Montag, 17. Mai 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Toyota C-HR

Diesmal im Test als 184-PS-Hybrid Team Deutschland

Von Günther Koch/Life-Magazin

Toyotas kompaktes SUV-Coupé C-HR ist bei uns seit 2017 auf dem Markt. Fotos: Koch

Er ist etwas weicher gezeichnet als die Erstauflage, tritt dennoch nach wie vor keck gegen Konkurrenten wie den etwas kleineren Nissan Juke an: Wir haben den in der unteren Mittelklasse angesiedelten Toyota-Crossover C-HR (für Coupé High Rider) jetzt als stärkeren Hybrid in Team-Deutschland-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Das in der Türkei gefertigten SUV-Coupé, solide verarbeitet, für die untere Mittelklasse standesgemäß anmutend, 4,39 Meter lang, Radstand 2,64 Meter, im Fond noch relativ geräumig, Kofferraum 358 bis 1141 Liter und nicht ganz so praktisch, baut auf der Globalplattform auf, die den Japanern beim Design, beim Antrieb und der Fahrdynamik mehr erlaubt. Sein Außendesign ist aufgefrischt, das Interieur verfeinert, die Anmutung insgesamt wertiger geworden. Zum robusteren Erscheinungsbild des Crossovers tragen die äußeren Wölbungen an der Motorhaube, deutlicher hervorstehende Radhäuser, schwarze Schwellerverkleidungen, höhere Bodenfreiheit und das nach wie vor etwas ungewöhnlich gestaltete, dennoch kraftvoll wirkende Heck bei. Die Sicht nach hinten bleibt eingeschränkt. Die Bedienung im modern gestalteten, aber doch etwas zerklüfteten Cockpit ist nach kurzer Eingewöhnung rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie des fünftürigen Fünfsitzers mit dem mittig platzierten Markenlogo vorn. 

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten, erst seit Anfang 2020 bei uns erhältlichen stärkeren Hybrid handelt es sich um einen Antrieb, der aus einem 152 PS starken, nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp eingestuften Benziner mit 2,0 Liter Hubraum und einem 109-PS-Elektromotor besteht. Beide zusammen bringen es auf eine Leistung von 184 PS im System. Damit beschleunigt dieser Toyota in 8,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schafft 180 Stundenkilometer in der Spitze. Eine stufenlose Automatik überträgt in dem Frontantriebler die Kraft auf die vorderen Räder. Die in Verbindung damit nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren ermittelten und zumindest im Datenblatt so angegebenen maximal 4,0 Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, etwas flotteren Landstraßen- und eher moderaten Autobahnfahrprofilen 5,2 Liter angezeigt.

Der Benziner unter der Haube arbeitet mit einem Elektromotor zusammen. Das Cockpit wirkt etwas zerklüftet.

Dynamik & Sicherheit

Der leer bis zu 1525 Kilo schwere Hybrid schiebt beim Tritt aufs Gaspedal ganz ordentlich voran. Der Leistungszuwachs geht einher mit einem flotteren Fahrgefühl, indem sich die Kraft etwas dynamischer entfaltet. Das sportliche Fahrwerk federt dabei immer noch ausreichend komfortabel. Der leicht nach hinten gekippte Motor erhöht die Bodenhaftung. Der tiefere Schwerpunkt sorgt für leichtfüßig-agileres Fahrverhalten. Die Wankneigung bleibt gering. Das optimierte Aufhängungssystem trägt zu einem genauso sicheren wie weitgehend präzisen Handling bei. Die elektrisch unterstützte Lenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Die überarbeitete Federung hält Geräusche und Vibrationen besser vom Innenraum fern; es geht innen jedenfalls leiser zu. Trotz 50 Prozent Leistungszuwachs soll sich der neue Hybrid mit kleinerer, leichterer und stärkerer Batterie eigenetlich nur zehn Prozent mehr Sprit genehmigen. Unter anderem Notbremsassistenz, Spurhaltehilfe, Totwinkelwarner und Rückfahrkamera tragen bereits zum höheren Standard-Insassenschutzniveau bei.

Heck-/Seitenansicht des nach wie vor etwas ungewöhnlich gezeichneten C-HR mit dem Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Die Team-Deutschland-Ausführung ist die vierhöchste von insgesamt sechs Ausstattungen. Bei ihr gehören neben LED-Scheinwerfern, Zweizonen-Klimaautomatik, Multimedia-Audiosystem, Digitalradioempfang, Achtzoll-Touchscreen-Monitor und Smartphone-Integration etwa auch Metalliclack, Einparkhilfe, beheizbares Lederlenkrad und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen schon zum Grundumfang. Die Liste der aufpreispflichten Sonderwünsche reicht hier etwa vom Zweifarblack für 500 Euro über die Navigation für 890 Euro bis zum Lichtpaket für 950 Euro hinauf.

Das Gepäckabteil fasst hier nur 358 bis 1141 Liter. Und so sieht das ungewöhnliche SUV-Coupé von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 33 690 Euro, ist sicher kein Schnäppchen. Dafür fährt ein kompakter Lifestyler mit elektrisch unterstütztem, modernerem Antrieb vor, der laut Toyota zuletzt immerin mit die höchsten Eroberungsraten der Marke in Deutschland und in Europa erziekt hat. Er fällt auf, was er auch soll. Mit dem kraftvolleren zweiten Hybrid gehen die Japaner offenkundig auf den Wunsch nach mehr Leistung ein. In der bei 26 290 Euro beginnenden Baureihe sind sonst noch ein Turbobenziner mit 116 PS und ein kleinerer 1,8-Liter-Hybrid mit 122 PS Systemleistung zu haben.  

Datenblatt

Motor: Ein Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 112/152 kW/PS (Benziner), 80/109 kW/PS (Elektromotor), 135/184 kW/PS (System). Maximales Drehmoment: 190/4400 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 8,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,2 Liter pro 100 Kilometer, 92 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,0 Litern Mixverbrauch. Preis: 33 690 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

2. März 2020