Montag, 17. Mai 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Dacia Duster

Diesmal im Test als 116-PS-Allraddiesel Prestige

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Dacia Duster ist bei uns aktualisiert seit 2018 auf dem Markt. Fotos: Koch

Mit dem Duster tritt Dacia im Umfeld etwa von Citroen C4 Cactus, Fiat 500X, Nissan Juke, Opel Mokka X oder Peugeot 2008 an. Nach wie vor fährt er als Deutschlands günstigstes SUV vor. Wir haben das Kompaktmodell der rumänischen Renault-Tochter jetzt als handgeschalteten Allraddiesel in Prestige-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Bei Generation zwei seit 2010 ist das Design, mit dem er aufgefrischt seit 2018 bei den Händlern steht, nachgeschärft, der robuste Look etwa durch den weiter nach oben gezogenen Unterfahrschutz stärker herausgearbeitet worden. Bei vergleichbaren Abmessungen wie vorher kommt der fünftürige Fünfsitzer auf 4,34 Metern Länge insgesamt solide verarbeitet daher, mutet für die untere Mittelklasse standesgemäß an. Platz ist bei 2,67 Metern Radstand selbst im Fond noch ganz ordentlich vorhanden. Im Kofferraum der Allradversion lassen sich 445 bis 1501 Gepäck verstauen. Die Sitze mit der längeren Schenkelauflage sorgen für besseren Seitenhalt. Die Bedienung ist rasch im Griff. Der Monitor, zuvor zu weit unten, sitzt nun blick- und griffgünstiger oben in der Mittelkonsole.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn groß und mittig im Kühlergrill. 

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen etwas rauer laufenden 1,5-Liter mit 115 PS und im Drehmoment stärkeren 260 Newtonmetern ab 2000 Touren. Der nach der strengeren Abgasnorm Euro 6d-Temp freigegebene Selbstzünder beschleunigt diesen Dacia in 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht ihn in der Spitze 180 Stundenkilometer schnell. Ein passabel abgestimmtes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Räder, in diesem Fall auf alle vier. Den nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik zumindest im Datenblatt so angegebenen kombinierten Verbrauch von 4,7 Litern haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach normalen Orts-, spritzigeren Landstraßen- und moderateren Autobahnfahrprofilen 5,6 Liter angezeigt.

Unter der Haube ist ein 1,5-Liter-Vierzylinder am Werk. Das Cockpit wirkt schnörkellos. 

Dynamik & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer 1480 Kilo schweren Duster, der Lasten bis 1500 Kilo ziehen kann, beim Tritt aufs Gaspedal flotter voran. Was das Fahrwerk betrifft, ist unterm Strich ein passabler Kompromiss zwischen Komfort, Agilität und Geländegängigkeit selbst in etwas schwierigerem Terrain gelungen. Standard bei den Allradlern – der Antrieb über alle vier Räder ist hier ein variabler – sind Bergabfahrhilfe und ein spezieller Monitor mit Offroad-Daten. Die elektrische Servolenkung gibt dank direkterer Übersetzung etwas bessere Rückmeldung. Die Bremsen, Scheiben vorn, Trommeln hinten, sorgen für standfeste Verzögerung. Unter anderem Tempopilot und Rückfahrkamera tragen in der Prestige-Variante schon standardmäßig zu einem höheren Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit Markenlogo und Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Bei Prestige als unter dem Adventure-Sondermodell höchster Ausstattungsstufe gehören etwa schon Komfortpaket mit höhenverstellbarem Fahrersitz, höhen-/tiefenverstellbarem Lenkrad und geteilt umklappbarer Rücksitzlehne, dazu Lookpaket mit Dachreling, Unterfahrschutz, stark getönten Scheiben an den Seiten und hinten, verchromter Auspuffblende, dann ein wertigeres Interieur sowie Klimaanlage, Multimedia, Allradmonitor, Rückfahrkamera, Lenkrad in Lederoptik und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Lederpolster, Totwinkelwarner, Multiview-Kamera, Sitzheizung vorn, Klimaautomatik und Metallicklack haben den Grundpreis des Testwagens nochmals um gut 2000 Euro erhöht.

Das Gepäckabteil fasst 445 bis 1501 Liter. So sieht das SUV-Modell im Robustlook von der Seite aus. 

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 19 100 Euro, bleibt ein Wort. Es überzeugen insbesondere der Preis sowie die guten Platzverhältnisse vorn und hinten im Kofferraum. Die Rundumsicht könnte besser sein. Bei Dacia-Modellen gilt, dass es ehrliche Autos sind: Man weiß, was man hat – oder eben nicht. Wobei selbst in Sachen Sicherheit die Ausstattung mit moderneren Features zuletzt deutlicher gewonnen hat. Ab 11 490 bis 20 800 Euro ist der solide und robuste Duster sonst lediglich noch als Turbobenziner mit 101, 131 und 150 PS zu haben. Auch reiner Frontantrieb ist möglich.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,5 Liter. Leistung: 85/116 kW/PS. Maximales Drehmoment: 260/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,6 Liter pro 100 Kilometer, 123 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,7 Litern Mixverbrauch. Preis: 19 100 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

23. Dezember 2019