

Serie & Extras

Bei R-Design als dritter von insgesamt vier Ausstattungsstufen gehören etwa schon LED-Scheinwerfer, spezielle Front- und Heckschürze, Zweizonen-Klimaautomatik, Infotainment mit Neunzoll-Touchscreen, Digitalinstrumentierung mit 12,3 Zoll großem Vollgrafikdisplay, Navigation, Smartphone-Einbindung, Ledersitz, Lederlenkrad, Tempomat, Einparkhilfe und elektrische Heckklappenautomatik zum Grundumfang. Durch Sonderausstattungen wie Laderaum-, Licht-, Media-, Sound-, Sicherheitspaket, Querverkehrswarnung, Parkkamera, 360-Grad-Umfeldbeobachtung, Headup-Display, Vierzonen-Klimaautomatik, Panorama-Glasschiebedach und 21-Zoll-Leichtmetallräder mit 255er-Reifen ist der Grundpreis um fast 19 000 Euro gestiegen.   

Das Gepäckabteil fasst 415/595 bis 1435 Liter. So sieht der Kompakt-SUV-Volvo von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 57 100 Euro, hat es in sich. Dafür kann der XC60 vor allem mit sehr guter Qualität, viel Platz für Insassen und umfangreicher Sicherheitsausstattung punkten, während sich der kleinere XC40 doch etwas handlicher in der Stadt präsentiert. Ab 43 050 bis 65 500 Euro sind noch drei Benziner mit 197, 250, 300 und drei weitere Diesel mit 150, 190 und 235 PS zu haben. Auch reiner Frontantrieb ist möglich. Der Recharge-Plug-in-Hybrid mit 253-, 303- und 318-PS-Verbrennungs- sowie jeweils 87 PS starkem Elektromotor beginnt bei 67 600 Euro.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Biturbodiesel plus Elektromotor. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung (Verbrennungs-/Elektromotor): 145/197, 10/14 kW/PS. Maximales Drehmoment (Verbrennungs-/Elektromotor): 420, 40 Newtonmeter. Beschleunigung: 8,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 205 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,9 Liter pro 100 Kilometer, 173 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,6 Litern. Grundpreis: 57 100 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

14. April 2020